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Pfandbriefe von Subprime-Krise nicht betroffen - Zahlreiche Sicherungsmechanismen zum Schutz der Anleger

Geschrieben am 22.08.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - "Die Subprime-Krise hat keinerlei Auswirkungen auf
die Sicherheit deutscher Pfandbriefe", so Louis Hagen,
Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp)
in Berlin. Die Krise am US-amerikanischen Subprime-Markt hat zu
erheblichen Verwerfungen auf den weltweiten Kapitalmärkten geführt.
Hiervon sind insbesondere strukturierte Wertpapiere wie CDOs oder MBS
betroffen, die mit Immobilienforderungen besichert sind. Von solchen
Produkten unterscheidet sich der Pfandbrief wesentlich: Es gibt mit
dem Pfandbriefgesetz eine gesetzliche Grundlage, die strenge
Anforderungen an die zur Deckung verwendbaren Forderungen stellt.
Zusätzlich zur allgemeinen deutschen Bankaufsicht unterliegt das
Pfandbriefgeschäft einer besonderen Aufsicht durch die BaFin. In
diesem Rahmen erfolgen alle zwei Jahre umfangreiche
Deckungsprüfungen, dabei werden insbesondere die Deckungswerte
stichprobenartig geprüft.

Bei Hypothekenpfandbriefen, die etwa ein Viertel aller umlaufenden
Pfandbriefe ausmachen, müssen die Banken für jede zur Deckung
verwendete Finanzierung von Immobilien einen Beleihungswert
ermitteln. Dabei handelt es sich um einen nachhaltigen Wert, der bei
voraussichtlicher Marktentwicklung nicht unterschritten wird und
jedenfalls den Marktwert nicht übersteigen darf. Außerdem ist die
Überprüfung der ermittelten Werte in regelmäßigen Abständen
vorgeschrieben. Von diesem Beleihungswert müssen die Banken nochmals
einen 40%igen Sicherheitsabschlag vornehmen, nur 60 % können über
Pfandbriefe refinanziert werden. MBS oder CDOs sind als Deckungswerte
nicht zugelassen.

Seit 2005 können die durch Pfandbriefe refinanzierten Beleihungen
auch durch in den USA belegene Objekte besichert werden. Dabei
schreibt das Pfandbriefgesetz vor, dass ein Kreditinstitut mindestens
zwei Jahre Erfahrung auf einem Immobilienmarkt nachweisen muss, bevor
es Immobiliendarlehen in Deckung nehmen darf. Von der Gesamtheit der
Deckungsmassen für Hypothekenpfandbriefe machten Ende 2006 Darlehen
für US-amerikanische Eigentumswohnungen allerdings nur 0,015 % aus,
Darlehen für Mehrfamilienhäuser 0,066 %. Darlehen für
Einfamilienhäuser in den USA wurden überhaupt nicht in Deckung
genommen. Alle diese Finanzierungen müssen den Anforderungen des
Beleihungswerts entsprechen.

Diese Zahlen werden quartalsweise veröffentlicht: Das
Pfandbriefgesetz verlangt von den Pfandbriefbanken, detaillierte
Angaben zu der Struktur ihrer jeweiligen Deckungsmassen zu
publizieren. "Pfandbriefe bieten ein Ausmaß an Transparenz, das
seines gleichen sucht", betont Hagen. Während die Daten der
jeweiligen Pfandbriefbank auf ihrer Webseite zu finden sind,
veröffentlicht der vdp die zusammengefassten Zahlen auf seiner
Webseite www.pfandbrief.de .

"Die besondere Kreditqualität des Pfandbriefs steht außer Zweifel.
Die Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität am Jumbo Covered Bond
Markt waren ausschließlich eine Reaktion auf die Spread-Ausweitungen
auf Zinsswap- und Staatsanleihe-Märkten", so Hagen abschließend.

Originaltext: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e. V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/29608
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_29608.rss2

Pressekontakt:
Dr. Helga Bender, Tel. 030 20915-330
E-Mail: bender@pfandbrief.de
Sascha Kullig, Tel. 030 20915-350
E-Mail: kullig@pfandbrief.de
 
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