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IFD begrüßt die "Transatlantische Wirtschaftspartnerschaft"

Geschrieben am 15.05.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) -

- Förderung des transatlantischen Wirtschafts- und
Finanzmarktdialogs durch eine verstärkte Abstimmung der
Regulierungsfragen zwischen EU und USA
- Gegenseitige Anerkennung als wichtigste Voraussetzung für einen
gemeinsamen Finanzmarkt zwischen USA und EU
- Dr. Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
und verantwortlicher Sherpa der IFD Arbeitsgruppe
"EU-Finanzmarktintegration": "Durch eine bessere Kooperation und
Kommunikation der Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden können die
Finanzierungskosten gesenkt und das Wachstum erheblich
gesteigert werden"

Die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) unterstützt
ausdrücklich die Initiative der Bundesregierung "Transatlantische
Wirtschaftspartnerschaft" im Rahmen der deutschen
EU-Ratspräsidentschaft, mit der der transatlantische Wirtschafts- und
Finanzmarktdialog durch eine verstärkte Abstimmung von
Regulierungsfragen zwischen EU und USA gefördert werden soll. Dies
betrifft vor allem die Regulierungs- und Finanzmarktregeln, die in
dieser Initiative eine wesentliche Rolle spielen.

"Die Finanzmärkte in den USA und in Europa sind mit 80 Prozent
aller Finanzdienstleistungen die treibende Kraft der globalen
Finanzszene", sagte Hermann-Josef Lamberti, Mitglied des Vorstandes
der Deutschen Bank AG und Sherpa der IFD. "Trotzdem handelt es sich
um zwei weitgehend voneinander getrennte Finanzmärkte. Durch eine
bessere Kooperation und Kommunikation der Gesetzgeber und
Aufsichtsbehörden können die Finanzierungskosten gesenkt und das
Wachstum erheblich gesteigert werden. Ein gemeinsamer Finanzmarkt
zwischen den USA und der EU bringt deutliche Effizienzgewinne auf
beiden Seiten mit sich und zahlt sich langfristig für alle
Beteiligten aus. Die USA und die EU sollten deshalb kurzfristig mit
der Umsetzung der Regulierungsfelder beginnen."

Zwar bestehen zwischen den beiden Wirtschaftsräumen traditionell
starke Bindungen. Unterschiede im Regulierungsrahmen und der
Aufsichtspraxis auf beiden Seiten erschweren jedoch
Finanztransaktionen zwischen den USA und der EU. Überschneidende und
zum Teil sogar widersprüchliche Regeln behindern die Aktivitäten von
international tätigen Instituten. Diese gehen auf eine weitgehend
unkoordinierte Gesetzgebung und Beaufsichtigung zurück. Des Weiteren
beeinträchtigen einseitige US-Sanktionen gegen Drittstaaten das
internationale Geschäft deutscher Finanzdienstleister und Unternehmen
selbst dann, wenn die fragliche internationale Geschäftstätigkeit
keinen Bezug zum US-amerikanischen Markt aufweist und nach EU- und
deutschem Recht zulässig ist. Durch eine bessere Kooperation und
Kommunikation der Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden können solche
"regulatory spillovers" abgebaut werden.

Von der deutschen Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union im
ersten Halbjahr 2007 gehen wichtige Impulse aus, um die
transatlantischen Wirtschafts- und Finanzbeziehungen zu beleben.

Um eine stärkere Integration der beiden Finanzmärkte zu erreichen,
sind konkrete Fortschritte bei der Finanzmarktgesetzgebung notwendig.
Grundlegend ist die Verankerung von regulatorischen Prinzipien. Dazu
gehören
- die gegenseitige Anerkennung bestehender und zukünftiger
Finanzmarktregeln
- eine Angleichung divergierender Rechtsbestände
- die Prüfung von neuen Regelungen auf potenzielle Kosten
und Nutzen und gegebenenfalls deren Abbau
- der freie Fluss von Kapital zwischen den USA und der EU
als Zielvorgabe aller neuen Finanzmarktregeln
- die Vermeidung des Einflusses nationaler Finanzmarktregeln
auf Drittstaaten
- die stringente Einhaltung internationaler Rahmenabkommen

Die IFD ist der Meinung, dass die Barrieren, die sich aus den
unterschiedlichen Regelungen in der Finanzmarktgesetzgebung ergeben,
zeitnah abgebaut werden müssen. Dazu gehört die gegenseitige
Anerkennung der Äquivalenz der Bilanzierungsstandards US GAAP und
IFRS. Die IFD unterstützt gerade im Hinblick auf die Anwendung der
IFRS in den mittelständischen Unternehmen die Forderungen der
Arbeitsgemeinschaft Mittelstand. Entscheidend für den Mittelstand
ist, die Anwendung von IFRS ausschließlich auf freiwilliger Basis
vorzusehen.

