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Johnson Matthey veröffentlicht "platinum 2007"-bericht

Geschrieben am 14.05.2007 - [Nächster Artikel]

London (ots/PRNewswire) - Platin

Platinmarkt im Jahr 2006 mit geringfügigem Überschuss

Die weltweite Nachfrage nach Platin stieg nach Angaben von Johnson
Matthey im heute veröffentlichten PLATINUM 2007 im Jahr 2006 um 2,4
Tonnen auf 210,7 Tonnen. Der Markt für Autokatalysatoren wuchs um
über 10%, was hauptsächlich auf die Anpassung der Emissionskontrollen
von dieselbetriebenen Leicht- und Schwerlastfahrzeugen zurückzuführen
ist. Erweiterungen der südafrikanischen Abbaukapazität führten zu
einem Förderrekord von 211,0 Tonnen. Nach sieben aufeinanderfolgenden
Jahren mit einem Defizit waren im Jahr 2006 Angebot und Nachfrage für
Platin mit einem geringfügigen Überschuss von nur 300 kg praktisch
ausgeglichen.

Wachsender Dieselmarktanteil erhöht die Nachfrage nach
Autokatalysatoren

Mit dem Anstieg des Marktanteils dieselbetriebener Leichtlastwagen
in Europa auf über 50 Prozent und der Anwendung neuer
Emissionsvorschriften zu Beginn des Jahres 2006 stieg der
Platinverbrauch für Autokatalysatoren in Europa um 6,2 Tonnen auf
67,2 Tonnen. Der neue Bedarf an Katalysatoren für mittelgrosse
Dieselfahrzeuge in den Vereinigten Staaten und das schnelle Wachstum
bei der Fertigung von Personenkraftwagen in Asien trugen ebenfalls zu
einer weltweiten Nachfrage des Autosektors von 130,5 Tonnen bei, ein
Zuwachs von 12,4 Tonnen im Vergleich zu 2005.

Recycling wirkt sich auf die Nachfrage der Schmuckherstellung
nach Platin aus

Der Preisanstieg von Platin führte zu einem leichten Rückgang im
Volumen des im Jahr 2006 gefertigten Platinschmucks, die Ankäufe von
neuem Metall durch die Hersteller wurden aber durch einen steilen
Zuwachs bei der Wiederverwertung von altem Schmuck in China und Japan
weiterhin reduziert. Der Preis wirkte sich auf die Einkäufe der
Konsumenten in China nur geringfügig aus. Einzelhändler meldeten
höhere Verkaufsumsätze und nur einen leichten Rückgang beim Gewicht
des verkauften Metalls. Der Fertigungsbedarf wurde allerdings bis zu
einem Viertel durch die Wiederverwendung von Metall aus gebrauchtem
Schmuck und unverkauften Beständen gedeckt. Die gesamte Weltnachfrage
für den Schmucksektor sank im Jahr 2006 um 11,1 Tonnen auf 50,0
Tonnen.

Der Markt bleibt in der ersten Jahreshälfte 2007
voraussichtlich angespannt

Der Platinverbrauch der Autobranche wird 2007 durch die Verwendung
in Autokatalysatoren für dieselbetriebene Leicht- und
Schwerlastfahrzeuge, die für einen Grossteil des Zuwachses
verantwortlich sind, erneut ansteigen. Die Schmuckhersteller in Asien
werden weiterhin einen Teil ihres Platinfertigungsmaterials aus alten
Beständen beziehen, die Konsumentennachfrage nach Platinschmuck ist
aber ermutigend stabil. Ein schwächeres als geplantes Angebot aus
Südafrika zu Beginn dieses Jahres und der kürzliche Einbruch bei den
russischen Exporten aufgrund aufsichtsbehördlicher Probleme bedeuten
wahrscheinlich in der ersten Hälfte 2007 einen knappen Markt mit
einer Liquidität, von der erwartet wird, dass sie in der zweiten
Hälfte zunimmt, wenn die südafrikanische Minenproduktion steigt.

Erwarteter Handel mit Platin grösstenteils zwischen 1.200 USD
und 1.400 USD

Mit begrenzten Marktbeständen und einer steigenden Nachfrage,
Verzögerungen bei der Lieferung und Commodity Fonds, die bei Platin
in Erwartung auf höhere Kurse in einer "Hausse-Position" gehalten
werden, hat sich der Preis in den ersten vier Monaten 2007 gestärkt.
Der Start von börsengehandelten Fonds (ETFs) in Platin wird
möglicherweise einen weiteren Aufwärtsdruck auf den Preis ausüben,
der in den nächsten sechs Monaten 1.400 USD pro Unze erreichen
könnte. Wenn die Fonds den Commodities gegenüber eine fallende
Tendenz aufweisen, wird sich der Preis abschwächen. Bei 1.200 USD
kann aber mit einer nochmaligen Stützung durch Konsumenten und
Spekulationskäufe gerechnet werden.

