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Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD): "Ein neuer Anlauf zur Liberalisierung des Welthandels, der gelingen muss"

Geschrieben am 15.05.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

- Position zum Stand der WTO-Doha-Runde
- Nachdrückliche Unterstützung der massiven Bemühungen der
Bundesregierung für erfolgreichen Abschluss der WTO-Runde
- Greifbare Verbesserungen bei den Dienstleistungsverhandlungen
notwendig
- Handelspolitik: IFD befürwortet die Doha-Runde

Die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) hat die deutsche
Bundesregierung ermuntert, bei den Gesprächen zur Liberalisierung des
Welthandels deutliche Akzente zu setzen und den Gesprächen um die WTO
zu neuem Schwung zu verhelfen. Nach dem Aussetzen der WTO
Verhandlungen im Juli 2006 wurden sie Anfang des Jahres neu
aufgenommen. Die zunehmende politische Unterstützung sowie die Zusage
zahlreicher Teilnehmerländer, zu substanziellen Ergebnissen kommen zu
wollen, bringt die Verhandlungsrunde scheinbar wieder auf den
richtigen Weg zurück.

Der deutschen Bundesregierung kommt als EU-Präsidentschaft und in
der Funktion des G8-Vorsitzes eine entscheidende Rolle zu. Die
Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) unterstützt deshalb
nachdrücklich die von der Bundesregierung dargelegte Haltung für
einen liberalen Ordnungsrahmen des Welthandels und ihre massiven
Bemühungen zum erfolgreichen Abschluss der WTO-Runde.

Die IFD spricht sich für greifbare Verbesserungen bei den
Dienstleistungs-verhandlungen aus. "Ohne eine deutliche Nachbesserung
wird die Doha-Runde im Finanzdienstleistungssektor nicht zu einer
durchgreifenden Beseitigung diskriminierender Marktzugangsregeln
führen", so Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied Deutscher Sparkassen und Giroverband und
verantwortlicher Sherpa der IFD-Arbeitsgruppe
"EU-Finanzmarktintegration". "Hier sollten auf bi- und multilateraler
Basis Verhandlungsspielräume ausgelotet werden, die zu einer
Beseitigung der bestehenden Marktzugangsregeln führen" schätzt Dr.
Schackmann-Fallis die Möglichkeiten neuer Gespräche ein.

Die IFD sieht ebenfalls die Notwendigkeit für eine gegenseitige
Anerkennung von Heimatstandards - etwa in Form von Rahmenabkommen.
Internationale Gremien wie der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
aber auch IOSCO oder IAIS haben bereits gemeinsame Regeln entwickelt.
Die Umsetzung vollzieht sich jedoch noch so uneinheitlich, dass die
in diesen Bereichen tätigen Unternehmen mit doppelten oder gar
widersprüchlichen Regeln belastet sind.

In der Handelspolitik befürwortet die IFD eine absolute Priorität
für die Doha-Runde. Nur der multilaterale Rahmen sichert die
gleichzeitige, wettbewerbliche Liberalisierung des Handels zwischen
Anbietern verschiedener Herkunft. Durch die scheinbare
Erfolglosigkeit der Doha-Runde im Herbst 2006, zeichnete sich ein
deutlicher Trend hin zu einer Bilateralisierung und Regionalisierung
der Handelspolitik ab. Diese bilateralen Abkommen bleiben aber nur
"Second Best" Lösungen. Das Resultat wäre eine zersplitterte
Handelspolitik in Einzelabkommen und ein Geflecht von
unterschiedlichen Marktzugangsrechten und -pflichten.

Über die Initiative Finanzstandort Deutschland Die IFD ist im Mai
2003 als Zusammenschluss von Instituten aus allen Bereichen der
deutschen Kreditwirtschaft, der Versicherungen, der Deutschen Börse,
der Deutschen Bundesbank, des Bundesministeriums der Finanzen sowie
der Spitzenverbände der deutschen Finanzwirtschaft gegründet worden.
Ihr Ziel ist es, mit konkreten Produkten und Maßnahmen Nutzen für
Privatkunden und Unternehmen zu stiften. Weiter leistet die IFD einen
Beitrag zur politischen Diskussion mit Entscheidungsträgern auf
verschiedenen Ebenen. Die Initiative wird getragen von
Marktpraktikern aus allen Bereichen der Finanzbranche, Fachleuten aus
den vier großen Verbänden der Kredit- und Versicherungswirtschaft
sowie aus der Bundesbank und dem Bundesministerium der Finanzen. Über
alle Wettbewerbsgrenzen hinweg arbeiten in den IFD-Arbeitsgruppen
Experten aus den teilnehmenden Häusern an pragmatischen und
umsetzbaren Lösungen. Die Mitglieder der IFD: Allianz Group Dresdner
Bank, BayernLB, Bundesministerium der Finanzen, Commerzbank,
DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Bundesbank, DZ BANK, Deutsche
Börse, HypoVereinsbank, KfW Bankengruppe, Morgan Stanley,
Münchener-Rück-Gruppe, Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband
der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Deutscher Sparkassen-
und Giroverband, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft,
Postbank. Assoziierte Mitglieder der IFD: Citigroup, Goldman Sachs,
JP Morgan, Lehman Brothers, Merrill Lynch, UBS

Originaltext: IFD
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55919
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55919.rss2

Pressekontakt:
Für die IFD: Die PR-Steuerungsgruppe:
Christian Achilles, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, (030)
20225 5100
Torsten Albig, Bundesministerium der Finanzen, (030) 2242 3227
Walter Allwicher, Deutsche Börse, (069) 211 15371
Christian Becker-Hussong, HypoVereinsbank, (089) 378 25801
Christian Burckhardt, Deutsche Bundesbank, (069) 9566 2157
Martin Halusa, Dresdner Bank, (069) 263 50750
Dr. Michael Helbig, KfW Bankengruppe, (069) 7431 9631
Heiner Herkenhoff, Bundesverband deutscher Banken, (030) 1663 1200
Dr. Rolf Kiefer, DekaBank, (069) 7147 7918
Roland Klein, CNC, (089) 599458 122 oder (0044) 777 616 2997
Peter Kulmburg, BayernLB, (089) 2171 21300
Dr. Christian Lawrence, Münchener Rück Gruppe, (089) 3891 2504
Peter Pietsch, Commerzbank, (069) 136 22379
Dr. Detlev Rahmsdorf, Deutsche Bank, (069) 910 36424
Martin Roth, DZ BANK, (069) 7447 42750
Melanie Schmergal, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken, (030) 2021 1320
 
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