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1860-Presseservice: Löwen gegen FCB - Stadtderby in der Regionalliga
Geschrieben am 01.08.2007 - [Nächster Artikel] |
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München (ots) - Für U23-Coach Uwe Wolf ist das Derby gegen den FC Bayern München II am Freitag, 3. August, 19 Uhr im Grünwalder Stadion, etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil es sein erstes als Trainer ist, zum anderen wegen seines Pendants auf der Bayern-Bank. "Hermann Gerland war mein Entdecker. Er hat mich 1989 vom Südwest-Oberligisten SV Edenkoben zum 1. FC Nürnberg geholt. Ich freue mich, ihn wiederzusehen", erklärt Wolf.
Die Wiedersehensfreude soll sich aber nur auf die Zeit vor und nach dem Spiel beschränken. Gastgeschenke an seinen Mentor wird es keine geben. "Wir haben ein Heimspiel und wollen den hoffentlich zahlreichen Fans herzerfrischenden und leidenschaftlichen Fußball zeigen." Und natürlich die drei Punkte an der Grünwalder Straße behalten. Schließlich blieb sein Team beim Punktspielauftakt bei den Sportfreuden Siegen (0:1) ohne Zähler. "Außer dem Ergebnis war alles gut", so der 39-jährige Coach. "Die spielerische Leistung, das Tempo und die kämpferische Einstellung haben gestimmt. Wir hatten den Gegner in der 2. Halbzeit am Boden." Was fehlte war der "Killerinstinkt". Aber vielleicht haben sich die kleinen Löwen diesen fürs Derby aufgehoben ...
"Es wäre schön, wenn gegen die Bayern der Knoten platzen würde", hofft Wolf, der von einem ganz besonderen Flair beim Stadtderby spricht. "Es ist ein Flutlichtspiel, das Grünwalder Stadion wird gut gefüllt sein und die Temperaturen stimmen auch - was will man als Fußballer mehr!" Schon die Woche über hätte er im Training gemerkt, dass sich die Mannschaft auf dieses Spiel freut. "Alle sind hochkonzentriert."
Zusammen mit seinem Assistenten Klaus Koschlick hat Wolf am vergangenen Samstag die kleinen Bayern beim 0:0 im Grünwalder Stadion gegen den SSV Reutlingen beobachtet. Neue Kenntnisse hat er dabei nicht gewinnen können. "Reutlingen war sehr gut organisiert, für die Bayern war es schwer, durchzukommen." Am Freitag rechnet Wolf mit einer intensiven Partie. "Aber wir können positiv und selbstbewusst ins Spiel gehen", sagt der Pfälzer, "egal, wer beim Gegner in der Startaustellung steht." "Supertalent" Toni Kroos und Sandro Wagner, der im Ligapokal der Profis gegen den Meister VfB Stuttgart beim 2:0-Erfolg einen Treffer erzielte, spielten am Dienstagabend beim Abschiedsspiel für Lukas Podolski in Köln noch 90 Minuten durch, Verteidiger Stefano Celozzi wurde eingewechselt. Wolf: "Egal, ich denke Bayern hat eine starke Mannschaft und der ein oder andere Spieler aus dem Profikader wird bestimmt noch für die U23 abgestellt."
Spielerisch zählen beide Teams ohnehin zu den besten der Regionalliga Süd. Deswegen wird wohl im Derby den Ausschlag geben, wer aggressiver, leidenschaftlicher und mit der höheren Laufbereitschaft spielt. "Das sind Tugenden, die jeder Spieler, der das Trikot von Sechzig trägt, verinnerlichen muss", sagt Wolf. Er selbst hat dies als Profi immer vorgelebt. "Man kann mal ein schlechtes Spiel machen, aber die Mannschaft muss über 90 Minuten alles geben. Dann kann man ihr auch Niederlagen verzeihen", so sein Credo.
Löwen-Kapitän Manuel Duhnke schätzt die Einstellung seines Coaches. "Er ist wie Marco Kurz ein moderner Trainer, versucht viel individuell zu trainieren und kann uns gut motivieren. Wir haben viel Spaß im Training, ohne dass die Ernsthaftigkeit fehlt." Noch etwas verbindet den 19-Jährigen mit seinem Coach. Er feiert genau eine Woche nach dem Derby, am 10. August, seinen 20. Geburtstag. Am gleichen Tag wird Wolf 40. Beide sind im Sternzeichen Löwe geboren.
Die Wahl zum Spielführer, so der gebürtige Unterfranke, sei für ihn überraschend gekommen, "weil ich noch relativ jung bin". Aber neben dem zehn Jahre älteren Ralf Schmitt, seinem Vertreter, ist er einer der wenigen, der schon länger in der Löwen-U23 spielt. "Wir ergänzen uns sehr gut, Ralf hat die nötige Erfahrung, ihn kann ich immer fragen. Für mich ist es eine Ehre, Kapitän einer so jungen Truppe zu sein."
Wie sein Coach ärgerte sich auch Duhnke beim Regionalliga-Auftakt in Siegen über die mangelhafte Chancenverwertung. "Aber es gehört auch zur Qualität einer Mannschaft, dass sie die Tore macht. Wir müssen jetzt gegen die Bayern nachziehen und punkten", gibt er sich kämpferisch. Über die Aufstellung des Gegners macht er sich wenig Gedanken. "Bei U23-Teams weiß man immer erst wer spielt, wenn der Spielbogen geschrieben ist. Das ist bei uns nicht anders. Aber wir kennen uns", sagt Duhnke.
"Beim Derby am Freitag gegen die Sechziger werden wir eine andere Aufstellung haben und ein stärkeres Team stellen", hatte FCB-Coach Gerland bereits nach dem Reutlingen-Spiel angekündigt. Neben seinem Kapitän Thomas Linke wird vielleicht der zweite routinierte Neuzugang, Vitus Nagorny, auflaufen. Der vom Ligakonkurrenten SV Elversberg verpflichtete Torjäger musste zuletzt wegen einer Bänderverletzung pausieren. Im Derby könnte er dem Angriff die nötige Durchschlagskraft verleihen. Christian Lell, Marcell Jansen, Mats Hummels, Andreas Ottl und Stephan Fürstner aus dem Profikader sind weitere Kandidaten. Für die kleinen Bayern könnte es von Vorteil sein, dass die Profis im Pokal erst am Montagabend in Burghausen ran müssen.
"Wir müssen unsere Leistung gegen Siegen abrufen und nochmals eine Schippe drauflegen", gibt Kapitän Duhnke als Losung aus, um nach den zwei Unentschieden aus der Vorsaison endlich mal wieder einen Derby-Erfolg feiern zu können. "Ich denke, dass uns ein paar tausend Fans unterstützen werden. Abendspiele auf dem Giesinger Berg - das ist etwas ganz Besonderes. Es ist eben eine Kultstätte", so der Youngster.
Originaltext: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52307 Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_52307.rss2
Pressekontakt: Rückfragen bitte an: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA Robert Hettich Leiter Medien/Kommunikation Telefon: 089/642785131 robert.hettich@tsv1860muenchen.de
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