Hamburg (ots) - Veränderte Marketingstrategien könnten dem schwächelnden Absatzmarkt der deutschen Autoindustrie neuen Aufschwung verleihen. "Die Möglichkeiten des Dialogmarketings sind in der Automobilindustrie noch längst nicht ausgeschöpft", sagte Prof. Dr. H. Dieter Dahlhoff im Gespräch mit der Fachzeitung ONEtoONE (Hamburg). Bei den 25 Unternehmen der deutschen Autoindustrie wanderten nicht einmal 4 Prozent des Kommunikationsbudgets in den Dialog. Der Automobilexperte vom Dialog Marketing Competence Center (DMCC) der Universität Kassel: "Das ist viel zu wenig. Ich halte in den kommenden Jahren einen Dialog-Anteil von 10 bis 15 Prozent für sinnvoll." Dahlhoff, der unter anderem das Marketing von VW und von Opel geführt hat, geht aber noch weiter. "Die Steigerung des Dialogmarketing-Anteils ist meiner Meinung nach nicht nur möglich, sie ist auch notwendig. Ganz besonders in Zeiten wie diesen!", sagt der Professor. "Wie Sie wissen, steigt die Konsumfreude der Deutschen wieder. Die Autoindustrie ist von dieser Entwicklung jedoch ziemlich abgekoppelt." Dahlhoff nennt für die Kaufunlust gleich mehrere Gründe: die Mehrwertsteuererhöhung, die Klimadebatte, eine allgemeine Haltung des Abwartens und nicht zuletzt der interessante Gebrauchtwagenmarkt. Dahlhoff gegenüber ONEtoONE: "In dieser Situation kommt man mit Image-Werbung allein nicht weiter. Jetzt ist der Dialog gefragt."
ONEtoONE berichtet als Fachmedium per Print, Internet und E-Mail-Newsletter über Entwicklungen im dialogorientierten Marketing. Die Fachzeitung erscheint bundesweit in einer Auflage von mehr als 12.000 Exemplaren pro Monat.