Berlin (ots) - Die Münchner Staatsanwaltschaft hat noch keine Kenntnis von schwarzen Kassen in anderen Bereichen des Siemens- Konzerns. Im Quartalsbericht berichtet der Münchner Technologiekonzern unter dem Stichwort "Legal Proceedings" von fragwürdigen Zahlungen über ein Liechtensteiner Konto. "Wir wissen nicht, was Siemens damit gemeint hat", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld dem Tagesspiegel (Freitagausgabe). "Das macht uns neugierig." Die Staatsanwaltschaft wisse inzwischen von mehreren schwarzen Kassen im Konzern, aber sie seien alle aus dem Kommunikationsbereich Com. "Wir bleiben am Ball", sagte Schmidt-Sommerfeld. Derzeit arbeite die Staatsanwaltschaft jedoch vorrangig an der Vorbereitung der ersten Anklage. Noch im Laufe dieses Jahres will die Ermittlungsbehörde einen ersten Teilaspekt der gesamten Untersuchung zur Anklage bringen.
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