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Versicherer erwarten Boom bei Zusatzversicherungen

Geschrieben am 06.06.2007 - [Nächster Artikel]

Köln (ots) - GKV-Versicherte beklagen mangelnden Durchblick beim
gesetzlichen Leistungskatalog
- Großes Interesse an freiwilligen Gesundheitsangeboten durch
Arbeitgeber
- Zusätzliche Dentaltarife besonders gefragt

Die Dauerbaustelle Gesundheitsreform sorgt zunehmend für
Verwirrung. Viele Versicherte haben den Überblick über die Lücken im
Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung verloren. So
beklagen drei von vier Kassenpatienten, die Leistungslücken ihrer
Krankenkasse nicht genau zu kennen. Allerdings haben sich immer mehr
GKV-Mitglieder auf einen Rückgang der Leistungen eingestellt. Fast
jeder Zweite verfügt über mindestens einen Ergänzungstarif, um eine
auftretende Versorgungslücke zu schließen. Am Gefragtesten sind dabei
Ergänzungspolicen für den Zahnersatz - fast jedes dritte
Kassenmitglied besitzt bereits solch eine Zusatzabsicherung. Zu
diesen Ergebnissen kommt die Studie "Kundenkompass
Zusatzversicherungen" der Gothaer Krankenversicherung AG, die in
Kooperation mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführt wurde. Darin wird
erstmals untersucht, wie GKV-Versicherte das heutige Marktangebot an
Zusatzversicherungen bewerten und welche sie selbst abschließen.

Sinkender Festzuschuss bei Dentalbehandlung bereitet GKV-Versicherten
Zahnschmerzen

87 Prozent der Befragten wollen mit dem Abschluss einer
Zusatzversicherung, einer drohenden Versorgungslücke im
GKV-Leistungskatalog zuvorkommen. Damit reagieren sie auf die
Befürchtung, dass der Gesetzgeber den Leistungskatalog weiter
beschneidet. 63 Prozent glauben, dass es dazu kommen wird. Besonders
das Eigenrisiko beim Zahnersatz veranlasst viele GKV-Versicherte, den
Abschluss einer Zusatzversicherung zu erwägen: Vier von fünf
Befragten geben dies als Abschlussgrund an.

Junge Kassenpatienten wünschen die Leistungsstandards einer privaten
Krankenversicherung

Auffällig ist, dass vor allem bei jungen Kassenpatienten, in der
Altersgruppe 20 bis 29 Jahre, der Wunsch nach einer qualitativ
besseren medizinischen Behandlung stark verbreitet ist: Für 68
Prozent ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung, ein
wichtiger Grund für den Abschluss einer Zusatzversicherung, bei den
über 45-Jährigen ist dies nur für jeden Zweiten von Belang. Offenbar
sind vor allem jüngere Kassenpatienten mit der Qualität und dem
Umfang der Gesundheitsabsicherung durch ihre Krankenkasse nicht
zufrieden.

GKV-Versicherte mit hohem Bildungsstandard besonders offen für
Eigenvorsorge

Insgesamt planen 28 Prozent der Befragten bis 2010, neue
Zusatzpolicen abzuschließen. Vor allem Kassenpatienten mit
Gymniasal-bzw. Hochschulabschluss denken an einen Ausbau ihres
Krankenschutzes. Mehr als jeder Dritte in dieser Gruppe plant neue
Abschlüsse.

Nur jeder zweite Kassenpatient verschafft sich einen Überblick über
den Gesamtmarkt

GKV-Versicherte, die sich für eine Zusatzversicherung
interessieren, bedienen sich vor Abschluss, verschiedener
Informationsquellen. Dazu zählen Personen, Institutionen und die
Medien. Dabei wird am häufigsten auf das eigene persönliche Umfeld
zurückgegriffen. Unverkennbar ist, dass der Gesundheitsbereich und
das Leistungsfeld der gesetzlichen Krankenkassen viele Bürger vor ein
Problem stellen. Sie fühlen sich vielfach nicht in der Lage, den
eigenen Bedarf an Ergänzungspolicen richtig zu identifizieren und
suchen Orientierungshilfe. Drei Viertel der Kassenpatienten beklagen,
ihnen fehle ein Überblick über die Lücken im Leistungskatalog der
Krankenkassen. Vielen fehlt der Gesamtüberblick über das Tarifangebot
des Assekuranzmarktes - etwa jeder Zweite holt sich Rat bei Medien
oder bei Finanzberatern.