Auch im Bereich Börsenzulassung und De-Registrierung sowie beim
Wertpapierhandel zwischen den USA und der EU müssten sich die
Vorschriften der beiden Kontinente weitgehend angleichen, um den
grenzüberschreitenden Handel zu erleichtern.

Darüber hinaus, so Dr. Schackmann-Fallis, sei die Implementierung
globaler Standards für risikoadäquate Eigenkapitalanforderungen im
Rahmen des zweiten Baseler Akkords die Voraussetzung dafür,
Wettbewerbsverzerrungen sowie eine einseitige Belastung von
Finanzdienstleistungsunternehmen auszuräumen. Aus Sicht der IFD
sollte den transatlantischen Partnern mit Nachdruck deutlich gemacht
werden, welche Vorteile die Umsetzung der Basel II-Regeln für
Stabilität, Risikoorientierung und Sicherheit auf den Finanzmärkten
mit sich bringen.

Über die Initiative Finanzstandort Deutschland Die IFD ist im Mai
2003 als Zusammenschluss von Instituten aus allen Bereichen der
deutschen Kreditwirtschaft, der Versicherungen, der Deutschen Börse,
der Deutschen Bundesbank, des Bundesministeriums der Finanzen sowie
der Spitzenverbände der deutschen Finanzwirtschaft gegründet worden.
Ihr Ziel ist es, mit konkreten Produkten und Maßnahmen Nutzen für
Privatkunden und Unternehmen zu stiften. Weiter leistet die IFD einen
Beitrag zur politischen Diskussion mit Entscheidungsträgern auf
verschiedenen Ebenen. Die Initiative wird getragen von
Marktpraktikern aus allen Bereichen der Finanzbranche, Fachleuten aus
den vier großen Verbänden der Kredit- und Versicherungswirtschaft
sowie aus der Bundesbank und dem Bundesministerium der Finanzen. Über
alle Wettbewerbsgrenzen hinweg arbeiten in den IFD-Arbeitsgruppen
Experten aus den teilnehmenden Häusern an pragmatischen und
umsetzbaren Lösungen. Die Mitglieder der IFD: Allianz Group Dresdner
Bank, BayernLB, Bundesministerium der Finanzen, Commerzbank,
DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Bundesbank, DZ BANK, Deutsche
Börse, HypoVereinsbank, KfW Bankengruppe, Morgan Stanley,
Münchener-Rück-Gruppe, Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband
der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Deutscher Sparkassen-
und Giroverband, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft,
Postbank. Assoziierte Mitglieder der IFD: Citigroup, Goldman Sachs,
JP Morgan, Lehman Brothers, Merrill Lynch, UBS

Originaltext: IFD
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55919
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55919.rss2

Pressekontakt:
Für die IFD: Die PR-Steuerungsgruppe:
Christian Achilles, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, (030)
20225 5100
Torsten Albig, Bundesministerium der Finanzen, (030) 2242 3227
Walter Allwicher, Deutsche Börse, (069) 211 15371
Christian Becker-Hussong, HypoVereinsbank, (089) 378 25801
Christian Burckhardt, Deutsche Bundesbank, (069) 9566 2157
Martin Halusa, Dresdner Bank, (069) 263 50750
Dr. Michael Helbig, KfW Bankengruppe, (069) 7431 9631
Heiner Herkenhoff, Bundesverband deutscher Banken, (030) 1663 1200
Dr. Rolf Kiefer, DekaBank, (069) 7147 7918
Roland Klein, CNC, (089) 599458 122 oder (0044) 777 616 2997
Peter Kulmburg, BayernLB, (089) 2171 21300
Dr. Christian Lawrence, Münchener Rück Gruppe, (089) 3891 2504
Peter Pietsch, Commerzbank, (069) 136 22379
Dr. Detlev Rahmsdorf, Deutsche Bank, (069) 910 36424
Martin Roth, DZ BANK, (069) 7447 42750
Melanie Schmergal, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken, (030) 2021 1320
 
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