Düsseldorf (ots) - Der Chef der fünf Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, sieht in der Reformpolitik der rot-grünen Bundesregierung eine Ursache für die stark zunehmende Beschäftigung. "Die Beschäftigungsschwelle des Wirtschaftswachstums scheint gesunken zu sein, und das hat etwas mit den Hartz-Reformen zu tun", sagte er der "Westdeutschen Zeitung" (Freitag/Düsseldorf).
"Es spricht einiges dafür, dass nach den Anlaufschwierigkeiten die Vermittlung Arbeitsloser durch die Bundesagentur für Arbeit besser funktioniert", sagte Rürup. "Es wird besser vermittelt, und es wird intensiver nach Arbeit gesucht." Schließlich hätten viele Arbeitslose Angst, auf Hartz-IV-Niveau abzurutschen. Das Konzept "Fördern und Fordern" gehe zunehmend auf. Außerdem habe die Zeitarbeit stark zugenommen. "Die Bundesregierung sollte vielleicht doch einmal darüber nachdenken, den Kündigungsschutz im Interesse der Langzeitarbeitslosen zu lockern."