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Europäische Union lässt neues Medikament zur Behandlung des Morbus Crohn zu / Adalimumab ermöglicht Patienten eine einfache und selbständige Anwendung

Geschrieben am 12.06.2007 - [Nächster Artikel]

Wiesbaden/Ludwigshafen (ots) - Für die rund 150.000 Patienten mit
Morbus Crohn steht ab sofort eine weitere wirksame Therapieoption zur
Verfügung: Die europäische Zulassungsbehörde hat den
Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha)-Blocker Adalimumab (Humira®)
zur Behandlung des schweren Morbus Crohn zugelassen. Morbus Crohn ist
eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die unter anderem mit den
Symptomen häufige Durchfälle, Schmerzen und Krämpfe im Unterbauch
sowie Fieber und allgemeiner Abgeschlagenheit einhergeht. Adalimumab
ist der erste Wirkstoff aus der Klasse der TNF-alpha-Blocker zur
Behandlung dieser Erkrankung, den sich die Patienten alle zwei Wochen
als PEN oder Fertigspritze selbst verabreichen können.
TNF-alpha-Blocker greifen gezielt in Schlüsselprozesse der Erkrankung
ein und machen sie damit auch langfristig kontrollierbar.

"Morbus Crohn kann für die Patienten außerordentlich belastend
sein. Viele von ihnen sind jung und unternehmungslustig und können
ihren alltäglichen Aktivitäten nur noch schwer nachgehen", so Rod
Mitchell, Vorsitzender der European Federation of Crohn's &
Ulcerative Colitis Associations. "Die Erkrankung kann die
Lebensqualität und das Selbstwertgefühl der Patienten stark
beeinträchtigen. Der halben Million Menschen, die in Europa an Morbus
Crohn leiden, gibt diese Zulassung Hoffnung, wieder die Kontrolle
über ihre Erkrankung zu gewinnen."

"Als Ärzte sind wir über den enormen Fortschritt froh, der sich
durch die Zulassung von Adalimumab ergibt. Wir kennen das Medikament
aus der Rheumatologie und wissen daher, wie wichtig diese neue Option
für die Behandlung unserer Patienten sein wird", so Prof. Dr. Stefan
Schreiber von der Christian-Albrechts-Universität Kiel.

Studiendaten

Basis für die Zulassung waren Daten dreier Studien, in denen die
Wirksamkeit und Verträglichkeit des Medikaments bei mehr als 1.400
Erwachsenen mit moderat bis schwer aktivem Morbus Crohn untersucht
wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass Adalimumab ein rasches Einleiten
einer klinischen Remission (Zurückgehen der Krankheitssymptome)
bewirkt, die über einen Zeitraum von einem Jahr anhält. Dabei konnte
die Therapie mit Glukokortikoiden reduziert oder abgesetzt werden.
Zudem ist das Medikament auch bei Patienten effektiv, die zuvor mit
Infliximab - einem weiteren TNF-alpha-Blocker zur Therapie des Morbus
Crohn - behandelt wurden und auf diesen nicht mehr ansprachen oder
ihn nicht vertrugen.

Der TNF-alpha-Blocker wurde in den Studien allgemein gut
vertragen. Nebenwirkungen, die bei mehr als 5 Prozent der Patienten
unter Adalimumab häufiger als unter Placebo auftraten, waren
Reaktionen an der Einstichstelle, Übelkeit, Gelenkschmerzen,
Entzündungen der Nase und des Rachens, Unterbauchschmerzen und
Kopfschmerzen. Das Medikament wird in der Europäischen Union bereits
seit einigen Jahren zur Behandlung von drei weiteren
chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt - der moderaten bis
schwer aktiven rheumatoiden Arthritis, der Psoriasis-Arthritis und
des Morbus Bechterew.

Über Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine bisher nicht heilbare,
chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die den gesamten
Verdauungstrakt vom Mund bis zum After betreffen kann. Am häufigsten
findet sich die Entzündung aber im Dünn- und Dickdarm. Sie kann in
jedem Alter auftreten, beginnt jedoch typischerweise vor dem 40.
Lebensjahr. Nach heutigem Kenntnisstand entsteht Morbus Crohn auf
Grund einer Fehlregulation des Immunsystems, die durch genetische
Veranlagung und Umweltfaktoren begünstigt bzw. ausgelöst werden kann.
Die Entzündung der Darmschleimhaut äußert sich in häufigen
Durchfällen, Schmerzen und Krämpfen im Unterbauch, Fieber und
Gewichtsverlust sowie einem Gefühl der Abgeschlagenheit. Oft verläuft
die Krankheit schubweise, d.h. zwischen Zeiten mit höherer
Krankheitsaktivität liegen Intervalle relativer Beschwerdefreiheit.
Zu den Folgekomplikationen gehören Verengungen des Darms,
Fistelbildung (d.h. Ausbildung von entzündlichen Gängen von einem
betroffenen Darmabschnitt zu angrenzenden Darmschlingen oder
benachbarten Hohlorganen), und eine Mangelernährung. Im Verlauf der
Erkrankung müssen sich etwa 80 Prozent der Patienten auf Grund von
Komplikationen wenigstens einem operativen Eingriff unterziehen.
Neben den körperlichen Beeinträchtigungen durch die Erkrankung kann
Morbus Crohn auch psychisch sehr belastend sein. Da viele Betroffene
in ihren täglichen Aktivitäten deutlich eingeschränkt sind, leidet
zumeist das Selbstbewusstsein der Patienten, was zu Schwierigkeiten
im sozialen Umfeld führen kann.

Über Abbott

Abbott Laboratories widmet sich der Entwicklung und Erforschung
innovativer Behandlungen für Immunerkrankungen. Im Abbott Bioresearch
Center in Worcester / Massachusetts, gegründet im Jahre 1989, wird
hochqualitative Entwicklungs- und Grundlagenforschung betrieben. Die
Einrichtung hat sich auf die Entwicklung neuer Therapien für
Autoimmunkrankheiten spezialisiert. Abbott Laboratories ist ein
vielseitiges, weltweit tätiges Unternehmen im Gesundheitswesen, das
sich mit der Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von
pharmazeutischen Produkten, Klinikprodukten, medizinischer Ernährung
und Diagnostika beschäftigt. Das Unternehmen hat derzeit mehr als
65.000 Mitarbeiter und vermarktet seine Produkte in mehr als 130
Ländern. In Deutschland ist Abbott an den Standorten Wiesbaden und
Ludwigshafen vertreten. Der Geschäftsbereich Abbott Vascular ist in
Rangendingen und Wetzlar angesiedelt.

Die Pressemitteilungen von Abbott sowie weitere Informationen
können im Internet unter www.abbott-care.de abgerufen werden.

Originaltext: Abbott GmbH & Co. KG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=62940
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_62940.rss2

Pressekontakt:
Weber Shandwick
Susanne Buder
Opernplatz 2
60313 Frankfurt/M.
T.: 069 - 913 043 23
F.: 069 - 913 043 559
Email: sbuder@webershandwick.com

Abbott GmbH & Co. KG
Julia Heinz
Max-Planck-Ring 2
65205 Wiesbaden-Delkenheim
T.: 06122 - 58 3305
F.: 06122 - 58 1220
Email: julia.heinz@abbott.com
 
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