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Mehr Aussteller und Weltpremieren - Nachhaltige Mobilität im Mittelpunkt/Wissmann: IAA setzt neue Maßstäbe für die Innovationskraft der Automobilindustrie

Geschrieben am 10.09.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt/Main (ots) - "Diese 62. IAA PKW setzt neue Maßstäbe für
die Innovationskraft der Automobilindustrie. In nie gekanntem Umfang
werden auf dieser weltweit wichtigsten Mobilitätsmesse erstmals
Lösungen gezeigt, wie diese Schlüsselbranche die Effizienz ihrer
Fahrzeuge weiter steigert und damit einen aktiven Beitrag zum
Klimaschutz leistet", betonte Matthias Wissmann, Präsident des
Verbandes der Automobilindustrie (VDA), am Montag auf der
VDA-Pressekonferenz zum Auftakt der 62. Internationalen
Automobil-Ausstellung (IAA) PKW. Insgesamt sind auf der IAA mehr als
260 Neuheiten zu sehen. Allein die Automobilhersteller präsentieren
128 Neuheiten - darunter 88 Weltpremieren. 46 dieser Weltpremieren
stammen von deutschen Herstellern. "Damit beweist die 62. IAA PKW
einmal mehr ihre Rolle als weltgrößtes Schaufenster der
Automobilindustrie", unterstrich Wissmann.

1.081 Aussteller aus über 40 Ländern sind auf der IAA vertreten.
Damit wird die hohe Ausstellerzahl aus dem Jahr 2005 (1.041
Aussteller) noch einmal deutlich überschritten. Davon sind 525
Zulieferunternehmen, ein Plus von 64 Firmen oder 14 Prozent. Dieses
erneute Wachstum unterstreiche die Attraktivität der IAA, die "wie
keine andere die gesamte Welt der individuellen Mobilität
präsentiert", so der VDA-Präsident. Rund 15.000 Journalisten aus über
90 Ländern werden über die IAA berichten.

Wissmann betonte: "Diese IAA wird die Leitmesse der nachhaltigen
Mobilität sein. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie wir
angesichts der Herausforderungen, die der Klimaschutz gerade auch an
die Automobilindustrie stellt, nachhaltige Mobilität auch in der
Zukunft sicherstellen können. Daher auch das Motto: 'Sehen, was
morgen bewegt'."

Die deutsche Automobilindustrie habe hierzu bereits entscheidende
Weichen gestellt. So habe der VDA gegenüber der Bundesregierung seine
Bereitschaft erklärt, die Beimischungsquote von biogenen Kraftstoffen
von derzeit 5 auf 10 Prozent und bis zum Jahr 2020 sogar mit
Biokraftstoffen der 2. Generation auf 20 Prozent zu erhöhen. Die
deutsche Automobilindustrie gehe damit in Vorleistung für eine
nachhaltige Energiepolitik, die angesichts knapper und teurer
werdender fossiler Kraftstoffe nicht nur das Klima schone, sondern
zudem auch individuelle Mobilität für die Zukunft sichere.

Der VDA-Präsident unterstrich die Geschlossenheit, mit der die
deutsche Automobilindustrie in der CO2-Thematik auftrete: "Zum ersten
Mal in der Geschichte des VDA gibt es eine gemeinsame
Anzeigenkampagne aller unserer Hersteller, die markenübergreifend die
Leistungen der deutschen Automobilindustrie zeigt. Auch die
Zulieferer sind mit im Boot. Wir unterstreichen mit dieser Kampagne
auch, dass Deutschland nicht nur das Land ist, in dem das Auto
erfunden wurde, sondern dass es hier immer wieder neu erfunden wird.
Der gerade in der Klimadebatte oft gehörte Satz - 'Wir müssen uns
nicht verstecken' - wird mit dieser Kampagne ins Offensive und
Positive gewendet."

Die deutsche Automobilindustrie setzt auch bei Klimaanlagen auf
mehr Klimaschutz. Nachdem zahlreiche Alternativen zum derzeit
verwendeten Kältemittel untersucht wurden, haben sich
Fahrzeughersteller im VDA nun darauf verständigt, als weltweit erste
Unternehmen der Automobilindustrie das besonders umweltfreundliche
natürliche Kältemittel R744 zukünftig in Fahrzeugklimaanlagen
einzusetzen. Damit kann der direkte Treibhauseffekt einer Klimaanlage
gegenüber der bisher eingesetzten Technologie auf ein Tausendstel
reduziert werden. Wissmann: "Mit diesem gemeinsamen Schritt gehen
deutsche Automobilhersteller auch bei klimaschonenden Kältemitteln
weltweit in Führung und setzen ihre Strategie der nachhaltigen
Mobilität konsequent um."

