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Allianz pro Schiene befürchtet Katastrophen wie in Minneapolis "Monstertrucks überfordern die Infrastruktur"

Geschrieben am 13.08.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Berlin. Eine Zulassung so genannter Gigaliner
könnte nach Einschätzung der Allianz pro Schiene in Deutschland zu
ähnlichen Katastrophen wie dem Brückeneinsturz in Minneapolis (USA)
führen. "Monstertrucks bringen langfristig mehr Verkehr auf die
Straße und überfordern die Infrastruktur", warnt Allianz pro
Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege vor den bis zu 25,25 Meter langen
und bis zu 60 Tonnen schweren Riesen-Lkw. Nach Presseberichten weisen
US-Verkehrsexperten anlässlich des Unglücks in Minneapolis darauf
hin, dass das Verkehrsvolumen, für das Brücken und Autobahnen in den
USA ursprünglich gebaut wurden, bereits bei weitem überschritten ist.
In einer aktuellen Studie der Amerikanischen Vereinigung der
Landesautobahnen (AASHTO) wurde der Zusammenhang zwischen der
Achslast und den Fahrbahnschäden berechnet. Das Ergebnis: Bei einer
Steigerung des Lkw-Gewichts um 25 Prozent steigt die Belastung der
Verkehrsbauten um 300 Prozent.

Auch in Deutschland sprengt das Verkehrsvolumen die Kapazitäten.
Für die Einführung der in Deutschland aktuell diskutierten überlangen
Variante (48-Tonner bzw. 60-Tonner mit bis zu 25,25 Metern Länge)
haben unabhängige Gutachter eine Verlagerung von bis zu 55 Prozent
des Schienenverkehrs auf die Straße berechnet. Dirk Flege: "Ohne ein
Verbot der Monstertrucks ist der Verkehrskollaps auf unseren Straßen
nicht aufzuhalten. Wer jetzt für 48-Tonner mit Überlänge plädiert,
wird morgen den 60-Tonner und übermorgen den 80-Tonner auf unsere
Straßen lassen. Eine Katastrophe für Mensch und Natur."

In Deutschland bröckelt die Front der Befürworter von Riesen-Lkw
weiter. Der Vorsitzende der Landesverkehrsministerkonferenz und
Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre (CDU), sagte
der Nachrichtenagentur ddp heute, dass die Anfang Juli beendeten
Feldversuche in seinem Bundesland nicht fortgesetzt werden. Die
überlangen Fahrzeuge seien für Kreuzungen und Kreisverkehre nicht
geeignet. Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen könnten sie kaum nutzen.
Im Oktober werden die Verkehrsminister der Länder auf ihrer Konferenz
über die Zulassung von Monstertrucks in Deutschland entscheiden.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur
Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In
dem Bündnis haben sich 16 Non-Profit- Verbände zusammengeschlossen:
die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde
Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die
Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET,
GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und
VDEI. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen
Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 77
Unternehmen der Bahnbranche.

Originaltext: Allianz pro Schiene
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/25257
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_25257.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
Allianz pro Schiene
Maren Herbst
Telefon: +49(0)30-2462599-20
Maren.Herbst@allianz-pro-schiene.de
 
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