Essen (ots) - E.ON Ruhrgas baut sein europäisches Geschäft mit LNG (Liquified Natural Gas) aus. Das Essener Unternehmen hat mit dem französischen Strom- und Gasversorger Poweo S.A. und dem Terminalbetreiber CIM SNC (Compagnie Industrielle et Maritime) eine Grundsatzvereinbarung über den Bau eines neuen LNG Terminals in Le Havre erzielt. E.ON Ruhrgas wird sich danach mit 24,5 Prozent an der Projektgesellschaft Gaz de Normandie SAS mit Sitz in Paris beteiligen. Das neue Terminal soll über eine Kapazität von rund 9 Mrd. Kubikmeter pro Jahr verfügen, wobei E.ON Ruhrgas einen Anteil von 3 Mrd. Kubikmeter jährlich erhalten wird. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei etwa 500 bis 600 Millionen Euro. Nach Abschluss weiterer Untersuchungen und Planungen könnte das LNG-Terminal bereits 2011 in Betrieb gehen.
"Das geplante Terminal in Le Havre wird es uns erleichtern, weitere Kunden im französischen Markt mit Erdgas zu versorgen. Zugleich werden wir dadurch als Partner für Produzenten interessanter. Denn es erweitert unser Portfolio am Anladeterminals in eine neue Region hinein", so E.ON Ruhrgas Vorstandsmitglied Jochen Weise. "LNG ist grundsätzlich ein wichtiger Faktor für die zukünftige Versorgungssicherheit in Europa. In einem immer globaler werdenden Gasgeschäft bietet es darüber hinaus gute Wachstumsmöglichkeiten."
Neben dem geplanten Bau von Anlandeterminals in Wilhelmshaven und an der kroatischen Adriaküste hat E.ON vor kurzem Kapazität auf der Isle of Grain für den britischen LNG-Markt gebucht.
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