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird am 13. September die IAA
eröffnen. Wissmann betonte: "Wir freuen uns auf den Besuch der
Bundeskanzlerin. Und wir haben es natürlich aufmerksam zur Kenntnis
genommen, dass sie wenige Tage vor der Messe die Automobilindustrie
als 'den wichtigsten Bereich der Wirtschaft in Deutschland' und diese
Schlüsselindustrie als 'Wachstumsbranche' bezeichnet und auf die
Erfolge verweist, die die Automobilindustrie bei der Senkung der
CO2-Emissionen bereits erzielt hat. Wir sind uns darin einig, dass
wir dabei nicht stehen bleiben dürfen, sondern weitere Fortschritte
bei der CO2-Reduzierung erreichen müssen."

Kritisch äußerte sich der VDA-Präsident zur Streichung der
Pendlerpauschale. Nachdem jetzt auch der Bundesfinanzhof ernsthafte
Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Streichung der
Entfernungspauschale für die ersten 20 Kilometer der Fahrten zwischen
Wohnung und Arbeitsstätte angemeldet habe, sei es, so Wissmann, "an
der Zeit, dass der Gesetzgeber handelt": "Die Bundesregierung wäre
gut beraten, jetzt ohne großes Zögern die Streichung der
Entfernungspauschale rückgängig zu machen. Damit würde eine höchst
umstrittene Steuervorschrift beseitigt und ein Beitrag zu mehr
Steuergerechtigkeit geleistet. Es würde auch verhindert, dass die
Finanzämter von einer Flut von Anträgen und Einsprüchen überschüttet
werden. Nach unserer Auffassung war es ohnehin ein Irrweg, bei stark
angestiegenen Treibstoffkosten und steuerbedingten Preiserhöhungen
auch noch die steuerliche Absetzbarkeit von Fahrtkosten
einzuschränken, anstatt sie auszuweiten."

Wissmann begrüßte andererseits die Entscheidung der
Bundesregierung, die Kfz-Steuer auf CO2-Basis umzustellen: "Wenn die
Kfz-Steuer wie beschlossen so reformiert wird, dass sie einen Anreiz
dafür bietet, sich für effiziente Neufahrzeuge zu entscheiden, ist
das ein ganz wichtiger Schub für den deutschen Markt. Die Käufer von
heute und morgen wissen jetzt, dass es auch steuerlich belohnt wird,
ein emissionsarmes neues Auto zu erwerben." Notwendig seien jetzt ein
tragfähiges Konzept und ein schnelles Umsetzen im
Gesetzgebungsprozess.

Diese IAA werde noch internationaler als die bisherigen. Der
indische Industrieminister Sontosh Mohan Dev kommt ebenso zur IAA wie
der mexikanische Wirtschaftsminister. EU-Vizepräsident Günter
Verheugen spricht am "Abend der Automobilindustrie". Auf der IAA
werden im Rahmen von verschiedenen Mobilitätsforen zudem u. a.
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, Umweltminister Sigmar Gabriel,
IG-Metall-Chef Jürgen Peters, Bahnchef Hartmut Mehdorn, Fritz Kuhn
von den Grünen, VW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Martin Winterkorn,
GM Europe-Präsident Carl-Peter Forster und Bernhard Mattes,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford Werke GmbH, diskutieren.

"Wir nutzen die IAA nicht nur als Weltmesse des Automobils,
sondern auch als innovative Plattform der beschäftigungs-, industrie-
und umweltpolitischen Diskussion. Damit unterstreicht diese IAA
unseren Anspruch, dass wir uns aus bisherigen eingefahrenen Gleisen
herausbewegen und uns dem offenen Dialog mit anderen
gesellschaftlichen Gruppen stellen", betonte Wissmann.

Die 62. IAA PKW wird am 13. September eröffnet und dauert bis zum
23. September. Vorgeschaltet sind zwei Pressetage (11./12.
September). 13. und 14. September sind Fachbesuchertage, am 15.
September beginnen die Publikumstage. Weitere Informationen unter
www.iaa.de.

Originaltext: VDA Verband der Automobilindustrie e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32847
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_32847.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner:
Eckehart Rotter
VDA
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 069/97507-266
Fax: 069/97507-320
 
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