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Die Hälfte der Mittelständler findet Rating nützlich / Für knapp 40 Prozent der Unternehmer hat sich das Verhältnis zur Hausbank durch das Rating verbessert

Geschrieben am 26.07.2007 - [Nächster Artikel]

Köln (ots) - 26. Juli 2007 - Die seit Jahresbeginn im Rahmen von
Basel II vorgesehenen Bonitätsprüfungen werden von mittelständischen
Unternehmen konträr bewertet. Nach den Ergebnissen der größten
deutschen Mittelstandsstudie "MIND - Mittelstand in Deutschland", die
der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) gemeinsam mit dem
Wirtschaftsmagazin 'impulse' regelmäßig durchführt, hat sich der
Ratingprozess für die eine Hälfte der über 500 befragten Firmenchefs
nicht gelohnt. Die andere Hälfte der Firmenchefs kann dagegen konkret
benennen, warum das Rating für ihr Unternehmen von Nutzen war.

Gut zwei Drittel (68,6 Prozent) der Rating-Profiteure führten
günstigere Kredit-Konditionen als Vorteil an, 56,8 Prozent nannten
den leichteren Zugang zu Krediten. Für 44,1 Prozent der Unternehmer
lag der Vorteil in der Optimierung der Finanzierung und 26,5 Prozent
konstatierten, durch das Rating eine Gewinnsteigerung realisiert zu
haben. Gut ein Viertel (25,5 Prozent) konnte durch das Rating im
Unternehmen eine Effizienzsteigerung verzeichnen. "Unternehmer, die
den Rating-Prozess gezielt zur Weiterentwicklung nutzen, können
erhebliche Wettbewerbsvorteile realisieren und die Zukunftsfähigkeit
ihrer Firma verbessern", erläutert der Präsident des Deutschen
Sparkassen- und Giroverbands Heinrich Haasis.

Die MIND-Studie, die einen repräsentativen Querschnitt von 1,275
Millionen mittelständischen Unternehmen mit 15,2 Millionen
Beschäftigten in Deutschland abbildet, zeigt weiter, was der Bank
beim Rating aus Sicht des Unternehmers besonders wichtig war. So
liegt die Gewinn- und Verlustrechnung mit 23,1 Prozent der Nennungen
an erster Stelle gefolgt von Sicherheiten mit 21,5 Prozent. An
dritter Stelle wurde von 20 Prozent die Bilanz genannt.

Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang auch, wie sich das
Verhältnis zur Hausbank nach dem Rating entwickelt hat. Für rund 40
Prozent der Mittelständler hat sich durch das Rating die Beziehung
zur Hausbank überwiegend verbessert. Bei rund 17 Prozent hat sich das
Verhältnis etwas verbessert, gut 44 Prozent konnte keine Veränderung
feststellen.

Für Rückfragen:
Michaela Roth, Deutscher Sparkassen- und Giroverband,
Pressesprecherin, Tel. 030/20 22 55 112, E-Mail:
michaela.roth@dsgv.de
Holger Externbrink, Redaktion 'impulse', Tel. 0221/4908-109, E-Mail:
externbrink.holger@impulse.de

"MIND - Mittelstand in Deutschland" ist die größte Studie dieser
Art, die seit acht Jahren regelmäßig Firmen quer durch alle Branchen
mit einem Jahresumsatz von über 100.000 Euro befragt. Gemeinsam mit
dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) befragt das
Wirtschaftsmagazin für Unternehmer 'impulse' repräsentativ
ausgewählte Top-Entscheider in mittelständischen Unternehmen. Unter
der Leitung des Hamburger Marktforschungsinstituts BIK Aschpurwis +
Behrens wurde die Befragung, die rund 1,3 Millionen Unternehmen mit
insgesamt 15,2 Millionen Beschäftigten repräsentiert, im zweiten
Quartal 2007 durchgeführt.

Originaltext: impulse, G+J WirtschaftsPresse
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8327
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8327.rss2
 
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