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Videospiele boomen weiter: Briten daddeln mehr als Deutsche

Geschrieben am 16.08.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

PwC-Studie: Branchenumsatz steigt in Deutschland bis 2011 um
jährlich knapp 10 Prozent / Europäischer Spielemarkt wächst
weltweit am stärksten / Online-Spiele auf dem Vormarsch

Der deutsche Video- und Computerspielemarkt wird in den kommenden
Jahren überdurchschnittlich wachsen. Von 2007 bis 2011 wird der
Umsatz mit Spielen für Konsolen, PCs, Mobiltelefone und andere
portable Geräte um jährlich 9,7 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar
steigen, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft
PricewaterhouseCoopers (PwC) im aktuellen "Global Entertainment and
Media Outlook: 2007-2011" prognostiziert. Die am 23. August in
Leipzig beginnende Games Convention, Europas größte Messe für
interaktive Unterhaltung, wird das Interesse und die Aufmerksamkeit
für Computer- und Videospiele zusätzlich erhöhen.

"Die Spieleindustrie profitiert in Deutschland von der wachsenden
Verbreitung schneller DSL-Internetzugänge, die technisch
anspruchsvolle Online-Spiele erst möglich machen", betont Frank
Mackenroth, Leiter der Branchengruppe Entertainment and Media von PwC
in Deutschland. Allerdings wachsen die Umsätze in anderen
europäischen Ländern, insbesondere auf dem dominierenden britischen
Spielemarkt, schneller. Hauptursachen sind die geringere Verbreitung
von Spielkonsolen und die strengeren Jugendschutzbestimmungen beim
Verkauf von Computerspielen in Deutschland.

Briten halten Highscore

Der Umsatz der Videospieleindustrie in der Region Europa, Naher
Osten und Afrika (EMEA) wird bis 2011 um durchschnittlich 10,2
Prozent zulegen und damit schneller wachsen als in den USA (6,7
Prozent) oder Asien (10 Prozent). Lag das europäische Marktvolumen im
Jahr 2006 bei gut 9,4 Milliarden US-Dollar, dürfte es 2011 knapp 15,4
Milliarden US-Dollar erreichen. Zum Vergleich: In Asien wird der
Branchenumsatz voraussichtlich auf über 18,8 Milliarden US-Dollar, in
den USA auf knapp 12,5 Milliarden US-Dollar steigen.

Innerhalb Europas ist Deutschland mit einem Umsatz von gut 2,1
Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 derzeit der zweitgrößte
Spielemarkt, gefolgt von Frankreich mit knapp 1,5 Milliarden
US-Dollar. Den Highscore hält das Vereinigte Königreich mit einem
Branchenumsatz von annähernd 2,8 Milliarden US-Dollar. An dieser
Konstellation wird sich bis 2011 voraussichtlich nichts ändern: Der
britische Markt wächst mit jahresdurchschnittlich 11,2 Prozent
europaweit am schnellsten, während die Zuwächse in Frankreich mit
jährlich 10,2 Prozent nur leicht höher ausfallen als in Deutschland
(9,7 Prozent).

Online-Spiele fordern Konsolen heraus

In Europa bleiben Videospiele für Konsolen wie die Sony
Playstation, Microsofts Xbox oder für Nintendos Wii der wichtigste
Umsatzträger der Branche. Die Zahl der verkauften Titel wird zwischen
2006 und 2011 von 148 Millionen auf über 200 Millionen steigen. Die
Erlöse aus Lizenzen und Abo-Gebühren für Online-Spiele wachsen aber
deutlich schneller als der Umsatz aus dem Verkauf herkömmlicher,
nicht über das Internet spielbarer Titel. Der Trend der kommenden
Jahre wird weiterhin sein, neue Zielgruppen mit auf deren Interessen
zugeschnittenen Spielen anzusprechen und für das Spielen zu
begeistern.

Im Jahr 2006 erreichte der Umsatz aus dem Verkauf von
Konsolen-Spiele europaweit gut 5,3 Milliarden US-Dollar, während
Spiele für den PC knapp 1,5 Milliarden US-Dollar beisteuerten,
Online-Spiele knapp 1,2 Milliarden US-Dollar und Spiele für
Mobiltelefone gut 1,4 Milliarden US-Dollar. In fünf Jahren dürften
Konsolenspiele mit 7,3 Milliarden US-Dollar noch immer den größten
Umsatzanteil für sich verbuchten, auf Online-Spiele entfallen dann
aber bereits knapp 3,6 Milliarden US-Dollar und auf Handyspiele gut
3,1 Milliarden US-Dollar.

Auch der Anteil der Konsumenten, die ihren
Breitband-Internetzugang für Spiele nutzen, steigt stetig. Hatten
2002 nicht einmal fünf Prozent der Nutzer mit Breitbandanschluss ein
Abonnement für Online-Spiele abgeschlossen, waren es 2006 bereits
fast zehn Prozent. Bis 2011 wird dieser Wert auf über 15 Prozent
steigen. "Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht verwunderlich,
dass alle Konsolenhersteller bei den Modellen der neuesten Generation
auf Online-Features großen Wert legen", erläutert Mackenroth.

Redaktionshinweis:

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist
in Deutschland mit 8.100 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von
rund 1,2 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für
nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet
Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie
in den Bereichen Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung
(Advisory).

Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8664
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Christiane Jungfleisch
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Corporate Communications / Presse
Tel.: (069) 95 85 - 15 64
E-Mail: christiane.jungfleisch@de.pwc.com

Frank Mackenroth
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Technology, Information, Entertainment & Media
Tel.: (040) 63 78 - 13 09
E-Mail: frank.mackenroth@de.pwc.com
 
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