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Ungleichheit beim Therapiezugang bleibt ein Schlüsselthema für unfruchtbare Paare in ganz Europa

Geschrieben am 02.07.2007 - [Nächster Artikel]

Lyon, Frankreich (ots/PRNewswire) -

- Staatliche Politikforschung zeigt, dass ein verbesserter Zugang
zu künstlichen Befruchtungsmethoden (Assisted Reproductive Technology
- ART) einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat

Medizinische, politische und demographische Spezialisten sind
diese Woche aus der ganzen Welt zusammen gekommen, um die nach wie
vor bestehenden Herausforderungen in Verbindung mit Unfruchtbarkeit
zu diskutieren. In ihrem jeweiligen Feld führende Experten verlangen,
dass Unfruchtbarkeit als ernstes, europaweit zunehmendes,
menschliches, Gesundheits- und Wirtschaftsthema erkannt wird, bei dem
die Therapiezugangsbeschränkungen aufgehoben werden müssen.

Die Auswirkungen einer alternden und sich verringernden
Bevölkerung und die damit verbundenen sozioökonomischen Probleme
rechtfertigen ernste Überlegungen. Eine Strategie, sich diesen
Befürchtungen anzunehmen, ist der bessere Zugang zu künstlicher
Befruchtung (ART), um unfruchtbaren Paaren ihre gewünschte
Familiengrösse zu ermöglichen. Die europäische wirtschaftliche
Analyse der ART Politik hat erwiesen, dass es sich hierbei um eine
kosteneffektive Möglichkeit im Vergleich zu den bestehenden
pronatalistischen Ansätzen handelt(1).

Unfruchtbare Paare und Unfruchtbarkeitslobbygruppen haben sich
seit langer Zeit für den Zugang zu künstlicher Befruchtung
eingesetzt. Diese Ansicht wird von einer zunehmenden Anzahl von
Politkern geteilt, die merken, dass künstliche Befruchtung nach
ernstzunehmender politischen Unterstützung verlangt, und zwar nicht
nur dahingehend, das Thema Unfruchtbarkeit fest in der Agenda des
Gesundheitswesens zu verankern, sondern auch dadurch es im
Zusammenhang mit einer alternden Bevölkerung anzugehen.

Die Senatorin Dr. med. Mary Henry bemerkte dazu: "Unfruchtbarkeit
ist mehr und mehr verbreitet. Es kann für die Betroffenen ein
zutiefst persönliches Thema sein und die Leute sprechen nur zögerlich
darüber, was mit dem, mit diesem Zustand manchmal zusammenhängenden,
Stigma in Verbindung steht." Sie fährt weiter fort: "Wir müssen
sicher stellen, dass unfruchtbare Paare die Unterstützung und
Ressourcen erhalten, die sie benötigen. Ich glaube, dass die Annahme
von EU Politiken hilfreich sein wird, das diesen Zustand umgebendes
Stigma zu beseitigen und es ist extrem wichtig, praktische
Richtlinien für die künstliche Befruchtung überall in Europa
vorzugeben."

Einen ganzheitlichen Zugang zum Gesundheitswesen einschlagend,
müssen die emotionale Belastung und die Konsequenzen von
Unfruchtbarkeit ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Sandra Dill,
Vorsitzende von International Consumer Support for Infertility, einer
Wohltätigkeitsorganisation, die sich der Bereitstellung eines
umfassenden Unterstützungsnetzwerkes für die vielen von
Unfruchtbarkeit betroffenen Paare verschrieben hat, sagt:
"Unfruchtbarkeit kann eine sehr isolierende Erfahrung für die davon
Betroffenen sein. Es ist unglaublich wichtig, dass der hemmende
Einfluss von Unfruchtbarkeit anerkannt wird und die Leute die
Unterstützung kriegen, die sie brauchen, um die beste verfügbare
Versorgung und Behandlung zu erhalten."

Schrumpfendes Europa

Aufgrund des aktuellen Rückgangs der Bevölkerungsgrösse wird
geschätzt, dass ein Europäer von dreien im Jahr 2050 über 65 Jahre
alt sein wird. Es wird eine ungefähre Fruchtbarkeitsrate von 2,1
Kindern pro Frau benötigt, um die jetzige Bevölkerung zu erhalten,
aber die Geburtenraten liegen durchschnittlich eher bei 1,5 Kindern
pro Frau(2).

Dr. Jonathan Grant von RAND Europe, dem unabhängigen Think Tank,
der fortlaufenden Untersuchungen zum demographischen und ökonomischen
Einfluss von künstlicher Befruchtung in Europa ausführt, äussert sich
so: "Unsere Forschung hat das Potential für Abmilderung der
Auswirkungen der sinkenden Geburtenraten in Europa aufgrund von
künstlicher Befruchtung erwiesen. Obwohl die relative Einwirkung von
künstlicher Befruchtung auf die ökonomischen und demographischen
Faktoren klein ist, ist sie vergleichbar zu anderen politischen
Ansätzen. Der Einschluss von künstlicher Befruchtung in eine
gemischte Bevölkerungspolitik könnte einen Schritt in die richtige
Richtung bedeuten, um mitzuhelfen, die Fruchtbarkeitsraten zu
steigern."

