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Nielsen Media Research ermittelt Bruttowerbeaufwendungen des ersten Halbjahres 2007 / Werbemarkt in den klassischen Medien wächst um 4,5 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro

Geschrieben am 10.07.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - In Deutschland hat sich der Aufschwung des
Brutto-Werbemarktes nach der Jahreswende trotz der Erhöhung der
Mehrwertsteuer ungebrochen fortgesetzt. So steigerten sich die
Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien laut Nielsen Media
Research, dem anerkannten Medien- und Werbeforschungsunternehmen, im
ersten Halbjahr 2007 auf 10,1 Milliarden Euro. Dieses entspricht
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreshalbjahr einem Wachstum von 4,5
Prozent bzw. 434 Millionen Euro. "Obwohl das erste Quartal 2007 wie
prognostiziert mit plus 6,9 Prozent stärker gewachsen ist als das
zweite Quartal mit plus 2,4 Prozent, profitierte insbesondere der
Monat Juni von den Werbeschaltungen. Vor allem die elektronischen
Medien konnten ihre Werbeerlöse in diesem Monat überproportional
ausbauen. Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass die Fußball-WM im
letzten Jahr zu diesem Zeitraum im relativ werbefreien
öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde - quasi also ein
nachgelagerter Effekt der Fußball-WM," erklärt Ludger Wibbelt,
Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH, die Entwicklung des
Bruttowerbemarktes im ersten Halbjahr 2007.

Das stärkste Werbewachstum in den ersten sechs Monaten des Jahres
2007 weist die Pkw-Branche mit einem Plus von 107 Millionen Euro auf,
was einer Steigerung von 14,8 Prozent auf 832 Millionen Euro
entspricht. Der mit Abstand größte Werbungtreibende des Pkw-Marktes
war dabei der Automobilkonzern Toyota mit Gesamt-Spendings von 94
Millionen Euro, der zu Beginn des Jahres die bislang größte
Plakatkampagne aller Zeiten in Deutschland für die Einführung seines
Mittelklasse-Modells Auris geschaltet hatte. "Mit den insgesamt recht
moderat wachsenden Werbeetats der großen Automobilkonzerne werden die
jeweiligen Modelloffensiven oder Imagekampagnen unterstützt. Nach den
insgesamt guten Pkw-Verkaufszahlen des zweiten Halbjahres 2006 läuft
der Kfz-Markt in den ersten Monaten 2007 schleppend an, obwohl die
wirtschaftlichen Eckdaten und das Konsumklima insgesamt positiv sind.
Das ist sicherlich auch ein Grund, warum die Automobilkonzerne jetzt
den Markt verstärkt werblich ankurbeln", so Ludger Wibbelt.

Werbeintensivste Branche bleibt jedoch der Handel mit 886
Millionen Euro und einem Plus von 4,0 Prozent, wobei das Wachstum auf
die gesteigerten Werbeinvestitionen der Einkaufsgenossenschaften
sowie Verbrauchermärkte zurückzuführen ist und nicht wie in der
Vergangenheit vorwiegend von den Discountern oder Technik-Kaufhäusern
getragen wird.

Weniger Werbeaufwendungen wurden überraschenderweise von der
Telekommunikationsbranche getätigt. Mit einem Minus von knapp 21
Millionen Euro (minus 5,1 Prozent) senkten die
Telekommunikationsunternehmen ihre Werbeinvestitionen auf 383
Millionen Euro. Diese Einbußen wurden maßgeblich von den Unternehmen
T-Online und T-Mobile geprägt, die ihre Werbeaufwendungen in diesem
Bereich zusammen um knapp 57 Millionen Euro reduzierten. Ludger
Wibbelt: "Trotz der momentanen werblichen Zurückhaltung der
Telekommunikationskonzerne wird die erwartete Konsolidierungsphase
auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt noch etwas auf sich warten
lassen. Die kontinuierliche Einführung neuer Tarife, Produkte und
Services zwingen die Anbieter nahezu ihren Werbedruck wieder zu
erhöhen."

Sinkende Werbeaufwendungen wurden allerdings auch noch in einigen
anderen Bereichen registriert. Eine besonders drastische Entwicklung
gab es dabei in der Branche Telefon- und Faxdienste: Hier wurden die
Werbeaufwendungen um 24 Millionen Euro reduziert.

Analog der Entwicklung im ersten Quartal 2007, konnten mit
Ausnahme der Publikums- und Fachzeitschriften die anderen klassischen
Medien im ersten Halbjahr 2007 ihre Bruttowerbeumsätze steigern. Die
Bruttowerbeinvestitionen verteilten sich auf die einzelnen
Mediengattungen dabei wie folgt: Die höchsten Werbeumsätze in den
klassischen Medien verbuchte von neuem die Fernsehwirtschaft mit 4,2
Milliarden Euro. Dieses entspricht einem Wachstum von 6,7 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen
um 3,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der
Nielsen Media Research Statistik nicht einbezogen werden.
Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von 2,0
Milliarden Euro einen leichten Rückgang von minus 0,6 Prozent
gegenüber dem ersten Halbjahr 2006. Fachzeitschriften verzeichneten
eine Reduzierung ihrer Werbeerlöse um minus 1,1 Prozent auf 222
Millionen Euro. Das Medium Radio erzielte mit einem Plus von 7,5
Prozent insgesamt 645 Millionen Euro. Die Werbeeinnahmen von Plakat
wuchsen um 17,1 Prozent auf 381 Millionen Euro.

Originaltext: Nielsen Media Research GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53252
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53252.rss2

Pressekontakt:
Silke Trost
Manager Corporate Communications
mailto:silke.trost@nielsen.com
Phone: +49 (0) 40 / 236 42 133
Fax: +49 (0) 40 / 236 42 122
 
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