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INSIGHT Health zur Entwicklung auf dem deutschen Apothekenmarkt im ersten Halbjahr 2007: Gesamtmarkt stagniert - Belebung im zweiten Quartal

Geschrieben am 26.07.2007 - [Nächster Artikel]

Waldems-Esch (ots) - In den ersten sechs Monaten 2007 stieg der
Umsatz auf dem deutschen Apothekenmarkt gegenüber dem
Vergleichszeitraum des letzten Jahres gerade einmal mal um 1,1
Prozent auf 11,1 Mrd. zu Herstellerabgabepreisen. Gleichzeitig ging
die Menge der abgegebenen Packungen leicht zurück (-1,0 Prozent).
Selbst, wenn man die Naturalrabatte herausrechnet, die im ersten
Quartal letzten Jahres noch möglich waren und somit die
Marktentwicklung im ersten Halbjahr 2006 leicht verzerren, beläuft
sich das Umsatzplus in den ersten sechs Monaten diesen Jahres nur auf
2,2 Prozent. Dies ist vor allem auf das erste Quartal zurückzuführen.
Hier gingen die Umsätze um 2,1 Prozent zurück. In den Monaten April
bis Juni zog der Markt hingegen deutlich an. Das Umsatzplus im
zweiten Quartal betrug immerhin 4,5 Prozent. Das geht aus aktuellen
Zahlen von INSIGHT Health hervor, die diese sowohl auf Basis der
Großhandelseinkäufe der öffentlichen Apotheken, als auch der direkt
vom Hersteller in die Apotheke gelieferten Präparate ermittelt.

Betroffen von der mäßigen Marktentwicklung ist vor allem der
generikafähige Markt. Stieg der Generikaumsatz in den ersten sechs
Monaten letzten Jahres noch um knapp sechs Prozent, so ging er im
ersten Halbjahr 2007 um 9,8 Prozent auf 2,6 Mrd. EUR zu
Herstellerabgabepreisen zurück. Dies ist in erster Linie darauf
zurückzuführen, dass die gesetzlichen Krankenkassen seit Juli letzten
Jahres die Möglichkeit haben, Versicherte bei der Verordnung
besonders preisgünstiger Medikamente von der Zuzahlung zu befreien.
In der Folge haben die Hersteller bei einer Vielzahl von Präparaten
die Preise gesenkt, so dass inzwischen mehr als über 11.000
Medikamente von der Zuzahlung befreit sind. Bei Inkrafttreten dieser
Regelung - am 1.07.2006 - waren es gerade einmal 2.100. Anderseits
haben die Zuzahlungsbefreiung und weitere gesetzliche Regelungen, wie
etwa die regionale Arzneimittelzielvereinbarungen, die
Bonus/Malus-Regelung sowie die gesetzlich forcierten
Rabattvereinbarungen, den Generika-Absatz gefördert. Während die
Menge im Gesamtmarkt um ein Prozent zurückging, stieg sie bei
Generika um 1,8 Prozent.

Unverändert setzten die Originalpräparate, die nach dem Ablauf
ihres Patentschutzes im generischen Wettbewerb stehen, ihren Sinkflug
fort. Ihr Umsatz ging in den ersten sechs Monaten diesen Jahres
gegenüber dem Vergleichszeitraum um fast 20 Prozent (-19,9 Prozent)
auf 1,3 Mrd. EUR zu Herstellerabgabepreisen zurück. Damit betrug ihr
Anteil am Apothekenmarkt zuletzt lediglich noch 11,4 Prozent.

Dagegen konnten die patentgeschützten Präparate ihren Anteil am
Gesamtumsatz weiter steigern. Ihr Umsatz legte im ersten Halbjahr
diesen Jahres um 13,7 Prozent auf 3,9 Mrd. EUR zu
Herstellerabgabepreisen zu. Damit repräsentierten sie mehr als ein
Drittel (35,1 Prozent) des gesamten Apothekenmarktes und liegen
leicht vor dem generikafähigen Markt (Generika und Altoriginale).

Zweiter Gewinner waren im ersten Halbjahr die nicht mehr
patentgeschützten Originalpräparate, die nicht im generischen
Wettbewerb stehen. Hier finden sich z.B. Impfstoffe und
Testdiagnostika aber auch Humaninsulin, pflanzliche Arzneimittel und
Allergene. Dieses Marktsegment konnte seinen Umsatz um 8,1 Prozent
auf 3,4 Mrd. EUR zu Herstellerabgabepreisen steigern.

Ein Blick in einzelne Wirkstoffgruppen zeigt, dass die Impfstoffe
mit einem Zuwachs von ca. 136 Prozent, die Zuwachshitliste anführen.
Darunter befinden sich u. a. Impfstoffe gegen Meningokokken, die vor
allem von Zecken übertragene Gehirnhautentzündung (FSME) und zur
Verhinderung des Gebärmutterhalskrebses. Überdurchschnittliche
Wachstumsraten weisen auch Mittel zur Behandlung der Leukämie (+ 47,9
Prozent), Kombinationspräparate zur Cholesterinsenkung (+ 23,3
Prozent) und Mittel zur Behandlung des ADHS-Syndroms (+ 23,2 Prozent)
auf. Dagegen verlieren andere Präparategruppen überdurchschnittlich,
wie etwa die ACE-Hemmer (-59,8 Prozent), Calciumantagonisten zur
Behandlung von Herz-/Kreislauferkrankungen (-40,2 Prozent) oder die
Monopräparate zur Cholesterinsenkung (-32,4 Prozent).

INSIGHT Health GmbH & Co. KG ist ein führender
Informationsdienstleister im Gesundheitsmarkt mit weiteren
Aktivitäten innerhalb Europas. Der Erfolg von INSIGHT Health liegt in
der Bereitstellung von individuellen Lösungen und Dienstleistungen
für die pharmazeutische Industrie. Weitere Informationen über INSIGHT
Health finden Sie unter www.insight-health.de

Originaltext: Insight Health
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=59267
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_59267.rss2

Pressekontakt:
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an: Jürgen
Rost, INSIGHT Health, Tel: 06126-955-69 Fax: 06126-955-20,
JRost@insight-health.de
 
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