Professor Paul Devroey vom Zentrum für Reproduktive Medizin der
Freien Universität von Brüssel in Belgien sagt: "Diesen Monat
veröffentlichte Forschungsergebnisse unterstützen den Trend, der
zeigt, dass europäische Länder, die bessere finanzielle Ausstattung
und Zugang zur künstlichen Befruchtung haben, mehr Lebendgeburten
durch diese Behandlungsmethode verzeichnen können. So erstattet
Dänemark die Kosten für bis zu 6 künstliche Befruchtungszyklen und im
Jahr 2003 wurden 3,9 % der Kinder mithilfe von künstlicher
Befruchtung geboren. Wohingegen in Grossbritannien, wo die
Richtlinien des Nationalen Gesundheitssystems (NHS) empfehlen, bis zu
drei künstliche Befruchtungszyklen zu erstatten, nur 1,5 % der Kinder
als Ergebnis von künstlicher Befruchtung geboren wurden(3)."

Finanzierung von Fruchtbarkeit

Zurzeit hinterfragen Behörden europaweit die Erschwinglichkeit von
künstlicher Befruchtung und rationalisieren oft den Zugang zu
Dienstleistungen, was zu Ungleichheit beim Behandlungszugang führen
kann. Beispielsweise rät das britische National Institute for
Clinical Excellence (NICE) dazu, drei frische Zyklen von IVF
(In-Vitro-Befruchtung) für unfruchtbare Paare zur Verfügung zu
stellen, während die Mehrheit der Gesundheitsbeauftragten momentan
nicht mehr als einen Frischzyklus pro Paar finanziert. Es ist weitere
Forschung über den demographischen und sozialen Einfluss von
künstlicher Befruchtung erforderlich.

Dr. Dirk Schneider, medizinischer Direktor der Geburtshilfe und
Gynäkologie bei Ferring, liess verlautbaren: "Ferring engagiert sich
dafür, unfruchtbaren Paaren die ungemein wichtige Chance zu geben,
eine Familie zu haben und liefert innovative Behandlungslösungen. Als
Teil unseres fortwährenden Engagements für die künstliche
Befruchtung, sind wir stolz darauf, diese sich auf dem neuesten Stand
befindliche Konferenz zu unterstützen, die Interessensgruppen aus
einer Vielzahl an Disziplinen zusammengebracht und hinter ein
gemeinsames Ziel vereint hat - die Patientenversorgung und den Zugang
zur Behandlung von Unfruchtbarkeit zu verbessern."

Informationen zu Ferring Pharmaceuticals

Ferring Pharmaceuticals ist eine forschungsgestützte,
spezialisierte biopharmazeutische Gruppe, die auf den globalen
Märkten aktiv ist. Das Unternehmen findet, entwickelt und vermarktet
innovative Produkte in den Gebieten Unfruchtbarkeit, Geburtshilfe,
Urologie, Gastroenterologie und Endokrinologie. Ferrings Portfolio an
Fruchtbarkeitstherapien gibt unfruchtbaren Paaren die Chance Kinder
zu haben und beinhaltet sein Flagschiffmarkenprodukt MENOPUR(R), eine
anerkannte, hochqualitative Behandlung für Unfruchtbarkeit. Ferring
besitzt Geschäftsniederlassungen in mehr als 50 Ländern. Um mehr über
Ferring oder unsere Produkte zu erfahren, besuchen Sie bitte:
www.ferring.com.

Informationen zu RAND Europe

RAND Europe ist eine nicht gewinnorientierte Organisation, die
Politik- und Entscheidungsfindung durch Forschung und objektive
Analysen zu verbessern hilft.

(1) Hoorens S., Gallo F., Cave J.A.K., Grant J.C. Can assisted
reproduction technologies help to offset population ageing? An
assessment of the demographic and economic impact of ART in Denmark
and UK: Case Report, Human Reprod Advance Access, June 23, 2007

(2) Grant J., Hoorens S., Sivadasan S., van het Loo M., DaVanzo
J., Hale L., Gibson S., Bitz W. Low Fertility and Population Ageing,
( http://www.rand.org/pubs/monographs/2004/RAND_MG206.sum.pdf)

(3) Anderson Nyboe A., Goossens V., Gianaroli L., Felberbaum R.,
de Mouzon J., Nygren K.G. Assisted reproductive technology in Europe,
2003. Results generated from European registers by ESHRE. Hum Reprod
2007;22 No. 6:1513-1525

Originaltext: Ferring Pharmaceuticals A/S
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55153
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55153.rss2

Pressekontakt:
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Greenhouse
Communications, Yvonne Mitchell oder Christina Chale, Tel.:
+44-(0)20-7798-9900, Mobil: +44-(0)-7790-001-959, E-Mail:
christina.chale@greenhouse-communications.com
 
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