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Neue Festbeträge für Arzneimittelausgaben treten heute in Kraft - Krankenkassen sparen zusätzlich 100 Millionen Euro pro Jahr

Geschrieben am 01.07.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Jeden Tag im Jahr geben die gesetzlichen
Krankenkassen rund 70 Millionen Euro für Arzneimittel aus. Dies macht
derzeit Monat für Monat über zwei Milliarden Euro. Im vergangenen
Jahr gaben die Krankenkassen für Arzneimittel 25 Milliarden Euro aus,
in diesem Jahr werden die Ausgaben voraussichtlich auf über 27
Milliarden Euro steigen.

Damit diese Kostendynamik zumindest etwas gebremst wird, gibt es
die "Festbetragsregelung": Verschiedene in ihren Wirkstoffen
vergleichbare Produkte werden in Gruppen zusammengefasst und ein
Betrag, bis zu dem die gesetzlichen Krankenkassen den Preis
erstatten, festgelegt. Ärzte können in den jeweiligen
Festbetragsgruppen zwischen gleichwertigen und qualitativ anerkannten
Arzneimitteln für die Arzneimitteltherapie wählen. Dies bremst das
Ausgabenwachstum bei einer gleichbleibend hohen Versorgungsqualität.

3,6 Milliarden Euro Gesamtersparnis in diesem Jahr

Heute kommen die Festbeträge für acht Gruppen hinzu. In diesen
Gruppen sind beispielsweise starke, betäubende Schmerzmittel, Mittel
gegen Bluthochdruck bzw. Prostataleiden sowie zur Behandlung von
Parkinson enthalten. Diese neuen Festbetragsgruppen reduzieren die
Ausgaben der Krankenkassen - und damit indirekt auch der
Beitragszahler - für diese Arzneimittel um rund 100 Millionen Euro im
Jahr. Durch die neuen Festbeträge bekommen die Versicherten nicht
mehr und nicht weniger Leistung, aber die Krankenkassen sparen Geld.
Das ist gut für die Versicherten, denn so können die Beiträge länger
stabil bleiben.

Die neuen Festbeträge, die ab heute zählen, ergänzen die bereits
seit längerem geltenden Festbeträge auf insgesamt 440 Gruppen.
Bereits 1989 wurde die sogenannte "Festbetragsregelung" eingeführt.
Sie hat sich im Bereich der Arzneimittelausgaben als das
entscheidende

Steuerungsinstrument zur Dämpfung der Arzneimittelausgaben
erwiesen. Es erspart den Krankenkassen - und damit den
Beitragszahlern - Jahr für Jahr Arzneimittelausgaben in
Milliardenhöhe, ohne dass die Versorgungsqualität darunter leiden
würde. Insgesamt werden allein in diesem Jahr durch die Festbeträge
für Arzneimittel rund 3,6 Milliarden Euro gespart.

Die neuen Festbeträge - Wirkstoffe und Einsatzgebiete:

1. Fentanyl: starkes, betäubendes Schmerzmittel (z.B. beim Einsatz
gegen Tumorschmerzen)
2. Levodopa + Carbidopa: Parkinsonmittel
3. Terbinafin: Mittel gegen Pilzinfektionen (Haut, Schleimhäute)
4. Alpha-Rezeptorenblocker Gr. 1 Mittel gegen Bluthochdruck bzw.
gegen Prostatahyperplasie
5. Alpha-Rezeptorenblocker Gr. 2: wie 4.
6. Antianämika: Mittel zur Blutbildung (z.B. Eisenmangel)
7. neuere Makrolide: Infektionen
8. Bisphosphonate und Kombinationen von Bisphosphonaten mit
Additiva: Mittel gegen Knochenabbau (Osteoporose)

Weitere Informationen zum Thema unter www.bkk.de im Internet:

- BKK Faktenspiegel - Grafiken und Tabellen rund um die
Arzneimittelausgaben (als eps und jpg Dateien zur einfachen
grafischen Weiterverarbeitung)

- Arzneimittel-Vertragspolitik Juni 2007 - eine ausführliche
Analyse der Kostenentwicklung im Arzneimittelmarkt

- "Alles Wichtige zum Thema Arzneimittel" - die Broschüre für
Versicherte und Patienten

Originaltext: BKK Bundesverband
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53946
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53946.rss2

Pressekontakt:

BKK Bundesverband
Ihr Ansprechpartner: Florian Lanz
Telefon: 030 223 12 121 und 0170/ 325 00 99
Telefax: 030 223 12 129
E-mail: presse@bkk-bv.de
Internet: http://www.bkk.de
 
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