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ProSiebenSat.1-Gruppe steigert Umsatz und Profitabilität im ersten Halbjahr 2007 / Ziele der neuen Gruppe bestätigt

Geschrieben am 22.08.2007 - [Nächster Artikel]

München (ots) -
- Konzernumsatz steigt in H1 2007 um 3,6 Prozent trotz
WM-Effekt im Q2 2006
- EBITDA steigert sich um 6,8 Prozent auf 240,8 Mio Euro
in H1 2007
- Wachstum im deutschen TV-Werbemarkt 2007 bei zwei bis drei
Prozent netto erwartet
- Integration der neuen Gruppe gestartet; neue Group Content Unit
stärkt Fokussierung auf Inhalte
- Programmausgaben der neuen Gruppe 2007 bei 1,6 Mrd Euro
- Ausbau von N24 zu Europas modernstem Nachrichtensender:
Investitionen von rund 10 Mio Euro in Technologie geplant

Die ProSiebenSat.1-Gruppe zieht eine positive Bilanz zum ersten
Halbjahr 2007. Mit einem Konzernumsatz von 1,053 Mrd Euro im ersten
Halbjahr 2007 übertraf die Gruppe den Vorjahreswert um 3,6 Prozent
(ohne SBS, H1 2006: 1,016 Mrd Euro). Das Umsatzwachstum wurde von
beiden Geschäftsbereichen, Free-TV und Diversifikation, getragen. Das
Vorsteuerergebnis erhöhte sich um 13,1 Prozent auf 211,1 Mio Euro (H1
2006: 186,6 Mio Euro). Auch der Konzernüberschuss wuchs deutlich und
betrug 127,8 Mio Euro. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem
Vorjahr um 11,9 Prozent oder 13,6 Mio Euro. Das EBITDA stieg um 6,8
Prozent auf 240,8 Mio Euro (H1 2006: 225,5 Mio Euro).

Im zweiten Quartal war die Umsatzentwicklung wie erwartet durch
Vergleichseffekte geprägt: Die Gesamterlöse der ProSiebenSat.1-Gruppe
bewegten sich erwartungsgemäß auf Vorjahresniveau und betrugen 551,6
Mio Euro (Q2 2006: 550,9 Mio Euro). Beim Vergleich mit dem
Vorjahresquartal ist zu berücksichtigen, dass die Gruppe im April und
Mai des vergangenen Jahres weit überdurchschnittliche TV-Werbeumsätze
verzeichnete, da viele Unternehmen der Fußball-Weltmeisterschaft im
Juni und Juli 2006 werblich ausweichen wollten. Im zweiten Quartal
2007 wiesen die Gesamtkosten des Konzerns einen leichten Rückgang um
0,4 Prozent auf 407,1 Mio Euro auf. Zu diesem Rückgang haben
geringere Herstellungskosten geführt.

Der Konzernüberschuss stieg im zweiten Quartal 2007 um 4,6 Prozent
auf 87,2 Mio Euro. Das Ergebnis je Vorzugsaktie betrug 0,40 Euro,
nach 0,39 Euro im Vorjahr. Das EBITDA verzeichnete ein Wachstum um
2,6 Prozent auf 158,8 Mio Euro. Die EBITDA-Marge stieg von 28,1
Prozent auf 28,8 Prozent. "Die ProSiebenSat.1-Gruppe blickt auf eine
erfolgreiche und zugleich bewegte erste Jahreshälfte 2007 zurück. Der
Erwerb der SBS Broadcasting Group und der Ausbau von ProSiebenSat.1
zu einem europäischen Unternehmen war die wichtigste strategische
Entscheidung für die Zukunft der Gruppe. Die starke Performance von
SBS im ersten Halbjahr bestätigt das", sagte Guillaume de Posch,
Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG.

Kerngeschäft Free-TV mit Umsatzplus durch höhere Werbeeinnahmen

Der Gesamtumsatz des Segments Free-TV stieg im ersten Halbjahr
2007 um 3,3 Prozent auf 966,5 Mio Euro. Der Beitrag des Segments zu
den Konzernumsätzen wuchs um 2,7 Prozent auf 934,4 Mio Euro. Der
Umsatzanstieg, der größtenteils auf höhere Werbeeinnahmen
zurückzuführen ist, hat auch die Ergebnislage weiter verbessert. Das
Betriebsergebnis des Segments ist im ersten Halbjahr 2007 um 11,7
Prozent auf 203,6 Mio Euro gestiegen. Das EBITDA ist um 11,5 Prozent
höher ausgefallen und liegt nunmehr bei 218,4 Mio Euro. Die
EBITDA-Marge stieg auf 22,6 Prozent (H1 2006: 20,9%).

