hier anmelden...    
  Menü
Community
Anmeldung
Dein Account
Private Nachrichten
Chatroom
Forum
- Azubi Corner
- Einstellungstests
- Bewerbungen
- Prüfungen
Fortbildung:
Bankfachwirt:
Fachwirtstudium
Inhalte
Orte
Infomaterial
Kontakt
Fachwirt für Finanzberatung:
Allgemeines
Ablauf
Inhalte
Infomaterial
Kontakt
Specials



Online-Games
Downloads
Ausbildungsplatz

Artikelsuche

Infos
Feedback
Impressum
Unsere Banner
Linksammlung

WAZ: Krebsoperation nach Spende Die Willkür eines Arztes - Leitartikel von Petra Koruhn

Geschrieben am 18.05.2007 - [Nächster Artikel]

Essen (ots) - Das Vorgehen von Prof. Broelsch schockiert.
Krebstherapie nach Spende - sollte das stimmen, "ist das unglaublich
dämlich", so ein Leitender Arzt.

Nicht geistige Einfalt war es, die Broelsch dazu bewegt hat,
sondern: Willkür. Broelsch ist ein Macher, ein Megastar. Einer, der
in den USA zur Kultfigur aufstieg. Dass Essen es schaffte, dieses
Alphatier zu binden - ein Coup. Broelsch, zwar hoch umstritten,
förderte die Entwicklung der Lebendspende (Teile eines Organs werden
transplantiert, die für den Spender nicht lebenswichtig sind) als
eine Antwort auf den engen Organ-Markt. Und machte sich Feinde, als
er Spender mit Geld locken wollte. Er hat lange in den USA gelebt. Da
ist die Kreativität, an Gelder zu kommen, groß.

Doch die Spenden-Nummer ist "etwas, das sich außerhalb jedes
geltenden Rechts befindet", so Rudolf Henke von der Ärztevertretung
Marburger Bund. Außerhalb einer staatlichen Gebührenordnung für
Selbstzahler, die als Schutz gegen Abzocke dient. Selbstzahlen,
Privileg der Privaten, ist das jetzt Bedingung, um auch als
Kassenpatient die nötige Behandlung zu erhalten? Rechtlich nicht. Ein
Kassenpatient hat Anspruch auf eine Behandlung, die a) nötig ist, b)
zweckmäßig, c) ausreichend und d) wirtschaftlich ist. Was ist
ausreichend? Böse formuliert: Muss es bei der Kniegelenkarthrose ein
Gelenkersatz sein oder reicht vielleicht ein Holzbein? Das Geld
entscheidet.

Kliniken stehen unter einem enormen finanziellen Druck. Allein
von 1995 bis 2004 stiegen die medizinischen Kosten um 47,5 Milliarden
auf 234 Milliarden Euro. Die Gesetzlichen Krankenkassen reduzierten
ihren Anteil von 60 von 56 Prozent (2004: 131,6 Milliarden Euro).
Dennoch zählt Deutschland (noch) zu den besten medizinischen
Versorgern. Jeder Kranke erhält im Normalfall die lebenswichtige
Hilfe. Wie auch jeder Krebskranke im Normalfall die nötige Therapie
erfahren wird. Gut, es gibt Wartezeiten, um die Kosten niedrig zu
halten. Aber längst nicht jede Krebsoperation muss sofort vorgenommen
werden. Die Psyche leidet dabei. Doch das Interesse der Klinik ist
Wirtschaftlichkeit, ist Überleben.

Eine Wunschmedizin ist für die Vollkaskoversicherung, wie wir sie
leisten, nicht drin. Sie könnte für "Standard einfach" reichen. Für
eine Bestversorgung aber werden wir noch tiefer in die Tasche greifen
müssen. Auch wenn es schmerzt - statt für den Urlaub muss das Geld
mal für die neue Hüfte angelegt werden. Schön ist das nicht. Aber -
im Gegensatz zur Willkür eines Arztes - ein ehrliches Geschäft.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55903
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: (0201) 804-0
zentralredaktion@waz.de
 
  Login
Benutzername

Passwort

Kostenlos registrieren!

  Themen-Infos
· Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews:
DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein


  Artikel Bewertung
durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht




Nachrichten-Archiv

Wirtschaft   Juli 2007 Wi, August 2007 Wi, September 2007 Wi, Oktober 2007 Wi, November 2007 Wi, Dezember 2007 Wi, Januar 2008 Wi, Februar 2008 Wi, März 2008 Wi, April 2008 Wi, Mai 2008 Wi, Juni 2008 Wi, Juli 2008 Wi, August 2008 Wi, September 2008 Wi, Oktober 2008 Wi
Finanzen Juni 2007 Fi, Juli 2007 Fi, August 2007 Fi, September 2007 Fi, Oktober 2007 Fi, November 2007 Fi, Dezember 2007 Fi, Januar 2008 Fi, Februar 2008 Fi, März 2008 Fi, April 2008 Fi, Mai 2008 Fi, Juni 2008 Fi, Juli 2008 Fi, August 2008 Fi, September 2008 Fi Oktober 2008 Fi
Sonstiges April 2006 So, Mai 2006 So, Juni 2006 So, Juli 2006 So, August 2006 So, September 2006 So, Oktober 2006 So, November 2006 So, Dezember 2006 So, Januar 2007 So, Februar 2007 So, März 2007 So, April 2007 So, Mai 2007 So, Juni 2007 So,
Fortsetzung August 2007 So, September 2007 So, Oktober 2007 So, November 2007 So, Dezember 2007 So, Januar 2008 So, Februar 2008 So, März 2008 So, April 2008 So, Mai 2008 So, Juni 2008 So, Juli 2008 So, August 2008 So, September 2008 So, Oktober 2008 So
Sport Februar 2008 Sp, März 2008 Sp, April 2008 Sp, Mai 2008 Sp, Juni 2008 Sp, Juli 2008 Sp, August 2008 Sp, September 2008 Sp, Oktober 2008 Sp


Web site engine's code is Copyright © 2003 by PHP-Nuke. All Rights Reserved. PHP-Nuke is Free Software released under the GNU/GPL license. - Erstellung der Seite: 0.789 Sekunden