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Nachrichten aus Berlin - Wissenschaft: Boost für Teilchenphysik in Deutschland - Humboldt-Universität zu Berlin an der Helmholtz-Allianz beteiligt

Geschrieben am 24.05.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Physiker aus Deutschland können zukünftig eine noch
stärkere Rolle im internationalen Streben um die
Grundlagenerforschung der Natur übernehmen. Der Senat der
Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren hat für die
kommenden fünf Jahre 25 Millionen Euro für den Projektvorschlag
"Helmholtz-Allianz - Physik an der Teraskala" bewilligt, der unter
Federführung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY erstellt
wurde. Die Humboldt-Universität zu Berlin ist an diesem Projekt
beteiligt.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Karlsruhe, 17
Universitäten (Aachen (RWTH), HU-Berlin, Bonn, Dortmund, Dresden,
Freiburg, Giessen, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mainz,
München (LMU), Rostock, Siegen, Würzburg, Wuppertal) und dem
Max-Planck-Institut für Physik in München werden die in Deutschland
vorhandenen Kompetenzen gebündelt, um das Verhalten von
Elementarteilchen und die Kräfte, die
zwischen ihnen walten, zu erforschen.

"Wir führen die Stärken von zentralen Forschungseinrichtungen und
den Universitäten in Deutschland zusammen und sichern eine attraktive
Forschungslandschaft", so DESY-Forschungsdirektor Prof. Rolf-Dieter
Heuer, einer von zwei Koordinatoren der Helmholtz-Allianz. Diese
Forschung findet in einem internationalen Verbund an weltweit
einmaligen Teilchenbeschleunigern wie dem 'Large Hadron Collider'
(LHC) bei der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN in
Genf und dem geplanten 'Internationalen Linearcollider'(ILC) statt.

Während des Förderzeitraums werden über 50 Stellen für
Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker geschaffen. Insbesondere
wird Nachwuchswissenschaftlern/- innen mit der Leitung einer
Nachwuchs-Forschergruppe Aussicht auf eine Festanstellung geboten.
Nachwuchsstellen bei allen Partnern, eine koordinierte
Stellenbesetzung und Lehrvertretungen während Auslandsaufenthalten
machen die Mitarbeit
an Großforschungseinrichtungen möglich, ohne die Lehre
einzuschränken. "Das Auswahlgremium war einhellig von dem Vorschlag
begeistert", so Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der
Helmholtz-Gemeinschaft. Insbesondere wird die Entwicklung neuer
IT-Strukturen, Detektor- und Beschleunigertechnologie gefördert, die
für eine nachhaltige Entwicklung der Teilchenphysik von zentraler
Bedeutung sind. Die an den
Forschungsstandorten vorhandene Infrastruktur wird verbessert und
vernetzt und allen Partnern zur Verfügung stehen.

Die experimentellen Arbeitsgruppen der Humboldt-Universität zu
Berlin (Prof. Kolanoski, Prof. Lohse) bringen ihre langjährige
Erfahrung im Hardware- und Softwarebereich in den Verbund ein. Sie
nutzen die räumliche Nähe zum DESY in Zeuthen bei Berlin, um sich am
Aufbau eines Daten- und Analysezentrums zu beteiligen und an der
vernetzten Datenanalyse im Rahmen des LHC-Experiments ATLAS
teilzunehmen.

Zusätzlich werden sich die theoretischen Arbeitsgruppen (Prof.
Müller-Preußker, Prof. Plefka, Prof. Wolff) am Virtuellen
Theorie-Institut engagieren, so dass eine enge Verzahnung der
experimentellen und theoretischen Forschung an der
Humboldt-Universität gewährleistet ist.

Der Large Hadron Collider LHC am CERN, ein dieses Jahr in Betrieb
gehender Teilchenbeschleuniger, und der geplante Internationale
Linearcollider ILC, werden mit bisher unerreichten Energien die
Physik an der Teraskala erforschen (1 TeV= 1 Tera-Elektronenvolt, der
Energiebereich, den die Forschung mit LHC und ILC erschließt). Mit
diesen Großgeräten erhoffen sich Wissenschaftler Erkenntnisse über
den
Ursprung und die Wirkungsweise unserer Welt. Mit den Ergebnissen von
LHC und ILC könnten Antworten auf die Fragen nach dunkler Materie,
Energie oder dem Ursprung der Masse gefunden werden.

Kontakt: Michael Willenbücher
Telefon: (030) 2093-2715
E-Mail: kabinette@hu-berlin.de

Humboldt-Universität zu Berlin
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel.: +49-30-2093-2946
Fax: +49-30-2093-2107
Mail: hu-presse@uv.hu-berlin.de
URL: http://www.hu-berlin.de/presse/

Berlin, 24. Mai 2007

Die "Nachrichten aus Berlin - Wissenschaft" sind ein Service der
Berlin Partner GmbH und ihrer Berlin-Partner Wissenschaft:
Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin, BBB Management GmbH Campus
Berlin-Buch, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Deutsches Institut
für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), ESCP-EAP Europäische
Wirtschaftshochschule Berlin, Evangelische Fachhochschule Berlin,
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Technik und Wirtschaft Berlin, Fachhochschule für Verwaltung und
Rechtspflege Berlin, Fachhochschule für Wirtschaft Berlin,
Fraunhofer-Verbund Informations- und Kommunikationstechnik, Freie
Universität Berlin, Hertie School of Governance, Humboldt-Universität
zu Berlin, IGAFA - Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer
Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V., Katholische
Fachhochschule Berlin, OTA Hochschule - Private University of Applied
Sciences, Private Kant-Schule e. V., Steinbeis-Hochschule Berlin,
Technische Fachhochschule Berlin, Technische Universität Berlin,
Touro College Berlin, Universität der Künste Berlin, Urania Berlin e.
V., Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Originaltext: Nachrichten aus Berlin - Wissenschaft
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=60019
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Pressekontakt:
Christoph Lang
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Berlin Partner GmbH
Ludwig Erhard Haus
Fasanenstrasse 85
10623 Berlin
Germany

Phone: +49 30 39980 - 123
Mobile: +49 1577 3998 - 123
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