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G8-Gipfel: Wichtiges Signal im Kampf gegen die Produktpiraterie
Geschrieben am 12.06.2007 - [Nächster Artikel] |
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Berlin (ots) - Der BDZ begrüßt die Erklärung der G8-Staaten auf ihrem Gipfel in Heiligendamm, der Produktpiraterie den Kampf anzusagen. In ihrem Gipfeldokument einigten sich die Staats- und Regierungschefs der acht Industriestaaten auf konkrete Maßnahmen gegen gefälschte Produkte. Die G8 kündigten an, die Zusammenarbeit der Zollbehörden durch Leitlinien verbessern zu wollen. Im Vorfeld des G8-Gipfels hatte der BDZ eine Bekämpfung der Produktpiraterie und des damit verbundenen Zigarettenschmuggels dringend angemahnt.
Nach dem Willen der G8 soll die Nachfrage nach gefälschten Produkten eingedämmt werden. Der wirtschaftliche Schaden, der dadurch jährlich entsteht, wurde weltweit auf rund 120 Milliarden Euro und in Deutschland auf 25 Milliarden Euro beziffert. Der Wert der allein durch die Bundeszollverwaltung im Jahr 2006 beschlagnahmten ge-fälschten Produkte betrug mehr als 1,1 Milliarden Euro.
Zum Schutz geistigen Eigentums streben die G8 eine verbesserte Kooperation mit Schwellenländern wie China an, die als Hochburgen der Produktpiraterie gelten. In der in Heiligendamm verabschiedeten Erklärungen heißt es, weltweit müsse ein wirtschaftliches und politisches Umfeld geschaffen werden, das Innovationen fördere und schütze.
"Die Einigung von Heiligendamm ist ein wichtiges Signal und eine richtige Antwort auf eine Entwicklung, die sich explosionsartig verstärkt hat und immer gefährlichere Ausmaße annimmt", erklärte BDZ-Bundesvorsitzender Klaus H. Leprich. Denn es gehe nicht nur um gefälschte T-Shirts und Uhren, sondern vermehrt um Produkte, die Gesundheit, Sicherheit und Leben der Verbraucher gefährdeten.
Leprich, der als Vizepräsident der Union des Finanzpersonals in Europa (UFE) zugleich die Interessen von mehr als 350000 Mitgliedern aus 40 europäischen Gewerkschaften der Beschäftigten in Steuer- und Zollverwaltungen aus 20 Ländern mitvertritt, setzt sich auch für einheitliche Standards bei der Bekämpfung der Produktpiraterie ein.
Die Informationstechnik müsse dafür im Einklang mit den Schnittstellen zur Wirtschaft entwickelt werden und eine umfassende europaweite Risikoanalyse erlauben. Wettbewerbsverzerrungen könnten nur dann vermieden werden, wenn Kontrollen und Risikoanalysen länderübergreifend auf hohem Niveau ausgebaut würden. So werde in Deutschland und in vielen europäischen Staaten lediglich ein Prozent der Waren bei der Ein- und Ausfuhr kontrolliert.
Positive Auswirkungen könnte die Einigung des G8-Gipfels aus Sicht des BDZ auch auf andere Arbeitsschwerpunkte des Zolls haben. So enthalte die "Erklärung zur Terrorismusbekämpfung - Sicherheit im Zeitalter der Globalisierung" wichtige Vereinbarungen unter anderem zur Verbesserung der Transportsicherheit, zur Verhütung des Nuklearterrorismus sowie zur Bekämpfung der Geldwäsche und Finanzierung des Terrorismus. Auch für diese Bereiche gelte aber, dass Erfolge nur erzielt werden könnten, wenn dem Zoll endlich das erforderliche Personal zur Verfügung gestellt und dessen Ausstattung wesentlich verbessert werde.
Originaltext: BDZ - Dt. Zoll- und Finanzgewerkschaft Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53233 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53233.rss2
Pressekontakt: Chrstof Stechmann Friedrichstraße 169-170 10117 Berlin Telefon 030 - 40816600 Telefax 030 - 40816633 E-Mail: post@bdz.dbb.de Internet: www.bdz.dbb.de
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