Auf Quartalsebene zeichnet sich ein differenziertes Bild ab: Die
Verlagerung von TV-Werbeinvestitionen auf die Zeit vor der
Fußball-Weltmeisterschaft hatte im zweiten Quartal 2006 und
insbesondere in den Monaten April und Mai zu einem
überdurchschnittlich hohen Anstieg der Werbeerlöse geführt.
Erwartungsgemäß verzeichnete das Segment im zweiten Quartal 2007
gegenüber dem Vorjahresquartal daher kein Wachstum, die Erlöse
konnten jedoch auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Gesamtumsatz
des Segments betrug 510,0 Mio Euro (Q2 2006: 510,5 Mio Euro), der
Außenumsatz blieb mit 495,8 Mio Euro ebenfalls auf Vorjahresniveau
(Q2 2006: 495,9 Mio Euro). Das Betriebsergebnis wuchs im zweiten
Quartal 2007 um 5,7 Prozent auf 140,4 Mio Euro. Das EBITDA
verzeichnete ebenso einen Anstieg um 5,7 Prozent und belief sich auf
147,8 Mio Euro. Die EBITDA-Marge betrug 29,0 Prozent (Q2 2006:
27,4%).

Der Zuschauermarktanteil der Senderfamilie Sat.1, ProSieben, kabel
eins und N24 hat sich im zweiten Quartal 2007 um 1,2 Prozentpunkte
auf 29,5 Prozent verbessert, nach einem Rückgang von 1,4
Prozentpunkten im ersten Quartal 2007. ProSieben, kabel eins und N24
konnten ihren Zuschauermarktanteil erhöhen. Sat.1 geht mit neuen
Programminitiativen gegen die aktuelle Quotenschwäche vor. Alle
Angaben beziehen sich auf die Kernzielgruppe der Zuschauer zwischen
14 und 49 Jahren.

Ausblick für die neue Gruppe

Die Erwartungen für die Entwicklung des deutschen TV-Werbemarkts
liegen bei zwei bis drei Prozent netto, mit einem schwächeren dritten
und einem stärkeren vierten Quartal.

Die erstmalige Konsolidierung von SBS ab Juli 2007 wird zu einer
deutlichen Steigerung von Umsatz und Ergebnis führen. Mittelfristig
hat sich die ProSiebenSat.1 Group zum Ziel gesetzt, den Anschluss an
die Margen der Top-5-Medienkonzerne in Europa zu erreichen und ihre
EBITDA-Marge auf 25 bis 30 Prozent zu steigern. Dazu tragen die
erwarteten Kosten- und Umsatzsynergien aus der Integration bei. Die
Synergien in Höhe von 80 Mio bis 90 Mio Euro sollen von 2010 an
erstmals vollständig wirksam werden.

Eine vollständig integrierte Gruppe

Die ProSiebenSat.1 Group hat die Aufstellung als pan-europäischer
TV- Konzern zügig in Angriff genommen (siehe separate
Pressemitteilung Personalien). Die Integration der beiden Gruppen
verläuft planmäßig.

"Die neue Gruppe hat drei strategische Ziele: Die Stärkung des
Kerngeschäfts Free-TV und die Entwicklung von Inhalten, die
Ausweitung der digitalen Angebote und Online-Dienste sowie die
Schaffung einer führenden technologischen Plattform für die Gruppe.
Wir haben klare Ziele und wollen den Ansprüchen unserer Zuschauer in
ganz Europa gerecht werden. Das heißt vor allem, dass wir gutes
Programm bieten wollen. Deshalb werden wir künftig noch stärker in
die Entwicklung von eigenen Inhalten investieren. Unser
wirtschaftliches Ziel ist es, den Anschluss an die Margen der Top-5-
Medienkonzerne in Europa zu erreichen. Nur als wirtschaftlich starkes
Unternehmen können wir die Gruppe weiterentwickeln, in Programm und
neue Angebote investieren und uns im Wettbewerb gegen internationale
Player behaupten", sagte Guillaume de Posch.

