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Go Ahead vermeldet seine 30.000. Ltd.-Gründung - Nach Ankündigung der Ein-Euro-GmbH hält der Limited-Boom in Deutschland weiter an
Geschrieben am 27.06.2007 - [Nächster Artikel] |
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Bonn (ots) - Trotz Ankündigung der Ein-Euro-GmbH hält das Interesse an der britischen Limited als Alternative zur deutschen GmbH in Unternehmerkreisen weiter an. Go Ahead als marktführender Limited-Gründer meldete am Dienstag den 30.000. Firmeneintrag ins britische Handelsregister. Die Jubiläumsgründung betrifft die Garten-Haus&Hof-Express Ltd. in Bergisch Gladbach, die mit Unterstützung der Unternehmensberatung AVBG-Holding Ltd. aus Köln ins Leben gerufen wurde.
AVBG-Geschäftsführer David Rosen hatte die Kapitalgesellschaft unter www.go-limited.de gleich online bestellt; wenige Tage später nahm die neue Firma mit Schwerpunkt Pflege und Gestaltung von Außenanlagen bei Privatkunden und Immobilienverwaltungen ihre Tätigkeit auf. Wichtig für Rosen, der sich bewusst gegen eine GmbH entschieden hat: "Durch die Limited mit einer Mindeststammeinlage von 1,50 Euro sind die Unternehmer ab Geschäftsaufnahme auch ohne Notar sofort von der persönlichen Haftung befreit und können auch weiterhin über ihren Gewinn frei verfügen."
Anders dagegen bei der Ein-Euro-GmbH, die als GmbH-light konzipiert ist und eine Antwort auf die in allen Branchen längst spürbare Präsenz der britischen Limited in Deutschland geben soll. Das Konzept der Bundesregierung sieht vor, dass Teile des Gewinns zunächst zur Auffüllung der Stammeinlage bis in eine Höhe von 10.000 Euro eingesetzt werden müssen. Dr. Christian Rollmann, Vorstand der Bonner Foris AG, die in Deutschland die meisten in- und ausländischen Kapitalgesellschaften verkauft, sieht im direkten Vergleich zum englischen Unternehmensmodell noch weitere Nachteile.
"Erstens sieht der Gesetzesentwurf immer noch eine Nachhaftung bis zu 10.000 Euro des Unternehmers vor. Zudem bleibt der Gang zum Notar obligatorisch, drittens handelt es sich um eine völlig unbekannte und neue Rechtsform, die im internationalen Geschäft niemand kennt." Insoweit sei es schon erstaunlich, dass sich der deutsche Gesetzgeber im Rahmen gewollt zunehmender Internationalisierung und Vereinheitlichung mit dem neuen Konstrukt, das der Ltd. kaum "das Wasser reichen kann", nun doch noch einen Alleingang in Sachen Gesellschaftsrecht zutraut, sagte Rollmann.
In den zurückliegenden vier Jahren haben mehr als 50.000 Limiteds mit Niederlassungen in Deutschland die Wirtschaftspraxis nachhaltig verändert. Jede dritte Kapitalgesellschaft erblickt als Ltd. und nicht als GmbH das Licht der deutschen Unternehmenswelt. Seit der Bundesgerichtshof mit seinem Urteil vom 13. März 2003 die vollrechtliche Gleichstellung ausländischer Kapitalgesellschaften gegenüber der GmbH fixiert hat, reißt die Limited-Nachfrage zwischen Erding, Erfurt und Essen mit geschätzten 1.500 Neufirmen pro Monat nicht ab. Mehr als die Hälfte davon gehen auf das Konto von Go Ahead-Gründer Michael Silberberger. "Wir haben damals den großen Nutzen, den das englische Modell für deutsche Unternehmen bringen kann, zwar vorausgesehen, waren dennoch von dem gewaltigen Zuspruch überrascht."
War die Anfangsdiskussion von Vorbehalten und Misstrauen gegenüber dieser damals noch weitestgehend unbekannten Gesellschaftsform geprägt, gibt es heute keine Branche mehr ohne Ltd. bzw. Ltd. & Co. KG. Motto: Man redet nicht mehr über die Limited, man bestellt sie einfach online! Die Existenz des weltbekannten Unternehmensmodells von der Insel, das den Unternehmer mit geringstem Kapitaleinsatz ab einem britischen Pfund und vor allem zeitnah und unbürokratisch von der persönlichen Haftung befreit, hat die starre GmbH und die politisch Verantwortlichen in der Debatte um die GmbH-Novellierung stark unter Druck gesetzt. "Dass das GmbH-Stammkapital ab 2008 nur noch 10.000 Euro beträgt, ist direkte Folge des Limited-Vorbilds", so Silberberger.
Nach Go Ahead-Informationen wird die "private company" in jüngster Zeit verstärkt von kleinen und mittleren Unternehmen speziell auch zum Steuersparen geordert. Dafür bietet sich die Holdingbildung mit zwei Limiteds an. In Zeiten hoher Flexibilität und hoher Risiken auf der einen und zugleich beständig abnehmender Erträge und Handlungsspielräume auf der anderen Seite, setzen Unternehmen jetzt ebenfalls auf die innovative Rechtsform der Limited & Co. KG. Nicht von ungefähr gilt dieses Unternehmenskonstrukt unter Experten als "Rechtsform des Jahres".
Einer aktuellen Statistik von Go Ahead auf Basis von 30.000 Limited-Gründungen zufolge werden über 60 Prozent aller Limiteds in den vier Bundesländern NRW, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg gegründet.
Originaltext: Go Ahead GmbH Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=51953 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_51953.rss2
Pressekontakt: Go Ahead Kurt-Schumacher-Str. 18-20 53113 Bonn
www.go-limited.de
Weitere Infos: Pressesprecher: Michael Silberberger Fon:(+49)0228-95750-22 Fax:(+49)0611-95750-27 E-Mail:presse@go-limited.com
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