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Ökonomen-Umfrage der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Volkswirte erwarten 2,5 Prozent Wachstum und setzen auf weitere Arbeitsmarktreformen

Geschrieben am 18.07.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Führende deutsche Wirtschaftswissenschaftler
erwarten für das laufende Jahr ein Wachstum von 2,5 Prozent. Zur
Stabilisierung des Aufschwungs sind jedoch weitere Strukturreformen
auf dem Arbeitsmarkt notwendig. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage
unter den führenden deutschen Ökonomen, welche die Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft (INSM) durchgeführt hat. Auf einer Skala von
-5 (geringer Wachstumseffekt) bis +5 (sehr hoher Wachstumseffekt)
konnten die Ökonomen ihre Einschätzung zu einzelnen Politikbereichen
abgeben. Um den aktuellen Wirtschaftsaufschwung zu verstetigen, sehen
die Volkswirte besonders dringenden Reformbedarf auf dem Arbeitsmarkt
(Durchschnittswert +3,52). In einer Reform der sozialen
Sicherungssysteme (Durchschnittswert +3,11) wird ebenfalls ein
geeigneter Hebel für mehr dauerhaftes Wachstum gesehen, etwas weniger
Bedeutung wird der Bildungspolitik (Durchschnittswert +3,04)
zugemessen.

Die konjunkturell bedingten Mehreinnahmen aus Steuern und Abgaben
sollten nach Ansicht der Ökonomen primär in die Konsolidierung des
Staatshaushaltes fließen (Durchschnittswert +3,81). Zudem fordert die
Mehrheit der Wissenschaftler die Politik auf, gezielte staatliche
Investitionen in den Bereichen Bil-dung, Forschung und Infrastruktur
vorzunehmen (Durchschnittswert +2,2). Ein weiterer Reformschritt, der
für wichtig erachtet wird, ist die Senkung der Beiträge zur
Arbeitslosenversicherung (Durchschnittswert +1,1).

Der gegenwärtige wirtschaftliche Aufschwung der deutschen
Volkswirtschaft wird mehrheitlich der starken Weltkonjunktur
(Durchschnittswert +3,33) zugeschrieben. Sie habe die Nachfrage auf
den klassischen deutschen Exportmärkten ankurbelt. Zudem hätten die
deutschen Unternehmen durch die Lohnzurückhaltung der Beschäftigten
(Durchschnittswert +3,30) und Umstrukturierungen (Durchschnittswert
+2,77) wieder an internationaler Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Auch
den deutschen Konsumenten wird eine gewichtige Rolle zugeschrieben,
da sie durch gesteigerte Binnennachfrage die Konjunktur ankurbeln
(Durchschnittswert +2,80).

Als weniger bedeutend sehen die Ökonomen den Einfluss der Politik
auf den kurzfristigen Konjunkturverlauf. Im Durchschnitt wird der
rot-grünen Bundesregierung jedoch durchaus ein Beitrag
(Durchschnittswert +1,04) zum Aufschwung attestiert. Nach Ansicht der
Professoren werden die bereits verabschiedeten Reformen der Großen
Koalition in den Bereichen Rente, Gesundheit und Unternehmenssteuern
erst langfristig ihre Wirkungen entfalten und spielen daher bei der
aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung nur eine untergeordnete Rolle
(Durchschnittswert -1,26). Prof. Dr. Harald Uhlig, Leiter des
Instituts für Wirtschaftspolitik der Humboldt-Universität zu Berlin,
stellte die Ergebnisse der Umfrage am Mittwoch in Berlin vor. "Der
Aufschwung ist schön - aber nachhaltiges Wachstum erfordert
nachhaltige Investitionen in die Bildung. Hier hinkt Deutschland
hinterher", erklärte der Berliner Ökonom. Als kontraproduktiv und
wachstumshemmend beurteilt er - wie die große Mehrheit der befragten
Ökonomen - besonders die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns
(Durchschnittswert -3,42). "Mindestlöhne verhindern Arbeit. Wir
brauchen stattdessen einen Arbeitsmarkt, der funktioniert", so Uhlig.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist eine
überparteiliche Reformbewegung von Bürgern, Unternehmen und Verbänden
für mehr Wettbewerb und Arbeitsplätze in Deutschland. www.insm.de

Originaltext: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=39474
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_39474.rss2

Pressekontakt:

Dieter Rath, Tel.: (0221) 4981-400, E-Mail: rath@insm.de
 
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