1. Free-TV stärken und Inhalte entwickeln

Neuer Bereich: Group Content Unit Die Gruppe wird den Fokus noch
stärker auf Inhalte legen. Die Gesamtausgaben für Programm belaufen
sich 2007 auf 1,6 Mrd Euro. Eine der wichtigsten strategischen und
organisatorischen Neuerungen ist die Einrichtung des zentralen
Bereichs "Group Content", die der verstärkten Fokussierung des
Unternehmens auf Programm Rechnung trägt. Die zentrale Unit bündelt
die Kompetenzen und Ressourcen der Gruppe und sorgt dafür, dass
Synergien und Skaleneffekte optimal genutzt werden.

Sat.1: Programmperformance stärken

Eine der vorrangigen Aufgaben im deutschen Markt ist die Stärkung
der Programmleistung von Sat.1. Der Sender hat in diesem Jahr bereits
rund 40 Piloten entwickelt. Das Management hat das Ziel, die Leistung
des Senders durch intensive Programmarbeit zu steigern und durch
Investitionen in die Programmqualität wieder mehr Zuschauernähe zu
gewinnen. Sat.1 konzentriert sich dabei weiterhin auf die Entwicklung
von eigenen Inhalten. 60 Prozent der Sat.1-Programminvestitionen
entfallen auf deutsche Eigen- und Auftragsproduktionen.

Neue Free-TV-Sender in Österreich und Norwegen

Auch in anderen Märkten hat die ProSiebenSat.1 Group ihre
Aktivitäten ausgeweitet. Im Juli hat die Gruppe in Österreich den
Free-TV-Sender PULS TV erworben. Der Anteilskaufvertrag wurde bereits
vollzogen. Im September 2007 startet der Free-TV-Sender FEM in
Norwegen. Zielgruppe sind Frauen zwischen 20 und 35. Mit dem neuen
Sender betreibt die Gruppe drei Free-TV und einen Pay-TV-Sender in
Norwegen.

2. Digitale Angebote und Online-Dienste ausweiten

Den Ausbau ihrer Geschäftsaktivitäten treibt die ProSiebenSat.1
Group auch im Bereich New Media & Diversifikation voran. Die Gruppe
plant die Akquisition von weiteren Internet-Plattformen sowie die
internationale Ausweitung ihrer Online-Aktivitäten. Das erste
deutsche Angebot, das die ProSiebenSat.1 Group international anbieten
wird, ist die Games-Plattform www.SevenGames.de. Das europäische
Spiele-Portal www.SevenGames.com soll Ende des Jahres starten. Die
Expansion im Online-Bereich findet auch durch weitere Zukäufe statt.
An der Internetplattform "wer-weiss-was" hat die ProSiebenSat.1 Group
gerade eine Mehrheitsbeteiligung erworben. "wer-weiss-was" ist
Deutschlands führendes Wissensportal (siehe auch eigene
Pressemitteilung).

Die ProSiebenSat.1 Group ist in Deutschland Marktführer für
Call-TV. Der Call- TV-Sender 9Live, der zugleich der zentrale
Call-TV-Dienstleister der Gruppe ist, hat strategische Maßnahmen
eingeleitet, um sein Erlöspotential und seine Marktposition zu
stärken. 9Live wird sein Geschäft auf internationaler Ebene ausbauen.
Nach dem Start von Call-TV-Fenstern in der Türkei und Spanien
expandiert der Sender nun in weitere Länder, darunter Kroatien. Ende
des Jahres startet in Deutschland mit NeunTV ein über Werbung
finanziertes Fenster mit Frauen-affinem Programm.

3. Führende technologische Plattform für die pan-europäische
Gruppe

Die ProSiebenSat.1 Group hat das Ziel, auch technologisch in
Europa führend zu sein. Derzeit prüft das Unternehmen alle
Möglichkeiten, um die europäische Gruppe so aufzustellen, dass ihr
die modernste technologische Plattform zur Verfügung steht. Zu den
Optionen, die geprüft werden, gehört neben einer internen Lösung mit
substanziellen neuen Investitionen auch eine strategische
Partnerschaft, um externe Kompetenzen zu nutzen. Das Ergebnis der
Prüfung ist offen. Eine Entscheidung ist im Herbst 2007 zu erwarten.
Das Ziel des Unternehmens ist erklärtermaßen die Schaffung einer
modernen, leistungsfähigen technologischen Infrastruktur für die
europäische Gruppe.

