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Schieder Möbel stellt Antrag auf Insolvenz

Geschrieben am 15.06.2007 - [Nächster Artikel]

Schieder-Schwalenberg (ots) -

- Überschuldung aufgrund von aufgedeckten Bilanzmanipulationen
- Ausgedehnte Verhandlungen mit Kreditgebern und Gläubigern
gescheitert

Die Schieder Möbel Holding GmbH, Europas größter Möbelhersteller,
stellt heute Nachmittag beim Amtsgericht Detmold Antrag auf
Insolvenz. Die intensiven Verhandlungen der letzten zweieinhalb
Wochen mit Kreditgebern und potentiellen Investoren zur Abwendung der
Überschuldung und Illiquidität sind gescheitert. Damit ist die
Geschäftsführung der Schieder Möbel Holding GmbH verpflichtet,
unverzüglich einen Insolvenzantrag zu stellen. Die Mitarbeiter
erhalten nun für drei Monate ihr Gehalt in Form von Insolvenzausfall
von der Bundesagentur für Arbeit.

Die profitablen Tochtergesellschaften der Schieder Möbel Holding
GmbH in der Schweiz, Liechtenstein, Italien und Bosnien-Herzigowina
sind von dem heute gestellten Insolvenzantrag nicht betroffen. Diese
sind seit vielen Jahren operativ und finanziell von Schieder Möbel
Holding GmbH unabhängig.

"Wir haben in den vergangenen Wochen alles dafür getan, mit den
Kreditgebern und Gläubigern zu einer Einigung zu gelangen um eine
Insolvenz zu verhindern", sagte Dr. Ulrich Wlecke, Geschäftsführer
der Restrukturierungsberatung Alix Partners und seit Mitte Mai
Interim-Geschäftsführer der Schieder Möbel Holding GmbH. "Wir
bedauern, diesen Schritt nun gehen zu müssen und bedanken uns bei
allen Mitarbeitern für Ihr unermüdliches Engagement und allen
Beteiligten, die in den vergangenen Wochen gemeinsam mit uns nach
einer Lösung gesucht haben."

Die Restrukturierungsexperten von Alix Partners hatten in den
vergangenen Wochen gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
PricewaterhouseCoopers die Finanzlage der Schieder Holding und ihrer
rund 80 Tochtergesellschaften durchleuchtet. Dabei wurde
festgestellt, dass allem Anschein nach bei Schieder über Jahre
Positionen in der Bilanz falsch dargestellt wurden. Die
Strafermittlungsbehörden ermitteln in diesem Zusammenhang und hatten
bereits am 4. Juni vier ehemalige Schieder-Manager unter dem Verdacht
der Bilanzmanipulation festgenommen.

"Die in den vergangenen Wochen bekannt gewordenen
Bilanzmanipulationen haben uns alle schockiert und die Verhandlungen
erheblich erschwert", betonte Wlecke. Aufgrund der umfangreichen
Bilanzmanipulationen war Schieder akut in Überschuldung geraten.

Das Schieder Management ist bemüht, gemeinsam mit dem vorläufigen
Insolvenzverwalter, eine langfristige Lösung für die
Unternehmensgruppe zu finden. Zunächst geht es jetzt darum, den
Betrieb aufrechtzuerhalten, die vorhandenen Aufträge zu produzieren
und auszuliefern.

Die Mitarbeiter wurden heute in einer Betriebsversammlung über den
derzeitigen Stand bei Schieder informiert. Nächste Woche werden
weitere Gespräche mit dem Betriebsrat geführt.

Über Schieder

Schieder Europas größtes Möbelunternehmen. Schieder ist
Marktführer im deutschsprachigen und mitteleuropäischen Raum und
produziert an mehr als 40 Standorten, vor allem in Deutschland und
Polen. Schieder hat mehr als 11.000 Mitarbeiter und über 5.000 Kunden
in 60 Ländern.

Originaltext: Schieder Möbel
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=66974
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_66974.rss2

Pressekontakt:
Wolfgang Weber-Thedy
Weber-Thedy, Corporate & Financial Communications
Zeltweg 25, CH-8032 Zürich, Schweiz
Tel.: +41 44 266 15 86
Email: Wolfgang.Weber-Thedy@Weber-Thedy.com
 
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