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Ökonom und Bestsellerautor Jeremy Rifkin zur Hypothekenkrise: "Das ist erst der Anfang der Krise."

Geschrieben am 22.08.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Amerikas prominentester Wirtschaftskritiker Jeremy
Rifkin erwartet eine Ausweitung der gegenwärtigen
Finanzmarkt-Turbulenzen auf die Weltwirtschaft. "Wir stehen vor einer
verdammt harten Landung. Das ist erst der Anfang der Krise", sagt der
Ökonom Rifkin im Interview mit VANITY FAIR über die amerikanische
Hypothekenkrise.

Faule Hypothekenkredite in den USA haben in den letzten Wochen zu
weltweiten Kursstürzen an den Börsen geführt. Rifkin hält es aber für
unwahrscheinlich, dass die Krise auf den Sektor der
Immobilienfinanzierung beschränkt bleibt. "Der Immobilienmarkt ist
der Schlüsselsektor der amerikanischen Wirtschaft. Das gesamte
Wachstum der letzten Jahre baute darauf auf. Und das fliegt jetzt
alles auseinander. Wir wissen nur noch nicht, wie weit es abwärts
geht", so Rifkin. "Der Boom hatte von Anfang an keine Substanz." Die
billigen Kredite der 90er-Jahre hätten sich vor allem auf Immobilien
erstreckt. "Dass irgendwann auch die Zinsen der Hypotheken steigen,
hat niemand bedacht. Jetzt bricht diese Illusion zusammen. Wir haben
die Ersparnisse einer ganzen Generation verheizt."

Als Gewinner des Booms und zukünftige Wirtschaftsmacht sieht
Rifkin anders als viele Experten nicht Asien, denn "gerade die
Tigerstaaten, vor allem die Metropolen wie Shanghai und Bombay machen
einen sehr amerikanischen Fehler." Sie würden die Bevölkerung nicht
am Boom teilhaben lassen. Ganz anders würden dagegen die Europäer
handeln: "Sie lassen Initiative zu und teilen sich die Risiken. Sie
sind kooperativer. Das ist die Zukunft. Mit diesem Denken ist Europa
weiter als Amerika", so der Ökonom.

Sich auf diese europäische Tugend zu besinnen, riet Rifkin auch
der Bundeskanzlerin: "Als mich Angela Merkel nach ihrer Wahl zu sich
einlud, habe ich ihr gesagt: Wenn das nächste Mal amerikanische
Neoliberale kommen und Euch fertigmachen, weil ihr nicht
risikofreudig seid, dann fragt sie mal, wieso 80 Millionen Deutsche
mehr exportieren als 300 Millionen Amerikaner."

Das ganze Interview mit Jeremy Rifkin lesen Sie in der aktuellen
Ausgabe von VANITY FAIR.

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Originaltext: Vanity Fair - Condé Nast Verlag
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/64363
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_64363.rss2

Pressekontakt:
Condé Nast Verlag GmbH
Antonia Kreis
Director Editorial Marketing and PR Vanity Fair
Unter den Linden 10
10117 Berlin
Tel: 030 / 201 444-916
Email: antonia.kreis@vanityfair.de
 
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