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Fairness und Transparenz bei den Flughafenentgelten für eine funktionierende Systempartnerschaft von Airlines und Flughäfen

Geschrieben am 05.09.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - "Die deutschen Flughäfen bekennen sich zur gelebten
Systempartnerschaft mit den Airlines. Voraussetzung für eine weitere
Optimierung der gemeinsamen Wertschöpfungskette sind allerdings
Fairness und Transparenz bei der Festsetzung der Flughafenentgelte",
sagt Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV.

In seiner Stellungnahme geht der Flughafenverband ADV damit auf
Forderungen der Fluggesellschaften nach einer Regulierungsbehörde
ein. " Wir brauchen in Deutschland weder staatliche Eingriffe noch
zusätzliche Bürokratie", so Beisel und weiter:

"In Deutschland existiert bereits seit Jahren ein bewährter
Rechtsrahmen zur Festsetzung und Genehmigung von Flughafenentgelten
sowie zur gerichtlichen Überprüfung in Streitfällen. "Mit Ihrer
Forderung nach einer zusätzlichen Regulierungsbehörde verfolgen die
Fluggesellschaften eindeutig das Ziel, ihre eigene Rendite auf Kosten
der Leistungsfähigkeit des deutschen Flughafensystems noch weiter
aufzubessern." Zu den Fakten:

In Deutschland stehen eine Vielzahl von Flughäfen einem
Nachfrage-Oligopol gegenüber:

Die beherrschende Stellung der drei großen deutschen
Airline-Konzerne und die Forderung nach mehr Regulierung verbunden
mit der Gründung einer zentralen Regulierungsbehörde entbehren
jeglicher Grundlage. Ralph Beisel: "Dem Nachfrage-Oligopol der drei
großen Fluggesellschaften, die in Deutschland 70% des Marktes unter
sich aufteilen, stehen weit über 50 Flughäfen unterschiedlicher Größe
gegenüber. Die müssen sich sowohl im regionalen als auch im
nationalen und internationalen Wettbewerb behaupten."

Einbindung der Systempartner durch Transparenz und Konsultationen
in den Entgeltprozess

Die genehmigungspflichtigen Flughafenentgelte sind in §43 LuftVZO
geregelt. Hierin werden Entgelte "für das Starten, Landen und
Abstellen von Luftfahrzeugen sowie für die Benutzung von
Fluggasteinrichtungen" bestimmt. Bereits heute werden die Entgelte
durch die unabhängigen Landesluftfahrtbehörden genehmigt. Über
Konsultationen und Anhörungen werden die Fluggesellschaften wie in
wohl kaum einer anderen Industrie intensiv in geplante Änderungen der
Entgeltordnungen miteingebunden. "Die Flughäfen bekennen sich
ausdrücklich zu diesem bewährten System aus Information und
Transparenz", sagt Ralph Beisel und ergänzt: "Fluggesellschaften sind
als Kunden der Flughäfen wichtige und geschätzte Systempartner."

Die Flughafenentgelte sind in den letzten Jahren gesunken.

Ralph Beisel im Fazit: "Es besteht kein sachlicher Anlass, die
Landesluftfahrtbehörden durch eine nationale Regulierungsbehörde zu
ersetzen, deren Entscheidungen wiederum durch Gerichte aufgehoben
werden können. Dies würde im Ergebnis nur neue zentrale Bürokratie
schaffen und die föderalen Strukturen in der Bundesrepublik
Deutschland unberücksichtigt lassen. Die ADV lehnt daher die
Verpflichtung zur Einrichtung einer nationalen Regulierungsbehörde
nachdrücklich ab. Die Einbindung der Systempartner in den
Entgeltänderungsprozess und die Weitergabe von Effizienzvorteilen
zeigen, dass es grundsätzlich keines Eingriffes des Staates in einen
funktionierenden Markt bedarf."

Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Herr Ralph
Beisel, steht den Vertretern der Medien auch gerne persönlich für ein
Interview zur Verfügung.

Originaltext: ADV Deutsche Verkehrsflughäfen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/44169
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_44169.rss2

Kontakt:

Leif Erichsen, Tel.: 030 / 310118-52
Dr. Michael Schneider, Tel.: 030 / 310118-23
Politik und Öffentlichkeitsarbeit
 
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