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Commerzbank: Börsenbericht

Geschrieben am 14.05.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt (ots) - Die internationalen Aktienmärkte haben in der
vergangenen Woche zumindest ansatzweise Korrekturen vollzogen.
Nachdem die Märkte am Freitag nach positiven US-Preisdaten wieder ins
Positive drehten, kann man keineswegs von einer Bereinigung der
überkauften Lage sprechen. In der Summe bewegte sich der deutsche
Markt auf der Stelle, der Dax verlor im Wochenverlauf 0,5%. Auch der
europäische Leitindex EuroStoxx50 gab ein halbes Prozent ab, obwohl
auch hier zum Wochenende eine Gegenbewegung einsetzte. In den USA
sorgte die Bekanntgabe der wichtigen Kerninflationsrate für steigende
Aktienkurse, weil dies die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen durch
die Fed belebte. Auf Wochenbasis verblieb ein kleiner Gewinn von
0,46%. In Japan sind Investoren derzeit nicht in Kauflaune. Weder die
positiven Unternehmensdaten für das Ende März abgelaufene
Geschäftsjahr noch der schwache Yen, der der Exportbranche Rückenwind
gibt, konnten die Stimmung in Tokio verbessern. Im Vergleich zur
Vorwoche verloren japanische Standardtitel des Nikkei 225 knapp
0,7%.

In der vergangenen Woche standen die internationalen Rentenmärkte
völlig unter dem Einfluss der Notenbanken. Die zwischen den
geldpolitischen Sitzungen der US-Notenbank Federal Reserve Bank
(Fed), der europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England
(BoE) veröffentlichten Makrodaten hingegen interessierten die
Marktteilnehmer in dieser Woche nur bedingt. Der europäische
Rentenmarkt konnte sich im Laufe der Woche stellenweise mit
freundlicherer Tendenz zeigen, schloss zum Wochenausklang jedoch
nahezu unverändert.

Die Makrodaten in den USA belegen immer deutlicher die
abschwächende Konjunkturdynamik, die erste Zinssenkungen der Fed
wahrscheinlicher werden lassen. Vor dem Hintergrund der schwächelnden
Makrodaten hatten viele Marktteilnehmer eine deutlichere Aussage der
Federal Reserve Bank (Fed) zu ihrer weiteren Vorgehensweise erwartet.
Diese Erwartung wurde jedoch enttäuscht - die Fed beließ zum einen
den Leitzins der amerikanischen Wirtschaft bei 5,25%. Zum anderen
gestaltete sie das anschließende Statement noch knapper als das
vorige. Die Währungshüter unter der Führung von Ben Bernanke machten
lediglich deutlich, dass Inflation und konjunkturelle Abschwächung
weiter genau beobachtet würden. Gemessen an den Geldmarkt-Futures
erwarten die Marktteilnehmer aktuell Zinssenkungen in der
Größenordnung von bis zu 75 Basispunkten, was unserer Prognose von
einem Leitzinsniveau von 4,50% bis Ende des Jahres entspricht. Die
US-Daten zum Wochenausklang - US-Erzeugerpreise und
Einzelhandelsumsätze - bestätigten einmal mehr die abflauende
Konjunkturdynamik. Obwohl die Erzeugerpreise im April im Vergleich
zum Vormonat abermals angestiegen waren, signalisierte die Kernrate
erste Anzeichen einer Entspannung an der Inflationsfront. Auch die
Einzelhandelsumsätze unterstrichen diese Entwicklung mit einem
Rückgang.

Einen Tag nach der Fed-Sitzung verzichtete auch die Europäische
Zentralbank (EZB) vorerst auf eine Erhöhung des
Hauptrefinanzierungssatzes und beließ den wichtigsten Zinssatz der
mittlerweile 13 Euroländer bei 3,75%. In der anschließenden
Pressekonferenz kommentierte EZB-Präsident Trichet die Entscheidung
des EZB-Rates mit den üblichen Schlüsselworten. "Große Wachsamkeit"
sei notwendig, um Inflationsgefahren in der Zukunft einzugrenzen. Dem
Schlüsselwort "Wachsamkeit" folgte seit Ende 2005 auf der folgenden
Zentralbanksitzung stets eine Zinserhöhung. Insofern gilt es als
sicher, dass die EZB ihren Leitzins Anfang Juni von 3,75% auf 4,00%
anhebt. Weiter hielt Trichet an der Formulierung fest, die
Geldpolitik befinde sich auf der "akkommodierenden Seite". Als
zusätzliches Argument für die Inflationsrisiken wurde "die steigende
Kapazitätsauslastung der Euro-Wirtschaft" genannt. Da die EZB in den
kommenden Quartalen ein Wirtschaftswachstum über dem
Produktionspotenzial erwartet, könnte die Kapazitätsauslastung das
Problem aus Sicht der EZB erhöhen. Der zur Stärke neigende Euro
spielte auf der Pressekonferenz jedoch kaum eine Rolle.

