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Kein Zurück in die Steinzeit / Zum aktuellen Stand von Forschung und Lehre im Krankenhaus-Management

Geschrieben am 14.09.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) -

- Querverweis: Grafik wird über obs versandt und ist unter
http://www.presseportal.de/grafiken abrufbar -

Asklepios nimmt zum kma-Bericht "Zurück ins Mittelalter" Stellung:
Der LBK Hamburg hatte viele gute Ideen, die auch von Asklepios
fortgeführt werden. In zwei grundlegenden Bereichen allerdings war
eine Kurskorrektur unausweichlich: bei den Personalkosten und bei der
strategischen Leistungsplanung.

Zu hohe Personalkosten

Zur Vorgeschichte: Der LBK Hamburg hatte ausweislich einer
McKinsey Studie vor Übernahme durch Asklepios Personalkosten von EUR
3.435,- pro Fall. Nach Einführung der neuen gesetzlichen
vorgeschriebenen Fallpauschalen (DRG) werden von den Kassen in
Hamburg aber nur rund 2.400 EUR erstattet, also über 1000 Euro pro
Fall weniger. Bei 168.000 stationären Fällen bedeutete das für die
Freie und Hansestadt Hamburg ein Risiko von etwa 170 Millionen Euro
Mehrkosten pro Jahr. Der Kern dieser erdrückenden Summe lag in den im
Branchenvergleich deutlich überteuerten zentralen
Verwaltungsstrukturen.

Asklepios hatte die Wahl, entweder in der aufwendigen Verwaltung
oder in den patientennahen Bereichen abzubauen. Asklepios hat sich
dafür entschieden, in den patientennahen Bereichen Personal
aufzustocken und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Das war nur
möglich durch eine teilweise Dezentralisierung und zugleich eine
Aufrechterhaltung der vom alten LBK Hamburg eingeführten
Zentralisierung, wo diese die bessere Lösung ist. Das Prinzip:
dezentralen Strukturen bei sinnvoller und kompetenter Unterstützung
durch zentrale Dienste.

Zentralisierung war das Management-Modell der 80er Jahre.

In der Diskussion über die Veränderungen des Managementwissens
finden einige prinzipiellen Zu-sammenhänge nicht die angemessene
Beachtung: Die hierzulande bisweilen als Innovation diskutierten
Zentral-Modelle für das Management von Krankenhaus-Konglomeraten
wurden bereits in den 1980er Jahren in den USA einem ausgiebigen
Praxistest unterzogen. Dort endete die Zentralisie-rung fast
ausnahmslos im Desaster.

Dezentralisierung pauschal mit mittelalterlichen Methoden
gleichzusetzen und Zentralisierung mit dem Etikett Innovation zu
versehen, bedeutet, den international anerkannten Stand in
Wissenschaft und Lehre des Krankenhausmanagements auszublenden: Vor
etwa 15 Jahren haben zahlreiche Klinikketten in den USA schlechte
Erfahrungen mit zentralen Strukturen verschiedener Spielarten
ge-macht. Heute sind diese zu einem erheblichen Teil wieder
zurückgeführt. Anders, als erhofft, waren die Zentralstrukturen
ineffizient.

Asklepios selbst war damals mit seiner us-amerikanischen
Schwestergesellschaft Pacific Health Group dem Branchentrend zur
Zentralisierung gefolgt. Die im Grundsatz dem LBK nicht unähnli-chen
Strukturen der Zentrale des Krankenhaus-Konglomerats in Longbeach
(Kalifornien) konnten aber, wie auch bei den anderen Klinikketten,
die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen.

Heutzutage verfolgen die wichtigsten privaten Klinikketten
Deutschlands eine dezentrale Strategie, mit Unterstützung durch
zentrale Elemente. Kaum vorstellbar, dass alle in Deutschland
erfolgrei-chen Krankenhausketten eine "mittelalterliche Strategie"
haben. Auf internationaler Ebene gibt es angesichts der umfangreich
vorliegenden praktischen Erfahrung und der entsprechenden
analytischen Aufbereitung keine ernsthafte Diskussion, die für das
Krankenhaus-Management eine Ab-kehr von dezentralen Modellen und die
Einführung zentraler Strukturen fordert. Das käme nach Ansicht vieler
einer Rückkehr in die Steinzeit des Krankenhausmanagements gleich.

Selbst in einer Großstadtregion wie Hamburg führt eine
Zentralisierung der medizinischen Leis-tungsstrukturen zum Verlust
von Marktanteilen, da die Patienten dieser Strategie nicht folgen -
nachzuvollziehen am Rückgang der Patientenzahlen im LBK vor der
Privatisierung.

Steigende Fallzahlen statt Rationierung der Medizin

Asklepios setzt auf Qualität in der Medizin und vor allem: auf
steigende Fallzahlen durch die Verbesserung des Leistungsangebots.
Dies ist die zweite grundlegende Korrektur, die in Hamburg vollzogen
wurde. Dieses Vorgehen ist Teil der seit über 20 Jahren erfolgreichen
Firmenphilosophie. Während der LBK vor der Privatisierung durch
abnehmende Fallzahlen gekennzeichnet war (siehe Graphik), kann
Asklepios im Vergleich zu anderen Hamburger Häusern überproportional
steigende Fallzahlen vorweisen. Die über zwei Dutzend neuen
Chefärzte, allesamt hervorragende und überregional anerkannte
Spezialisten, die seit der Privatisierung nach Hamburg gekommen sind,
nutzen Mitarbeitern, Bürgern und Patienten.

Asklepios:

Asklepios ist eine der führenden internationalen Klinikketten. Die
Gruppe trägt Verantwortung für rund 100 Einrichtungen, über 30
Tageskliniken, 21.000 Betten und 35.000 Mitarbeiter in Deutschland,
Europa und den USA. Jährlich vertrauen rund eine Million Patienten
ihre Gesundheit Asklepios an. Mit diesen Kennzahlen und einer
Umsatzverantwortung von rund 2,3 Milliarden Euro in der Gesamtgruppe
ist Asklepios die größte private Klinikkette in der Bundesrepublik
und in Europa. Die Hamburger Asklepios Kliniken sind mit rund 11.000
Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber in der Hansestadt, dem
bedeutendsten Klinikmarkt Deutschlands. Asklepios Kliniken in und um
Hamburg: Altona, Barmbek, Harburg, Klinikum Nord (Ochsenzoll /
Heidberg), St. Georg, Wandsbek, Westklinikum Rissen, Bad Oldesloe,
Bad Schwartau.

Originaltext: Asklepios Kliniken
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65048
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65048.rss2

Pressekontakt:
Asklepios Kliniken
Zentrale Dienste Unternehmenskommunikation & Marketing
Rudi Schmidt
Tel. (040) 18 18-84 20 08
Fax (040)18 18-84 20 46
rudi.schmidt@asklepios.com
Friedrichsberger Str. 56
22081 Hamburg
www.asklepios.com
 
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