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Bauwirtschaft im ersten Halbjahr 2007: Baukonjunktur gespalten - Wirtschaftsbau weiterhin auf Expansionskurs - Wohnungsbau bricht ein - Im Straßenbau droht Auftragslücke

Geschrieben am 21.08.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Die deutsche Baukonjunktur entwickelt sich
zunehmend gespalten: Während der Wirtschaftsbau Konjunkturlokomotive
bleibt, drückt der Wohnungsbau die Bauwirtschaft nach unten. Wie der
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe
seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz
im gesamten Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr - aufgrund der guten
Witterung im ersten Quartal - um 5,2 % über dem Niveau des
Vorjahreszeitraums (1. Vj.: 19,3 %). Der Auftragseingang verzeichnete
sogar einen Anstieg von nominal 8,2 % (preisbereinigt: + 3,0 %).
Aufgrund der witterungsbedingten Vorzieheffekte Anfang des Jahres
schwächte sich die Baukonjunktur im zweiten Quartal ab: Der Umsatz
lag um 3,1 % unter dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Für den Juni
meldeten die Bauunternehmen einen Umsatzrückgang von nominal 3,8 %.
Der Auftragseingang lag aber noch um nominal 2,7 % über dem Niveau
des Vorjahresmonats. Preisbereinigt verzeichneten die
Auftragseingänge allerdings einen Rückgang von 2,4 %.

Der Wirtschaftsbau bewegt sich weiterhin auf Expansionskurs: Der
Umsatz lag im Juni um 3,2 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Für
den gesamten Zeitraum von Januar bis Juni meldeten die Unternehmen
ein Plus von 9,5 %. Auch für die nächsten Monate sind die
Auftragsbücher gefüllt: Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr um
16,3 % über dem Vorjahrszeitraum. Im Juni hat die Baukonjunktur im
Wirtschaftsbau sogar noch an Fahrt gewonnen: Die Unternehmen meldeten
einen Orderanstieg von 17,6 %.

Demgegenüber ist der Wohnungsbau regelrecht eingebrochen. Der
Umsatz lag im Juni um 13,9 % unter dem Wert des Vorjahresmonats. Der
seit April zu beobachtende Rückgang konnte auch vom guten ersten
Quartal nicht ausgeglichen werden: Das erste Halbjahr schließt mit
einem Minus von 1 %. Die Auftragseingänge lagen um 4,1 % unter dem
Wert des ersten Halbjahres 2006. Die Zahl der Baugenehmigungen von
Wohnungen in neuen Wohngebäuden ist in den ersten fünf Monaten dieses
Jahres sogar um 41,6 % zurückgegangen.

Auch der Öffentliche Bau entwickelte sich im Juni unbefriedigend:
Der Umsatz ist um 0,7 % und die Auftragseingänge sogar um 6,8 %
zurückgegangen. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf den
Straßenbau zurückzuführen: Die Straßenbauer meldeten ein Umsatzminus
von 4,6 %, der Auftragseingang ging sogar um 10,8 % zurück. Aufgrund
der guten Witterung Anfang des Jahres konnten viele Aufträge
vorzeitig abgearbeitet werden. Wenn diese Entwicklung anhält, droht
dem Straßenbau eine Auftragslücke. Noch wird die Entwicklung aber
durch das gute erste Quartal beeinflusst: Der Umsatz lag im ersten
Halbjahr um 7,8 % und die Auftragseingänge um 6,7 % über dem
Vorjahreszeitraum. Insgesamt meldete die Unternehmen für den
Öffentlichen Bau ein Plus von 6,8 % bzw. 5,2 %.

Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/24058
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_24058.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de
 
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