Ebenfalls noch mitten im Zinszyklus befindet sich die Bank of
England (BoE). Der geldpolitische Ausschuss erhöhte im Anschluss an
seine zweitägige Beratung den Refinanzierungssatz um 25 Basispunkte
auf ein Niveau von 5,50%. Damit weist Großbritannien nun den höchsten
Leitzins unter den G7-Ländern auf. In Anbetracht der hohen
Teuerungsrate stellte diese Entscheidung keine Überraschung für die
Kapitalmärkte dar. Im März hatte sich die Inflation nochmals
verstärkt und liegt mit 3,10% deutlich über der von der BoE
präferierten Rate von 2,00%.

Die Betonung der Preisrisiken im Statement der Fed macht bereits
deutlich, welche Daten sie in den nächsten Wochen besonders unter die
Lupe nehmen wird. In der anlaufenden Woche stehen die
Verbraucherpreise für April auf der Agenda, des Weiteren dürften aber
auch die Daten zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung sowie
zum Immobilienmarkt die Märkte interessieren. Einige offizielle
Aussagen von Fed-Verantwortlichen stehen diese Woche ebenfalls an. Im
Euroraum werden dagegen nur wenige Impulse von den Konjunkturdaten
erwartet. Die diversen Preisdaten aus einzelnen Euroländern sind
lediglich endgültige Werte, die BIP-Daten der europäischen
Volkswirtschaften dürften keine Überraschungen bergen und die robuste
Dynamik der europäischen Konjunktur bestätigen. Insofern dürfte der
Druck auf die Festverzinslichen auch in den kommenden Tagen nicht
nennenswert nachlassen.

Von Unternehmensseite gab es in der letzten Woche überwiegend
positive Nachrichten zu vermelden. In den USA sieht es so aus, als ob
die Gewinne - entgegen den Prognosen - erneut zweistellig zulegen
können. Bis heute haben ca. 90% der Unternehmen des S&P 500 über das
Auftaktquartal 2007 berichtet, so dass von einer insgesamt
erfreulichen Berichtssaison ausgegangen werden kann. Auch in
Deutschland kletterten die Gewinne der Dax-Unternehmen stärker als
von Analysten erwartet - während der Konsens bei ca. 10% Gewinnplus
lag, schafften es die Unternehmen auf mehr als 30% Gewinnzuwachs.

Auch wenn sich am insgesamt positiven volkswirtschaftlichen
Szenario und den soliden Unternehmensergebnissen nicht viel geändert
hat, nehmen die Risiken nach den deutlichen Kursgewinnen der letzten
Monate deutlich zu. Sicherlich könnten die Aktienbörsen noch ein
Stück weiter nordwärts tendieren, jedoch wachsen die Bäume nicht in
den (Börsen-) Himmel. Grundsätzlich sind wir für die Assetklasse
Aktien positiv gestimmt, raten dennoch auf dem aktuellen Niveau zur
Absicherung der aufgelaufenen Buchgewinne bzw. zur Gewinnmitnahme.
Privatanlegern wird die Aktie der Software AG zum Kauf empfohlen.

__________________________________________________________________
___________________

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/ 2 Verkaufen.

Anzahl der Anleihe-Empfehlungen des "Zentralen Geschäftsfelds
Privat- und Geschäftskunden" der Commerzbank (ZPK) im 1. Quartal 2007
aufgeschlüsselt nach Kategorien: 35 Kaufen / 7 Halten / 15
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Copyright 2007; Herausgeber: Commerzbank Aktiengesellschaft,
Kaiserplatz, 60261 Frankfurt am Main. Diese Ausarbeitung oder Teile
von ihr dürfen ohne Erlaubnis der Commerzbank weder reproduziert noch
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Originaltext: Commerzbank AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6676
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6676.rss2
ISIN: DE0008032004

Pressekontakt:
Commerzbank AG
Zentraler Stab Konzernkommunikation
Telefon: 069/136-22830
Fax: 069/136-29955
Email: pressestelle@commerzbank.com
 
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