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Tag der biologischen Vielfalt im Zeichen des Klimawandels

Geschrieben am 21-05-2007

Bonn (ots) -

"Naturathlon - Treffpunkt Wald" behandelt Themen zur biologischen
Vielfalt

In diesem Jahr steht der internationalen Tag der biologischen
Vielfalt unter dem Motto "Biologische Vielfalt und Klimawandel". Das
Bundesamt für Naturschutz (BfN) weist aus diesem Anlass darauf hin,
dass Maßnahmen zum Schutz der Natur nötig sind, um Arten und
Ökosystemen bei der Anpassung an die sich ändernden Klimabedingungen
zu helfen. Gleichzeitig trägt die Erhaltung der biologischen Vielfalt
auch unmittelbar zur Verlangsamung des Klimawandels bei, wenn
natürliche Kohlenstoffspeicher wie Wälder und Moore bewahrt oder
wiederhergestellt werden. Darüber hinaus können natürliche
Lebensräume auch die Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen
abpuffern. Das BfN fordert daher, das sowohl die Folgen des
Klimawandels für die Natur als auch der effektive und kostengünstige
Beitrag, den natürliche Ökosysteme zur Stabilisierung des Klimas und
zum Schutz des Menschen leisten, in der Klimaschutzdebatte verstärkt
beachtet werden müssten.

Angesichts der beunruhigenden Entwicklung des Weltklimas hat das
Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die
Biologische Vielfalt - dessen Vertragsstaatenkonferenz nächstes Jahr
in Bonn tagen wird - den heutigen internationalen Tag der
biologischen Vielfalt unter das Motto "Biologische Vielfalt und
Klimawandel" gestellt. Auch der diesjährige "Naturathlon-Treffpunkt
Wald 07" greift das Thema auf.

- In Deutschland hat sich in den letzten hundert Jahren die
Jahresmitteltemperatur um 0,9 Grad C erhöht.
- In den vergangenen 30 Jahren hat sich die
Vegetationsperiode um ca. 10 Tage verlängert.
- Soeben haben wir den wärmsten Winter seit Beginn
regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahre 1901 hinter
uns.

Diese Fakten belegen eine Veränderung der Umweltbedingungen, die
einen direkten Einfluss auf das Vorkommen von Pflanzen und Tieren
haben. Zum Beispiel wandern in Deutschland mediterrane Arten wie der
Bienenfresser oder die Feuerlibelle ein und der Lebensraum anderer
Arten wie der Schneeeule oder des Bergfinks verschiebt sich nach
Norden oder schrumpft. Nicht alle Arten können dabei mit der
Geschwindigkeit der Klimaveränderung Schritt halten, so dass der
Weltklimarat (IPCC) davon ausgeht, dass bereits bei einem
Temperaturanstieg von ca. 2 Grad C weltweit etwa 20-30 % aller Arten
vom Aussterben bedroht wären. Der BfN-Präsident Hartmut Vogtmann
unterstreicht angesichts dieser Gefahr die gestiegene Bedeutung des
Naturschutzes in den Zeiten des Klimawandels: "Die Einrichtung eines
Netzwerks von Schutzgebieten, das den Arten eine Wanderung
entsprechend der Veränderung ihrer Lebensräume ermöglicht, sowie der
Schutz seltener Arten und Ökosysteme sind heute wichtiger denn je."

Ein weiterer Grund für die steigende Bedeutung des Naturschutzes
ist, dass er auch direkt zur Abschwächung des Klimawandels beiträgt:
Beispielsweise verhindert die Erhaltung oder Wiederherstellung von
Wäldern und Mooren, dass der dort in Pflanzen und Böden gespeicherte
Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt.
Maßnahmen des Naturschutzes wie die Wiedervernässung von entwässerten
Mooren oder der Schutz naturnaher Wälder leisten somit auch einen
Beitrag zur Bindung von Treibhausgasen. Zusätzlich ist Naturschutz
ein Schutz des Menschen vor den Auswirkungen des Klimawandels.
Beispielsweise sichert die Erhaltung von Wäldern nicht nur ihre
biologische Vielfalt, sondern auch ihre lokal kühlende Wirkung sowie
ihre Funktion als Wasserspeicher in Trockenzeiten oder als
Erosionsschutz bei Starkregen in steilen Lagen.

Einen besonderen Reiz sieht das Bundesamt für Naturschutz in dem
mehrfachen Nutzen, den man von Naturschutzmaßnahmen erhält.
Naturschutz dient nicht nur der Natur, sondern auch dem Menschen, und
das auf eine kostengünstige Weise. Ingenieurtechnische Maßnahmen zum
Erosions-, Lawinen- oder Hochwasserschutz sind meist ein Vielfaches
teurer als der Erhalt oder die Wiederherstellung einer natürlichen
Vegetation, die die Schutzfunktion ebenso gut gewährleisten kann. Im
Bereich Klimaschutz gibt die Bundesregierung gegenwärtig für die
Einsparung einer Tonne CO2 mehr als 50EUR aus. Dagegen sind
beispielsweise auf dem Gebiet des Moorschutzes in Deutschland
Maßnahmen möglich, durch die dieselbe Menge CO2 für ca. 2EUR
eingespart werden kann.

Hinweis NATURATHLON 2007 - Treffpunkt Wald:

Bis zur 9. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über die
biologische Vielfalt im Mai 2008 in Deutschland finden in Deutschland
unterschiedliche Aktionen statt, um auf die große Bedeutung der
Konvention und die Konferenz hinzuweisen. Deshalb findet der
diesjährige NATURATHLON unter dem Motto "Treffpunkt Wald" vom 22.
Juli bis 4. August 2007 statt. Die biologische Vielfalt und der
Erhalt der Wälder der Erde ist ein Thema der
Vertragsstaatenkonferenz.

Der NATURATHLON' 07-Treffpunkt Wald ist ein "sportliches
Natur-Abenteuer". Die Strecke führt vom Schwarzwald bis nach Berlin
(ca. 1.800 km). In acht Teams durchqueren 32 Sportler mit dem Fahrrad
Deutschland. Dabei besuchen sie ausgewählte Wälder, die in ihrer Art
besonders typisch für die biologische Vielfalt der Wälder sind.

Neben sportlicher Fitness wird von den Sportlern beim Naturathlon
auch Wissen über die Natur der Wälder erwartet. An spannenden
Aktionspunkten müssen die Naturathleten sportliche und spannende
Aufgaben lösen, die im Zusammenhang mit dem Thema Wald und
Naturschutz stehen. Der Naturathlon' 07 - Treffpunkt Wald wird vom
Bundesumweltministerium gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz
(BfN) gemeinsam mit der Initiative Treffpunkt Wald, dem Deutschen
Forstverein und dem NABU veranstaltet. Informationen unter
www.naturathlon.de oder www.treffpunktwald.de

Originaltext: BfN Bundesamt für Naturschutz
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=43341
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_43341.rss2

Pressekontakt:
Franz-August Emde
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228-84914444
Email: presse@bfn.de


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