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Axel Springer baut digitales und internationales Geschäft aus

Geschrieben am 08.08.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Umsatz steigt um 3,1 Prozent / EBITA-Rendite von
14,7 Prozent / Rund ein Fünftel des Umsatzes im Ausland erzielt /
Konsequente Digitalisierung

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres erreichte die
Axel Springer AG einen deutlichen Umsatzzuwachs. Gleichzeitig setzte
das Unternehmen seine Strategie der Digitalisierung und der
Internationalisierung durch Akquisitionen und durch Investitionen in
bestehende Aktivitäten fort. Axel Springer steigerte den
Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten um 3,1 Prozent auf EUR
1.208,5 Mio. (Vj.: 1.172,7 Mio.). Getragen wurde dieses Wachstum vor
allem durch die internationalen Aktivitäten des Konzerns. So legte
der Auslandsumsatz um 25,9 Prozent auf EUR 233,9 Mio. zu (Vj.: 185,8
Mio.) und erreichte mit einem Anteil von 19,4 Prozent am
Konzernumsatz einen neuen Höchststand.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Firmenwertabschreibungen (EBITA) erreichte mit EUR 177,8 Mio. das
Niveau des Vorjahreszeitraums, obwohl in der Berichtsperiode höhere
Anlaufverluste anfielen. Die EBITA-Rendite betrug 14,7 Prozent. Der
Periodenüberschuss lag mit EUR 88,8 Mio. unter dem Wert des
Vorjahreszeitraums (111,4 Mio.), in dem Axel Springer einen Gewinn
aus einem Zinssicherungsgeschäft in Höhe von EUR 22,4 Mio. verbucht
hatte. Das Ergebnis je Aktie erreichte EUR 2,75 nach EUR 3,54 im
Vorjahr.

Dr. Mathias Döpfner, Vorsitzender des Vorstands der Axel Springer
AG, sagte: "Unser Ziel ist klar: Wir werden Axel Springer zu einem in
Europa führenden, multimedial integrierten Print-, Online- und
TV-Unternehmen weiterentwickeln. Auf diesem Weg sind wir im ersten
Halbjahr 2007 erneut sehr gut vorangekommen. Die Digitalisierung
unseres Geschäfts haben wir mit sorgfältig vorbereiteten
Akquisitionen und mit beachtlichen Investitionen in bestehende
Aktivitäten vorangetrieben."

Döpfner fügte hinzu: "Für die digitale Zukunft sind wir besser
gerüstet als viele reine Online-Unternehmen, denn wir richten unsere
Digitalisierungsstrategie genau an den Kernkompetenzen aus, die Axel
Springer seit Jahrzehnten prägen: an Inhalten, Marken und
Zielgruppen, an der Kompetenz zur Vermarktung sowie an der im
Rubrikengeschäft bewiesenen Fähigkeit, Marktplätze zu schaffen. Das
Online-Geschäft verstehen wir dabei nicht als eigenständiges
Geschäftsfeld. Es geht vielmehr darum, alle starken Marken, Inhalte
und Geschäftsmodelle zu digitalisieren. Dazu bedarf es auch einer
Veränderung in den Köpfen: Bei Axel Springer ist jeder Mitarbeiter
für die Digitalisierung zuständig, denn Digitalisierung findet
überall statt."

Axel Springer weist im Halbjahresbericht erstmals
Pro-Forma-Umsätze aus Onlinegeschäften aus. Um dem Markt eine
Einschätzung der Umsatzentwicklung aller entsprechenden Aktivitäten
des Konzerns zu ermöglichen, wurden die Umsätze der bestehenden
Aktivitäten, der neu erworbenen Gesellschaften idealo und wallstreet
online sowie der ab dem dritten Quartal 2007 zu konsolidierenden
Tochtergesellschaften zanox (quotal zu 60 Prozent) und auFeminin auf
Basis ungeprüfter Finanzinformationen rückwirkend ermittelt. Im
ersten Halbjahr 2007 stiegen diese Pro-Forma-Erlöse aus bestehenden
und akquirierten Onlinegeschäften um 50 Prozent auf rund EUR 102 Mio.
(Vj.: rd. 68 Mio.).

Axel Springer ist zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr einen
Pro-Forma-Umsatz aus den bisherigen und neu erworbenen
Online-Aktivitäten in Höhe von mehr als EUR 200 Mio. erreichen und
diesen bis 2010 mehr als verdoppeln zu können.

