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Öffnet sich der ungarische Telekommunikationsmarkt für neue Marktteilnehmer?

Geschrieben am 03.08.2007 - [Nächster Artikel]

München/Budapest (ots) - Die Versorgung mit
Telekommunikationsdiensten in Ungarn hat sich innerhalb weniger Jahre
von einer Mangelverwaltung zu einem kompetitiven Markt mit westlichen
Standards entwickelt. Hohe ausländische Investitionen in eine
überschaubare Anzahl von Festnetz- und Mobilfunkunternehmen anstatt
eines Wettbewerbs von vielen kleinen und mittelgroßen Anbietern haben
den Markt direkt von einem Monopol in ein Oligopol verwandelt. Aus
Sicht potenzieller neuer Marktteilnehmer war der ungarische
Telekommunikationsmarkt bislang ein "Closed Shop". In Zukunft jedoch
wird sich die Wettbewerbssituation deutlich verschärfen. Dies ist das
Ergebnis einer aktuellen Studie von goetzpartners und Consolidus, die
den ungarischen Telekommunikationsmarkt einer detaillierten Analyse
unterzogen haben. Getrieben von stagnierenden oder sogar sinkenden
Penetrationsraten und einer anhaltenden Deregulierung werden
Festnetz-, Mobilfunk-, aber auch Kabelunternehmen gezwungen, ihre
angestammten Märkte zu verlassen und mit Konvergenz- und
Substitutionsprodukten neue Marktpotenziale zu erschließen - der
Wettbewerb in den jeweils anderen Marktsegmenten wird sich dadurch
weiter verschärfen.

Mit 10,1 Millionen Einwohnern und einem Bruttosozialprodukt von
88,9 Milliarden Euro zählt Ungarn zu den größeren osteuropäischen
Märkten. Bis zum EU-Beitritt im Mai 2004 war der ungarische
Telekommunikationsmarkt kaum zugänglich. Im Zuge der politischen
Öffnung des Landes wurde er sukzessive liberalisiert; die staatliche
Telefongesellschaft wurde privatisiert. Dies zog zahlreiche
internationale Investoren wie die Deutsche Telekom, Telenor,
Vodafone, Tele Danmark und UPC an, die signifikant in die ungarische
Telekommunikationsinfrastruktur investiert haben. Heute haben
Penetration und Servicestandards westeuropäisches Niveau erreicht:
ungarische Haushalte geben 3,8% ihres Einkommens für
Telekommunikationsservices aus.

Der Wettbewerb beschränkt sich momentan jedoch auf drei bis vier
relevante Anbieter in den verschiedenen Marktsegmenten. Der größte
unter ihnen, Magyar Telekom, verfügt über Marktanteile von 79% im
Festnetz-, 44% im Mobilfunk-, 19% im Kabel- und 43% im
Internet-Bereich.

Zukünftig jedoch wird der Wettbewerb zunehmen, wie goetzpartners
und Consolidus in ihrer gemeinsamen Studie herausgefunden haben. Der
Festnetzmarkt schrumpft, der Mobilfunkmarkt ist fast gesättigt und
das Wachstumspotenzial für Breitband-Internetdienste ist aufgrund der
eingeschränkten PC-Durchdringung limitiert. In dieser Situation
suchen die Diensteanbieter in Ungarn nach neuen Wachstumsfeldern, die
sich insbesondere durch neue Internet- und Mobilfunktechnologien
ergeben. "Neue Mobiltechnologien werden bestehende Marktstrukturen
maßgeblich beeinflussen", so Armin Raffalski, Partner bei
goetzpartners Management Consultants. "Von 2002 bis 2005 hat sich die
Penetrationsrate im Festnetzbereich um 10% auf 87% verringert. Neue
Technologien wie UMTS, EDGE und WiMAX werden den Wettbewerb
ankurbeln, weil sie für etablierte und teilweise auch für neue
Anbieter im Mobilfunkmarkt neue Geschäftsmodelle ermöglichen".

Dabei werden etablierte Marktstrukturen durch neue Anbieter wie
Skype sowie durch neue Geschäftsmodelle etablierter Anbieter wie z.B.
Triple-Play-Angebote von UPC oder Magyar Telekom aufgebrochen.
"Magyar Telekom, der führende Anbieter im ungarischen
Telekommunikationsmarkt, hat seine Mobilfunksparte in den Konzern
integriert und bietet jetzt Festnetz-, Mobil- und Internetservices
aus einer Hand an. Diese Restrukturierung steht für eine absolute
kundenorientierte Ausrichtung, im Gegensatz zum bisher technologisch
getriebenen Ansatz.", so Zoltán Zsoldos, Managing Director von
Consolidus.

Wenngleich die sich abzeichnenden Marktveränderungen grundsätzlich
auch Chancen für neue Marktteilnehmer bieten, gehen goetzpartners und
Consolidus davon aus, dass sich die bestehenden Marktstrukturen
weiter verfestigen werden. Markteintrittschancen ergeben sich demnach
nur, wenn der ungarische Regulierer neue Geschäftsmodelle ermöglicht
(z.B. DSL Resale) oder einer der etablierten internationalen Anbieter
den Markt verlässt (wie die Swisscom, die ihre Anteile an Antenna
Hungária verkauft hat).

Über goetzpartners

goetzpartners zählt mit rund 150 Professionals und Büros in
München, Düsseldorf, Frankfurt, London, Paris, Madrid und Prag sowie
Kooperationspartnern in Budapest, Moskau, Bangalore und Mumbai zu den
führenden unabhängigen Beratungsunternehmen in Europa. Durch die
Kombination umfassender Expertise aus den Bereichen Corporate Finance
(goetzpartners Corporate Finance GmbH), Management Consulting
(goetzpartners Management Consultants GmbH) und Interimsmanagement
(goetzpartners Interim Managers GmbH) verbindet goetzpartners
herausragende Funktionalexpertise mit einem einzigartigen
Marktzugang. goetzpartners steht für innovative Beratungsansätze und
maßgeschneiderte Ergebnisse, die auf Augenhöhe mit den Kunden
erfolgreich umgesetzt werden.

Über Consolidus

Consolidus Business Consulting Ltd. ist eine ungarische
Beratungsgesellschaft, die Corporate Finance und Management
Consulting Leistungen anbietet. Consolidus fokussiert sich hierbei
auf Strategieberatung, strategische Due Diligence, Kostenoptimierung,
Organisationsstrategien, Restrukturierung sowie die Optimierung von
Einkaufs- und Immobilienmanagement.

Originaltext: goetzpartners MANAGEMENT CONSULTANTS
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59945
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_59945.rss2

Pressekontakt:
Für goetzpartners:
Manuela Nikui
Tel.: +49 89 29 07 25-117
nikui@goetzpartners.com

Für Consolidus:
Andras Kapolnai
Tel.: +36 30 2 01 84 26
kapolnai.andras@consolidus.com
 
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