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Rund, na und? Die meisten Deutschen fühlen sich mit dem eigenen Gewicht genau richtig

Geschrieben am 05.06.2007 - [Nächster Artikel]

München (ots) - Die Deutschen sind zu dick. Sie sind, wie eine
internationale Studie unlängst ergab, das dickste Volk in Europa. Das
Thema Übergewicht ist seit dieser Nachricht wichtig für Politiker und
Medien. Die Private Krankenversicherung der Allianz wollte nun
wissen, wie sich die Deutschen mit ihrem Gewicht fühlen, wie sie sich
ernähren und ob sie versuchen, abzunehmen. Ergebnis der Untersuchung:
Die meisten Deutschen fühlen sich pudelwohl - auch wenn die Waage zu
viele Kilos anzeigt.

Die Mehrheit der Deutschen (65 Prozent) fühlt sich mit dem eigenen
Gewicht "genau richtig". Und das, obwohl die meisten gemessen an
wissenschaftlichen Kategorien übergewichtig sind. Das ist ein
zentrales Ergebnis einer Umfrage der Privaten Krankenversicherung der
Allianz zu Körpergefühl, Gewicht und Ernährungsgewohnheiten der
Deutschen. Für die Studie hatte das Marktforschungsinstitut Ipsos 500
Bundesbürger ab 14 Jahren befragt. Zu dick fühlen sich der Umfrage
zufolge lediglich 31 Prozent der Deutschen - dabei mehr Frauen (37
Prozent) als Männer (25 Prozent).

Gefühltes und tatsächliches Gewicht

Das überwiegend gute Gefühl der Deutschen dem eigenen Gewicht
gegenüber hat mit der "Gewichts-Realität" aber nur wenig gemein. Denn
mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gibt an, gemäß
wissenschaftlichen Formeln zur Gewichtsbeurteilung, übergewichtig zu
sein (leicht übergewichtig: 44 Prozent; übergewichtig: 11 Prozent).
Männer (60 Prozent) sind dabei eher zu dick als Frauen (51 Prozent)
und Ältere eher als Jüngere (Altergruppe ab 55 Jahren: 69 Prozent;
Altergruppe unter 34 Jahren: 36 Prozent). In eine nach objektiven
Kriterien abgesteckte Kategorie "gewichtsmäßig genau richtig" würden
sich insgesamt nur 37 Prozent der Deutschen einordnen.

"Einerseits ist es natürlich positiv, dass die Deutschen sich mit
ihrem Gewicht wohlfühlen und dass sie sich von der aktuellen Debatte
ums Thema Übergewicht nicht verrückt machen lassen", kommentiert Dr.
Ulrich Rumm, Vorstandsvorsitzender der Privaten Krankenversicherung
der Allianz, das Ergebnis. "Andererseits stimmt die Lücke zwischen
"gefühltem" und tatsächlichem Gewicht nachdenklich. Denn wer sich
genau richtig fühlt, obwohl er eigentlich zu dick ist, wird auch
nichts gegen sein Übergewicht unternehmen." Eine gefährliche
Einstellung, vor allem, wenn man an Folgeerkrankungen von Übergewicht
wie Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder
Herzinfarkt und Schlaganfall denkt. "Um sich davor zu schützen,
müssten viele wohl erstmal die eigene Wahrnehmung hinterfragen", sagt
Rumm.

Die Situation in der Gesamtbevölkerung bewerten die Befragten
durchaus realistisch. Ganz richtig schätzen sie, dass in Deutschland
50 Prozent der Menschen übergewichtig sind. Beim Thema Kinder und
Übergewicht sind die Deutschen aber offenbar übersensibilisiert. So
glauben sie, dass 44 Prozent der Kinder in Deutschland zu dick sind
und bewerten damit die Situation kritischer, als sie ist. Denn in der
Realität gilt "nur" jedes fünfte Kind in Deutschland als zu dick.

Diäten nicht gefragt

Allem Realitätsbewusstsein zum Trotz: Große Anstrengungen, das
Gewicht in Zaum zu halten, nehmen die Deutschen nicht auf sich. So
haben der Umfrage zufolge knapp 60 Prozent aller Befragten im
vergangenen Jahr keinerlei Versuche gestartet, abzuspecken. Auch
gaben gut ein Drittel der Befragten an, nichts Besonderes zu
unternehmen, um ihr aktuelles Gewicht zu halten. 43 Prozent der
Befragten treiben wenig oder gar keinen Sport, nur rund ein Drittel
ist im Fitnessstudio oder Sportverein aktiv, jeder Zweite isst gerne
Kuchen und Süßigkeiten und 84 Prozent geben zu, im Prinzip immer das
zu essen, worauf sie gerade Lust haben.

Wer dennoch überflüssige Pfunde loswerden wollte - immerhin rund
40 Prozent der Bevölkerung - hat am häufigsten versucht, bewusst
weniger oder seltener am Tag zu essen. 29 Prozent der Befragten
wählten diesen Weg, um abzunehmen. Eine richtige Diät haben hingegen
nur 7 Prozent der Befragten gemacht. Auch setzten nur 13 Prozent der
Deutschen auf ein intensives Sportprogramm, um abzunehmen. Radikalere
Methoden wie etwa die Einnahme von Appetitzüglern lehnen die
Deutschen der Befragung zufolge völlig ab.

Um das Gewicht zu halten gehören das tägliche Verzehren von Müsli,
Obst, Gemüse und Salat und der Verzicht auf Süßigkeiten und Essen in
Restaurants oder Fast-Food-Ketten zu den beliebtesten Maßnahmen.
Jeder fünfte achtet außerdem bewusst auf Kalorien. Insgesamt achten
Frauen stärker als Männer und Ältere ab 55 Jahren stärker als Jüngere
auf die richtige Ernährung. Frauen verzichten zudem häufiger als
Männer auf Alkohol (Frauen: 37 Prozent; Männer: 25 Prozent); Männer
(12 Prozent) zieht es der Umfrage zufolge deutlich öfter als Frauen
(4 Prozent) in Burger- oder Pizzaketten.

Weitere Presseinformationen der Allianz Deutschland AG finden Sie
im Internet unter www.allianz.com/aktuell

Originaltext: Allianz Deutschland AG (ADAG)
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=65275
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_65275.rss2

Pressekontakt:
Katrin Schaller
Tel: 089/3800-12946
E-Mail katrin.schaller@allianz.de
 
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