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Umstellung auf DVB-T: Ab Montag größere TV-Programmvielfalt im Südwesten Baden-Württembergs

Geschrieben am 05.07.2007 - [Nächster Artikel]

Stuttgart (ots) -
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0711/929-1030Telefax 0711/929-1035Internet www.swr.dee-mail
pressestelle@swr.deDatum: 05.07.2007Nr.: 54

Digitales Antennenfernsehen verbreitet ab 10. Juli elf
öffentlich-rechtliche Programme / Zum Start umfassender Infoservice
mit Telefonhotline

Am Montag (10.7.2007) wird im Südwesten Baden-Württembergs vom
analogen auf das digitale Antennenfernsehen umgestellt. Der neue
digitale Standard DVB-T (Digital Video Broadcasting - Terrestrial)
ermöglicht es, über die bisher genutzten Kanäle mehr Programme
auszustrahlen - in besserer Bild- und Tonqualität. Für die
Fernsehzuschauer in Teilgebieten entlang des Hochrheins, der
oberrheinischen Tiefebene (einschließlich Freiburg) und des mittleren
Schwarzwalds heißt das: Nach Kauf eines DVB-T-Empfangsgerätes, einer
so genannten Set-Top-Box, können sie ab 10. Juli über Zimmer- oder
Hausantenne elf statt wie bisher drei öffentlich-rechtliche
Fernsehprogramme empfangen: Das Erste, ZDF, Phoenix, ARTE, 3sat,
EinsPlus, die dritten Programme SWR Fernsehen, hr-fernsehen,
Bayerisches Fernsehen und WDR Fernsehen sowie im zeitlichen Wechsel
KI.KA und ZDFdokukanal. Die kommerziellen Sender beteiligen sich im
Südwesten zur Zeit nicht an DVB-T und sind deshalb nicht vertreten.
Wer seine Fernsehprogramme bereits über Kabel- oder Satellit
empfängt, ist von der Umstellung nicht betroffen. Auch für die
Radiohörer ändert sich nichts.

Bei günstigen Bedingungen reicht zum Empfang der DVB-T-Signale
neben der Set-Top-Box oftmals eine Zimmerantenne für den Empfang aus.
Darüber hinaus bietet DVB-T den großen Vorteil, dass in den
Kernbereichen der Versorgungsgebiete ein portabler und teilweise
mobiler Empfang möglich ist. So können Fernsehprogramme auch mit
tragbaren Fernsehgeräten, DVB-T-Karten oder -Sticks für Laptop/PC und
in Zukunft auch auf Handhelds empfangen werden - zum Beispiel im
Garten, im Schwimmbad oder unterwegs. Auch Kabel- und
Satellitennutzer können für ihre Zweit- und Drittgeräte von dem neuen
digital-terrestrischen System profitieren.

Ab dem 10. Juli 2007 verbreiten die Sender Hochrhein (ca. 5
Kilometer nördlich von Bad Säckingen), Freiburg (Totenkopf auf dem
Kaiserstuhl) und Brandenkopf (ca. 6 Kilometer nördlich von Hausach)
ausschließlich digitale Programmsignale. Der ARD-Multiplex mit den
Programmen Das Erste, Phoenix, ARTE und EinsPlus nutzt dann den
UHF-Fernsehkanal 52 (722 MHz), der ZDF-Multiplex mit den Programmen
ZDF, 3sat und KI.KA/ZDF-dokukanal den Kanal 33 (570 MHz) und der
Multiplex mit den Dritten Programmen von SWR, BR, HR, WDR den Kanal
39 (618 MHz). Zeitgleich endet an diesen drei Grundnetzsendern, an
den Sendern Freiburg/Stadt und Hohe Möhr sowie an zahlreichen
Füllsendern die analog-terrestrische Verbreitung der Programme Das
Erste, ZDF und SWR Fernsehen.
Für die Zuschauer heißt das: Wer im Versorgungsgebiet wohnt und die
Programme bisher über eine herkömmliche Dach- oder Zimmerantenne
empfängt, benötigt ab dem 10. Juli zum TV-Empfang ein Zusatzgerät.
Diese so genannte Set-Top-Box wird - wie ein Videorekorder - zwischen
Antenne und herkömmlichem Fernseher angeschlossen und ist im Handel
zu einem Preis ab ca. 50 Euro erhältlich. Ohne dieses Gerät bleibt
der Bildschirm ab 10. Juli für "Antennengucker" schwarz. Aufgrund der
Topografie wird es im Südwesten Baden-Württembergs einige Gebiete
geben, in denen keine ausreichende digitale Versorgung mit DVB-T
gewährleistet werden kann. Den betroffenen Zuschauern wird alternativ
der Empfang über Satellitenanlage oder - sofern verfügbar -
Kabelanschluss empfohlen.

Der Südwestrundfunk (SWR) und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF)
bieten einen umfassenden Informationsservice zum Start des digitalen
Antennenfernsehens an: Zuschauer können sich unter
wwww.ueberallfernsehen.de, unter www.swr.de/dvb-t oder unter
www.unternehmen.zdf.de im Internet über den Stand der Umstellung im
Südwesten informieren. Seit Mai 2007 finden sie dort auch ein
Datentool, das ihnen mittels eingegebener Postleitzahl die
Empfangsmöglichkeiten von DVB-T in ihrem Wohnort zeigt. Daneben sind
seit Anfang Juni montags bis freitags (außer an Feiertagen) von 11
Uhr bis 19 Uhr Anfragen über die Hotline 01803/929-800 (9 ct/min aus
dem dt. Festnetz) möglich. Auch im Videotext-Angebot des SWR
Fernsehens ist auf Seite 391 sowie im ZDFtext auf Seite 479 das
Wissenswerte nachzulesen. In den SWR-Hörfunkprogrammen und im SWR
Fernsehen gibt es begleitend Hintergrundberichte und
Expertengespräche. Ergänzend wird in den betroffenen Kanälen eine
Laufschrift auf dem Bildschirm eingeblendet. Kundenberatungen bieten
auch der Elektrofachhandel und die Verbraucherverbände an.

Nachdem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Jahr 2005 die
politischen Weichen für den Ausbau des digitalen Antennenfernsehens
gestellt worden sind, arbeiten SWR, ZDF, die Landesanstalt für
Kommunikation in Baden-Württemberg (LfK) und die Landeszentrale für
Medien und Kommunikation in Rheinland-Pfalz (LMK) sowie T-Systems als
Netzbetreiber bei der Einführung von DVB-T im Südwesten eng zusammen.
Schrittweise wird der weitere Ausbau von DVB-T in Baden-Württemberg
und Rheinland-Pfalz erfolgen. Im Spätherst werden in
Baden-Württemberg der Raum Baden-Baden sowie die Region
Bodensee-Oberschwaben zwischen Ulm, Ravensburg, Donaueschingen und
der westlichen Schwäbischen Alb umgestellt. Gleichzeitig werden in
Rheinland-Pfalz die Südpfalz und der Bereich um den Donnersberg
umgestellt. Bis Jahresende 2008 sollen nach den Vorstellungen von ARD
und ZDF etwa 90 Prozent der Haushalte in Deutschland über den
Dachantennenempfang mit DVB-T versorgt sein. Damit würde der vom
Gesetzgeber vorgeschriebene Endzeitpunkt für die Digitalisierung des
Rundfunks im Jahr 2010 deutlich unterschritten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Valentin Nann, Tel.:
0711/929-1103, E-Mail: Valentin.Nann@swr.de

Originaltext: SWR - Südwestrundfunk
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=7169
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_7169.rss2
 
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