Die Finanzlage des Konzerns wurde im ersten Halbjahr maßgeblich
durch höhere Investitionen beeinflusst. Axel Springer investierte im
Berichtszeitraum insgesamt EUR 532,2 Mio. (Vj.: 17,8 Mio.), wovon EUR
16,7 Mio. auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen entfielen. Die Investitionen in konsolidierte
Tochterunternehmen und Beteiligungen in Höhe von EUR 515,4 Mio.
betrafen im Wesentlichen die Jean Frey AG, die wallstreet:online AG
bzw. wallstreet:online capital AG sowie die Beteiligung an Dogan TV.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich
akquisitionsbedingt auf EUR -510,6 Mio. (Vj.: -13,2 Mio.). Der
Konzern steigerte den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von
EUR 121,0 Mio. auf EUR 149,6 Mio.

Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds durch den Saldo
der Cashflows um EUR 354,3 Mio. und lag zum Halbjahresende bei EUR
233,5 Mio. (31.12.2006: 588,7 Mio.) Im gleichen Zeitraum erhöhte sich
die Finanzverbindlichkeiten aufgrund der Inanspruchnahme der
Kreditlinie auf EUR 227,8 Mio. (31.12.2006: 111,3 Mio.) so dass Axel
Springer die Nettoliquidität von EUR 477,4 Mio. zum Jahresende 2006
auf EUR 5,8 Mio. zum 30.06.2007 reduzierte. Die Eigenkapitalquote lag
zum 30.06.2007 mit 54,8 Prozent (31.12.2006: 57,5 Prozent) nach wie
vor auf einem hohen Niveau.

Nach dem ersten Halbjahr zeigte sich der Vorstand mit Blick auf
das Gesamtjahr zuversichtlich und präzisierte die Ergebnisprognose.
Abhängig von der weiteren Marktentwicklung und trotz weiterhin hoher
Belastung durch Anlaufverluste geht der Vorstand nun davon aus, dass
das EBITA das um den Ertrag aus der Kirch-Insolvenz bereinigte
Rekordniveau des Jahres 2006 wieder erreichen wird. Unverändert
erwartet der Vorstand beim Umsatz eine leichte Steigerung der
Anzeigen- und Vertriebserlöse.

Auslandsgeschäft treibt Wachstum bei Vertriebs- und
Anzeigenerlösen

Im ersten Halbjahr 2007 steigerte Axel Springer sowohl die
Anzeigen- als auch die Vertriebserlöse. Die Vertriebserlöse legten um
1,4 Prozent auf EUR 585,1 Mio. (Vj.: 577,3 Mio.) zu. Zu diesem
Anstieg trugen vor allem die Titel der zum 1. Januar 2007 erworbenen
Jean Frey AG, die polnische Qualitätszeitung DZIENNIK sowie die Titel
in Ungarn und Russland bei.

Im Werbemarkt steigerte Axel Springer die Anzeigenerlöse von EUR
511,7 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 515,9 Mio. Wesentliche
Beiträge zu diesem Umsatzwachstum kamen von der Jean Frey AG, dem
HAMBURGER ABENDBLATT, DZIENNIK und den Titeln in Russland.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete Axel Springer bei den Übrigen
Erlösen, die sich von EUR 83,7 Mio. auf EUR 107,5 Mio. erhöhten.
Neben einem Anstieg der Handelswarenerlöse in Polen war die positive
Entwicklung auf die Neukonsolidierung der Gesellschaften Idealo und
Smarthouse zurückzuführen.

Expansion in den Markt für Postdienstleistungen

Im Juni 2007 schloss die Axel Springer AG Vereinbarungen mit den
Mitgesellschaftern WAZ-Mediengruppe, der Verlagsgruppe Georg von
Holtzbrinck und der Rosalia AG über den Erwerb der Mehrheit an dem
Briefdienstleister PIN Group AG. Die PIN Group ist der größte
Wettbewerber der Deutschen Post im inländischen Briefgeschäft. Durch
die Transaktionen, die im Juli vollzogen wurden, erhöht sich der
Anteil der Axel Springer AG von bisher 23,5 Prozent auf zunächst 71,6
Prozent.

Mit der Mehrheitsübernahme bei der PIN Group AG investiert Axel
Springer in ein wachstumsstarkes Unternehmen, das sehr gut
positioniert ist, um sich durch Marktanteilsgewinne im Briefgeschäft
eine starke und profitable Marktposition zu sichern. Axel Springer
beabsichtigt, das Postgeschäft neben dem Inhaltegeschäft in Print und
Online zu einer weiteren starken Säule von Axel Springer zu
entwickeln.