N24 soll zum modernsten Nachrichtensender Europas werden

Die Gruppe verfolgt außerdem Pläne, N24 zum modernsten
Nachrichtensender Europas zu machen und mit einer innovativen
technologischen Plattform auszustatten. In die neue Technologie soll
ein Betrag von rund 10 Mio Euro investiert werden. Die neue Plattform
in einem neuen Gebäude in Berlin wird die Grundlage bilden, N24 zu
einer multimedialen Nachrichtenmarke auszubauen. Gestärkt werden soll
dadurch auch die Rolle von N24 als zentraler Nachrichtendienstleister
der deutschen Sender, aber auch auf internationaler Ebene. Die
Planung für das Projekt beginnt im Herbst, die Inbetriebnahme ist für
2009 vorgesehen.

Weitere Information: H1 SBS Broadcasting Group: Zuwächse in allen
Regionen Die SBS Broadcasting Group hat im ersten Halbjahr 2007 einen
Umsatz von 524,6 Mio Euro und damit ein Wachstum von 8,3 Prozent
erzielt (H1 2006: 484,5 Mio Euro). Das bereinigte EBITDA verzeichnete
ein Plus von 30,0 Prozent und lag bei 119,5 Mio Euro (H1 2006: 91,9
Mio Euro). Nach einer Pro- forma-Rechnung für das erste Halbjahr 2007
steigerte die kombinierte Gruppe ihre Umsätze um 5,1 Prozent auf
1,577 Mrd Euro (H1 2007 ProSiebenSat.1- Gruppe: 3,6%). Das EBITDA der
kombinierten Gruppe lag pro forma bei 360,3 Mio Euro und verzeichnete
damit ein Wachstum von 13,5 Prozent (H1 2007 ProSiebenSat.1-Gruppe:
6,8%) Die SBS Broadcasting Group wird ab dem dritten Quartal 2007 in
den Konzernabschluss einbezogen.

Die SBS Broadcasting Group hat ihre Umsätze in allen Regionen
gesteigert. Die Umsätze der mittel- und osteuropäischen Länder
stiegen um 13,9 Prozent auf 77,0 Mio Euro. Die nordischen Länder
legten 6,0 Prozent zu und erreichten 247,4 Mio Euro. Die Niederlande
und Belgien verzeichneten einen Umsatzzuwachs von 9,2 Prozent auf
200,2 Mio Euro. Wichtigster Umsatztreiber war das Segment Free-TV,
das um 9,4 Prozent auf 374,8 Mio Euro zulegte. Das EBITDA des
Segments stieg um 29,8 Prozent auf 97,5 Mio Euro. Die Pay-TV-Umsätze
verzeichneten einen Rückgang von 1,2 Prozent auf 71,5 Mio Euro. Die
Radioumsätze stiegen um 10,7 Prozent auf 43,3 Mio Euro, Print legte
um 10,9 Prozent auf 33,7 Mio Euro zu. (Die SBS-Zahlen werden von SBS
berichtet und sind nicht testiert.)

Die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz, die
Kapitalflussrechnung, die Eigenkapitalentwicklung sowie die
Segmentberichterstattung finden Sie auf unter:
http://www.prosiebensat1.com/investor-relations/finanzberichte/.

Zu Personalien und zu "wer-weiss-was" gibt es separate
Pressemitteilungen, die ebenfalls auf unserer Homepage unter
http://www.prosiebensat1.com abgerufen werden können.

Originaltext: ProSiebenSat.1 Media AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/21767
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_21767.rss2
ISIN: DE0007771172

Ansprechpartner:
Katja Pichler
Konzernsprecherin
ProSiebenSat.1 Media AG
Medienallee 7
D-85774 Unterföhring

Tel. +49 [89] 95 07-1180
Fax +49 [89] 95 07-1184

E-Mail:
Katja.Pichler@ProSiebenSat1.com

Pressemitteilung online:
www.ProSiebenSat1.com
 
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