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Flughafenverband ADV feiert 60-jähriges Jubiläum und setzt Zeichen für die Zukunft / Für die Zukunft des deutschen Luftverkehrs / ADV setzt sich für Mobilität und Umweltschutz ein

Geschrieben am 11-06-2007

Berlin (ots) - Umweltschutz bewegt derzeit die gesellschaftliche
Diskussion wie kaum ein anderes Thema. Der Flughafenverband ADV ist
sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt bewusst und setzt
sich für die Verbindung von Mobilität und Umweltschutz ein. Dazu
gehören sowohl die Dienstleistungsorientierung der Airports gegenüber
ihren Kunden, den Airlines und Reisenden, als auch Maßnahmen zum
Interessensausgleich der Flughafenanwohner.

Was 1947 mit 500 Mitarbeitern und 200.000 Passagieren begann,
entwickelte sich zu einem bedeutenden Industriezweig der
Bundesrepublik Deutschland: 175 Mio. Passagiere und mehr als 3,3 Mio.
Tonnen Fracht zählten die deutschen Flughäfen im Jahr 2006, 34.000
Mitarbeiter erwirtschafteten einen Umsatz von 4,35 Mrd. Euro. Heute
stehen die Flughäfen für moderne Infrastruktur, weltweite Mobilität
und Komfort. Der "Traum vom Fliegen" übt weiterhin eine große
Faszination auf die Menschen aus, ob Reisende, Flughafenbesucher oder
Mitarbeiter.

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums kommen Vertreter der 57
Mitgliedsflughäfen des Verbandes zu einer Fachtagung in Berlin
zusammen. Aktuelle Themen, wie Umweltschutz und
Sicherheitsvorschriften, bestimmen die Diskussion. Vor Beginn des
aufkommensstarken Sommerreiseverkehrs steht dabei auch die Forderung
an die EU-Kommission nach passagierfreundlichen Handgepäckregelungen
auf dem Programm.

Nachvollziehbare Sicherheitsmaßnahmen

Der Verband tritt im Sinne aller Flughafenkunden für
Sicherheitsvorkehrungen mit Augenmaß ein. Sinnvolle und
nachvollziehbare Sicherheitskontrollen müssen an die Stelle von
überzogenen Regeln treten. Dies gilt sowohl für die Begrenzung der
Größe des Handgepäcks - deren Einführung auch dank der Kritik der ADV
um zwölf Monate verschoben wurde - als auch für die derzeitige
Flüssigkeitenregelung im Handgepäck.

ADV-Präsident Michael Eggenschwiler: "Passagiere können nicht
verstehen, weshalb Flüssigkeiten, die sie an einem außereuropäischen
Flughafen erworben haben, beim Betreten eines EU-Flughafens
weggeworfen werden müssen, wenn sie eine identische Flasche hinter
der Sicherheitskontrolle wieder einkaufen können."

Vor allem Transitreisende aus Nicht-EU-Ländern, in denen andere
Richtlinien gelten, müssen deshalb häufig ihre Flüssigkeiten an den
Flughafenkontrollen entsorgen. Allein am Flughafen Frankfurt fallen
dadurch täglich bis zu drei Tonnen Müll an. Die Kosten für
Sicherheitsmaßnahmen dürfen nicht auf den Flughäfen lasten; sie muss
der Staat im Sinne seiner Sorgfaltspflicht gegenüber den Bürgern
tragen. Michael Eggenschwiler: "Der Staat wälzt seine Verantwortung
auf die Wirtschaft ab und bittet Flughäfen, Airlines und Reisende
unbotmäßig zur Kasse. Damit muss Schluss sein, die Sicherheitskosten
müssen von Bund und Ländern übernommen werden."

Ressourcen- und Umweltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die deutschen Airports nehmen ihre Verantwortung für den
Umweltschutz ernst. "Emissionsabhängige Landeentgelte stellen eine
sinnvolle Maßnahme zur Reduzierung der Klimawirkung des Luftverkehrs
dar", sagt Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV. Um adäquat auf
die jeweilige Situation der einzelnen Flughäfen einzugehen, setzt
sich der Verband jedoch für eine weitgehende Flexibilität bei der
Festlegung dieser Entgelte ein. Eine pauschale CO2-Abgabe auf jedes
Flugticket ist jedoch reine Symbolpolitik und wird von der ADV als
klimapolitisches Steuerungsmittel abgelehnt, zumal der internationale
Luftverkehr lediglich circa zwei Prozent der CO2-Gesamtemission
ausmacht. Die Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums,
wie von der ADV gefordert, könnte zudem zwölf Prozent der
CO2-Emissionen des Luftverkehrs einsparen.

Flughäfen tragen Verantwortung für Anwohner

Die ADV unterstützt das novellierte Fluglärmschutzgesetz als
Meilenstein im Lärmschutz und steht seit langem für den
Interessensausgleich zwischen Flughäfen und Anwohnern. Dieses Gesetz
gewährleistet die Planungssicherheit der Flughäfen. Schon 1972
prämierte der Verband leise und moderne Flugzeuge als Anreiz für die
Industrie, sich mit den Ursachen des Fluglärms auseinander zu setzen.
"Laute Knatterkisten sind inzwischen fast vollständig von den
deutschen Verkehrsflughäfen verschwunden", so Ralph Beisel. "Die
Luftverkehrsindustrie unternimmt große Anstrengungen, dass diese
Entwicklung auch in Zukunft fortgesetzt wird. Bis zum Jahre 2020 soll
der empfundene Lärm moderner Flugzeuge halbiert werden."

In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Lautstärke von
Verkehrsflugzeugen um 90 Prozent reduziert, bis 2020 wird eine
weitere Halbierung erwartet. Die Mitgliedsflughäfen der ADV haben
bisher rund 400 Millionen Euro für Lärmschutzmaßnahmen in der
Nachbarschaft aufgewendet.

Ziel aller Flughäfen muss es sein, unternehmerisch frei zu
agieren. Künstliche Regulierung, etwa durch staatliche Vorgaben für
die Flughafenentgelte, führen nur zu mehr Komplexität und
Verwaltungsaufwand. Wie sich bei den Bodenverkehrsdiensten gezeigt
hat, hat sich der Markt in den vergangenen Jahren selbst reguliert.
Dafür ist ein bedarfsgerechter Ausbau der Flughäfen ebenso notwendig
wie die optimale Nutzung der vorhandenen Kapazitäten.

Über die ADV

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Flughäfen (ADV) bündelt die
Interessen von 19 internationalen Flughäfen und 38 Regionalflughäfen
in Deutschland, um sie gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu
vertreten. Seit Beginn dieses Jahres übt
Hamburg-Airport-Geschäftsführer Michael Eggenschwiler das Ehrenamt
des Verbands-Präsidenten aus. ADV-Hauptgeschäftsführer ist Ralph
Beisel.

Alle Themen rund um die Luftfahrt in die Öffentlichkeit tragen,
das ist seit 60 Jahren die Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft Deutscher
Verkehrsflughäfen, kurz ADV. Als Bundesverband der deutschen
Flughäfen stärkt die ADV einen leistungsstarken und
wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort Deutschland.

Originaltext: ADV Deutsche Verkehrsflughäfen
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=44169
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_44169.rss2

Pressekontakt:
Dr. Michael Schneider
Politik und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 310118-23


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