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Blindes Vertrauen in die IT: jedes zweite Unternehmen ohne Notfallplan

Geschrieben am 12.07.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Stromausfall, Feuer im Rechenzentrum oder
Hackerangriff: Deutsche Unternehmen sind organisatorisch häufig nicht
auf Zwischenfälle dieser Art vorbereitet. Nur jedes zweite
Unternehmen hat einen Notfallplan in der Schublade. Noch seltener
sind darüber hinausgehende Vorkehrungen im Falle von Datendiebstahl,
Systemabsturz, Einbruch oder Feuer. Rund jeder fünfte Entscheider
räumt ein, dass in seinem Unternehmen noch große Sicherheitslücken
vorhanden sind. Das sind die Ergebnisse der Studie "Managementkompass
Sicherheitsstrategien" von Steria Mummert Consulting in
Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Kommt es beispielsweise zu einem IT-Systemausfall durch einen
Brand, können nur 28 Prozent der Unternehmen auf ein externes
Ausweichsystem zurückgreifen. In vielen Unternehmen passiert es
zudem, dass die Belegschaft nicht ausreichend über vorhandene
Notfallpläne informiert ist. In einem Fünftel der befragten Betriebe
fehlen Informationen über mögliche Notfallvorkehrungen. Darüber
hinaus mangelt es vielerorts an Servicevereinbarungen mit
IT-Dienstleistern, wann ein Störfall spätestens behoben sein muss.
Nur knapp ein Viertel der befragten Unternehmen legt derartige
Toleranzen für Ausfallzeiten vertraglich fest.

In den vergangenen drei Jahren erlitt jedes fünfte Unternehmen
Schäden durch Sicherheitslücken. Neben bekannten Risiken wie
Datenmissbrauch sind Unternehmen durch die Vernetzung weiteren
Gefahren ausgesetzt. Diesen lässt sich nur mit einer umfassenden
Sicherheitsstrategie begegnen. Im Vergleich zu anderen Branchen sind
Finanzdienstleister sowie Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe
relativ gut auf derartige Notfälle vorbereitet. Bei 72 Prozent der
befragten Banken und Versicherungsunternehmen gibt es beispielsweise
einen Sicherheitsbeauftragten, 64 Prozent haben
Sicherheitsrichtlinien. In ihnen ist festgelegt, wie sich
beispielsweise die Mitarbeiter bei einem Totalausfall des IT-Netzes
oder eine Stromausfall verhalten sollen.

Zur Achillesferse in Sachen Sicherheit geraten mobile Endgeräte.
85 Prozent der befragten Unternehmen setzen Laptops oder PDAs im
Geschäftsalltag ein. Nur 60 Prozent von ihnen haben sich allerdings
technisch oder in Form von Betriebsvereinbarungen zum Umgang mit den
mobilen Geräten abgesichert. Das trifft vor allem auf Betriebe ohne
eigenen Sicherheitsbeauftragten zu. Von diesen Unternehmen achten nur
29 Prozent auf den Schutz mobiler Endgeräte.

Hintergrundinformationen
Die Studie "Managementkompass Sicherheitsstrategien" zeigt, wie ein
integriertes Sicherheits- und Risikomanagement in Unternehmen
aussehen kann. Neben der Darstellung von Trends zum Thema
IT-Sicherheit gibt sie Entscheidern Empfehlungen, wie sie das
IT-Sicherheitsniveau in ihrem Betrieb optimieren können.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50272
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Telefon: (040) 227 03-7787
Fax: (040) 227 03-7961
Joerg.Forthmann@faktenkontor.de
 
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