Palladium

Weltweiter Rückgang der Palladiumnachfrage im Jahr 2006

Nach fünfjährigem Wachstum fiel die Palladiumnachfrage im Jahr
2006 um 22,4 Tonnen auf 206,3 Tonnen. Trotz der lebhaften Nachfrage
für Autokatalysatoren ging die Nachfrage nach neuem Metall von den
Schmuckherstellern stark zurück. Der Anteil an realen Anlageprodukten
verminderte sich bei Palladium ebenfalls. Die Produktion an Palladium
aus Südafrika erhöhte sich, aber die Verkäufe aus staatlichen
Beständen durch Russland lagen deutlich niedriger als im Jahr 2005.
Die Lieferungen fielen demzufolge auf 250,7 Tonnen, das entspricht
einem Rückgang von 10,7 Tonnen. Insgesamt wies der Palladiummarkt
einen weiteren grossen Überschuss von 44,4 Tonnen auf.

Nachfrage des Autosektors nach Palladium gestiegen, aber die
Nachfrage des Schmucksektors ging stark zurück

Die Nachfrage für Autokatalysatoren stieg aufgrund der
kontinuierlichen Ersetzung von Katalysatoren, die auf Platin
basieren, durch Palladiumsysteme bei benzinbetriebenen Fahrzeugen in
allen Regionen um 4,6 Tonnen auf 124,8 Tonnen. Die Nachfrage nach
Palladium im Schmucksektor fiel dagegen um 13,6 Tonnen auf 30,9
Tonnen, wobei praktisch der gesamte Rückgang in China eintrat.
Dadurch, dass ein grosser Teil des in den Jahren 2004 und 2005
gekauften Metalls dazu benutzt wurde, um die Vertriebspipeline zu
füllen, lag der Bedarf an neuem Metall in China im vergangenen Jahr
deutlich niedriger.

2007 kann voraussichtlich eine erhöhte Nachfrage, aber auch
ein weiterer Überschuss beobachtet werden

Der Markt für Autokatalysatoren wird 2007 bei einem verstärkten
Einsatz des Metalls für Benzin- und Dieselkatalysatoren wieder mehr
Palladium aufnehmen. Die Aussichten auf dem Schmuckmarkt für
Palladium sind weniger sicher, aber es besteht ein gewisses
Wachstumspotenzial, da die Herstellungs- und Einzelhandelspipelines
jetzt gefüllt zu sein scheinen und eine zukünftige Nachfrage die
Einzelhandelsverkäufe genauer darstellen sollte. Die Primärproduktion
von Palladium wird steigen und das Angebot voraussichtlich von den
Verkäufen einer grossen Menge des russischen Staatsbestands
vergrössert, die Ende 2006 an die Schweiz ausgeliefert wurde.

Fondsanteil sollte Palladium zwischen 320 USD und 420 USD
stützen.

Obwohl die Grundlagen des Palladiummarkts noch schwach sind, wird
der Anteil der Fonds und anderer Investoren voraussichtlich den
Palladiumpreis stützen. Börsengehandelte Fonds in Palladium können
dazu beitragen, den Preis aufrecht zu erhalten, es ist aber
unwahrscheinlich, dass sie einen bedeutenden Anteil des verfügbaren
überschüssigen Metalls aufnehmen werden.

Wenn die Investoren jedoch weiterhin auf eine Hausse-Position in
Palladium bauen, könnte der Palladiumpreis in den nächsten sechs
Monaten bis zur Höhe von 420 USD pro Unze steigen.

Nachgebende Commodity Preise würden eine negative Wirkung auf
Palladium haben, aber - es sei denn, es käme zu einem dramatischen
Ausverkauf - es wird nicht erwartet, dass der Preis während dieses
Zeitraums unter 320 USD gehandelt wird.

Platinum 2007 ist Johnson Mattheys neueste Marktuntersuchung über
das Angebot und die Nachfrage der Platin-Gruppenmetalle. Dieser
Bericht, weithin als weltweite Hauptquelle für Informationen über
Platin-Gruppenmetalle angesehen, ist unentgeltlich. Er ist auf
Anfrage von Johnson Matthey unter nachstehender Adresse erhältlich
oder kann unter folgendem Link gelesen oder heruntergeladen werden:
www.platinum.matthey.com/publications

Johnson Matthey ist die weltweit führende Quelle zur Produktion,
dem Angebot und der Verwendung von Platin und anderen Metallen der
Platingruppe. Zu den Hauptaktivitäten des Unternehmens gehören die
Fertigung von Autokatalysatoren, die Produktion platinhaltiger
Prozesskatalysatoren und Spezialchemikalien sowie die Raffination,
Herstellung und Vermarktung von Platin-Gruppenmetallen.

Wenden Sie sich bitte für weitere Informationen an:
David Jollie
+44-(0)1763-256316
Jeremy Coombes
+44-(0)1763-256312
Mark Bedford
+44-(0)-1763-256370

Originaltext: Johnson Matthey
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=18515
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_18515.rss2

Pressekontakt:
Wenden Sie sich bitte für weitere Informationen an: David Jollie,
+44-(0)1763-256316; Jeremy Coombes, +44-(0)1763-256312; Mark Bedford,
+44-(0)-1763-256370

 
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