Duisburg/Port-au-Prince (ots) - Die Kindernothilfe macht anlässlich des Internationalen Tages gegen ausbeuterische Kinderarbeit am 12. Juni auf rund 300.000 Kindersklaven in Haiti aufmerksam. Diese Kinder leben und arbeiten unter unerträglichen Zuständen in privaten Haushalten von Port-au-Prince. Die Kollekte des Abschlussgottesdienstes des Deutschen Evangelischen Kirchentages am Sonntag, 10 Juni, kommt dem Projekt der Kindernothilfe für diese Mädchen und Jungen in Haiti zugute.
Dort müssen Mädchen und Jungen bis zu 16 Stunden am Tag in Haushalten schuften. Die Kindernothilfe unterstützt ein Schutzhaus, in dem die Kinder Unterschlupf finden. Sozialarbeiter knüpfen Kontakte zu denen, die noch in den Haushalten leben müssen, und ermöglichen ihnen den Besuch einer Schule. Die Kinder stammen aus armen ländlichen Regionen und werden in der Regel von den eigenen Eltern in einen fremden Haushalt als Arbeitskraft abgegeben. Erst wenn die wirtschaftliche Situation dieser extrem armen Familien verbessert wird, ist langfristig eine völlige Abschaffung der Kindersklaverei in Haiti möglich. Die Kindernothilfe unterstützt daher Familien mit Einkommen schaffenden Maßnahmen.
In Deutschland engagieren sich zahlreiche Schulen mit der von der Kindernothilfe organisierten Kampagne Action!Kidz gegen diese Art der Kindersklaverei. Kinder und Jugendliche verdienen einen Tag lang Geld und spenden ihre Einnahmen an das Projekt der Kindernothilfe. Schirmherrin dieser bundesweiten Aktion für Kinder und Jugendliche ist Christina Rau.
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Pressekontakt: Alinx Jean-Baptiste, Kindernothilfe-Koordinator in Port-au-Prince (deutschsprachig!) Bitte nur ab 15 Uhr MEZ + 509.445 3496 (Mobiltelefon)
Oder in Deutschland: Jürgen Schübelin, Kindernothilfe-Referatsleiter Lateinamerika und Karibik +49 (177) 547 8968