Digitale Wachstumsoffensive im zweiten Quartal fortgesetzt

Axel Springer setzte den Expansionskurs der ersten drei Monate im
zweiten Quartal konsequent fort. Neben der Übernahme der Mehrheit an
der PIN Group AG standen Investitionen und Akquisitionen zum Ausbau
der digitalen Geschäftsaktivitäten sowie Zukäufe im Ausland im
Mittelpunkt. Der Konzern führte seine digitale Wachstumsoffensive mit
konsequenter Orientierung auf drei Kernkompetenzen fort: der
Kernkompetenz Inhalte, Marken und Zielgruppen, der Kernkompetenz
Vermarktung und der Kernkompetenz Rubriken-Marktplätze.

Die Kernkompetenz Inhalte, Marken und Zielgruppen stärkte Axel
Springer im ersten Halbjahr unter anderem durch substanzielle
Investitionen in bild.t-online.de, welt online und computerbild.de.
Alle drei Angebote konnten sowohl Visits als auch Seitenabrufe im
Berichtszeitraum deutlich steigern. bild.t-online.de startete einen
umfassenden Innovationsprozess, der sich vor allem mit dem Ausbau des
redaktionellen Angebotes in mehreren Phasen befassen soll. Im
Themenbereich TV gründete Axel Springer die Axel Springer Digital TV
Guide GmbH.

Über die bereits zum Ende des ersten Quartals berichteten
Mehrheitsbeteiligungen an der wallstreet:online AG (50,1 Prozent),
der wallstreet:online Capital AG (75 Prozent) und hamburg.de GmbH &
Co. KG (51 Prozent) hinaus beteiligte sich Axel Springer im Juni an
auFeminin.com. AuFeminin.com ist das führende europäische
Internetportal für Frauen und belegt in Frankreich, Deutschland,
Italien, Spanien, Belgien und der Schweiz die Spitzenposition und ist
in Großbritannien die Nummer 2 unter den Frauenportalen. Mit den
Gründern des Unternehmens traf Axel Springer eine verbindliche
Vereinbarung zum Erwerb von 41,4 Prozent der Aktien. Die Transaktion
wurde zwischenzeitlich vom Bundeskartellamt ohne Auflagen genehmigt.
Axel Springer bereitet derzeit ein Pflichtangebot zu einem Preis von
EUR 32 je Aktie für alle noch ausstehenden Aktien von auFeminin.com
vor, dass im vierten Quartal 2007 abgeschlossen werden soll.

Mit Blick auf die Vermarktungskompetenz im Online-Geschäft machte
Axel Springer im zweiten Quartal einen wichtigen Schritt. Im Mai
kündigte der Konzern gemeinsam mit der Schweizer PubliGroupe den
Erwerb der in Berlin ansässigen zanox.de AG an. Mit der Akquisition
des führenden Dienstleisters für erfolgsbasiertes
Online-Marketing (Multichannel-Commerce) baut Axel Springer seine
Aktivitäten im internetbasierten Vertrieb durch innovative Angebote
aus und sichert sich den Zugang zu einer leistungsfähigen und
erprobten Technologieplattform in einem schnell wachsenden
Marktsegment. zanox bietet werbetreibenden Unternehmen,
E-Commerce-Anbietern und Online-Shop-Betreibern eine internetbasierte
Plattform für den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen über
unterschiedliche Kanäle.

Die Kernkompetenz Rubriken und Marktplätze stärkte Axel Springer
im ersten Halbjahr unter anderem durch intensive Marketingaktivitäten
von immonet.de und Erweiterungen der Angebote von autobild.de.
Immonet erwarb im Juni wohnfinder.de, den Marktführer in den
Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Stepstone
übernahm im ersten Halbjahr das österreichische Jobportal
jobfinder.at und baute damit seine starke Marktposition im
deutschsprachigen Raum deutlich aus.

Diese Presseinformation (auch in englischer Sprache), die
Konzernkennzahlen, sowie der vollständige Halbjahresfinanzbericht
sind unter www.axelspringer.de abrufbar: Bereich
"Presse-Service">"Presse-Lounge.

Originaltext: Axel Springer AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6338
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_6338.rss2
ISIN: DE0005501357

Pressekontakt:
Edda Fels
Tel: + 49 (0) 30 25 91-7 76 00
edda.fels@axelspringer.de
 
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