Ergänzungstarife: Fast jeder Zweite will nicht mehr als 20 Euro im
Monat ausgeben

Die Kassenversicherten sind sich zwar des Vorsorgebedarfs bewusst,
doch die meisten von ihnen zögern noch, das Problem in Angriff zu
nehmen. Besonders bei der privaten Pflegeergänzungsversicherung
klafft zwischen Erkenntnis und Handeln eine breite Lücke. Lediglich 8
Prozent der interviewten GKV-Mitglieder wollen in den kommenden zwei
Jahren für den eigenen Pflegefall vorsorgen. Die Bereitschaft, ein
Teil des monatlichen Einkommens für die Zusatzvorsorge aufzuwenden,
hängt vornehmlich von Einkommen und Lebensalter der Befragten ab.
Insgesamt betrachtet, ist bei jedem zweiten Befragten bereits bei 20
Euro im Monat die finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Bei den
Ostdeutschen wollen rund 60 Prozent weniger als 20 Euro im Monat für
Zusatzversicherungen ausgeben; in Westdeutschland ist rund die Hälfte
dazu bereit, zwischen 10 und 50 Euro im Monat auszugeben. Mit
zunehmendem Alter sinkt zudem der Anteil der Personen, die noch einen
Ergänzungstarif abschließen wollen. So sind mit 29 Prozent,
überdurchschnittlich viele Befragte über 60, nicht bereit, Geld für
Ergänzungstarife auszugeben.

GKV-Versicherte erhoffen sich mehr Verantwortung von Arbeitgebern

Da 80 Prozent aller befragten GKV-Versicherten die finanzielle
Belastung als Hindernis für den Abschluss einer Zusatzversicherung
sehen, suchen viele Kassenpatienten nach preiswerten Lösungen. Das
Interesse der Kassenpatienten an kostenlosen oder günstigen Angeboten
ihrer Arbeitgeber für Zusatztarife und gesundheitsfördernde Maßnahmen
ist entsprechend groß. 70 Prozent aller Befragten bekunden ein großes
Interesse an den freiwilligen Firmenofferten. Diese beinhalten
Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, Vertragsabschlüsse
mit Fitnessstudios, Sportkurse und die Teilnahme an
Sportveranstaltungen. An diesem Angebot sind vor allem Frauen
interessiert, Männer neigen eher zu Ergänzungspolicen. Bei den
Angestellten ist das Interesse an allen Angeboten groß, die Arbeiter
konzentrieren sich vor allem auf die Versicherungen. Das Problem: Das
Angebot der freiwilligen Offerten ist dünn ausgeprägt: Nur 13 Prozent
der Befragten geben an, dass ihnen die Möglichkeit zum Abschluss von
Krankenzusatzversicherungen vom Arbeitgeber vorliegt.
Der Gesetzgeber könnte diesen Missstand beseitigen, indem das
Abschließen von Ergänzungsversicherungen über den Arbeitgeber,
steuerlich gefördert würde. "Wir hoffen, dass die Bundesregierung bei
Ergänzungsversicherungen die vorteilhaften Parallelen zur
betrieblichen Altersvorsorge erkennt und die Rahmenbedingungen für
arbeitgeberfinanzierte Gesundheitsausgaben weiter verbessern wird",
sagt Michael Kurtenbach, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der
Gothaer Krankenversicherung AG.

Informationen zur Studie:
Im Januar 2007 befragte das Berliner Meinungsforschungsinstitut forsa
für uns 1.000 GKV-Versicherte im Alter von 20 bis 65 Jahren über ihre
Haltung zu Krankenzusatzversicherungen. Die interviewten Personen
repräsentieren einen Querschnitt der Kassenversicherten in
Deutschland.

Informationen zum Unternehmen:
Mit rund 780 Millionen Euro Beitragseinnahmen und über 450.000
Versicherten ist die Gothaer Krankenversicherung AG eine der größten
Krankenversicherungen in Deutschland. Sie ist der
Gesundheitsdienstleister im Gothaer Konzern, an dessen Spitze ein
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit steht. Sie bietet ihren
Kunden nicht nur bedarfsgerechten Versicherungsschutz und die
Erstattung von Krankheitskosten, sondern auch einen umfangreichen
Service im Bereich der Gesundheitsberatung und Unterstützung im
Krankheitsfall. Hierbei richtet sich unser Hauptaugenmerk auf
Angebote zur Prävention, auf die aktive Beratung bei chronischen
Leiden sowie auf das spezifische Fallmanagement bei besonders
schweren Erkrankungen.

Weitere Informationen unter: www.gothaer.de

Originaltext: Gothaer
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53508
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53508.rss2

Pressekontakt:
Alrun Griepenkerl
Gothaer Versicherungsbank VVaG
Leiterin Presse und Unternehmenskommunikation
Tel.: 0221/308 - 34531
Fax: 0221/308 - 34530
alrun_griepenkerl@gothaer.de.
 
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