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Kunden in der Euro-Zone zahlen im Schnitt 72 Euro pro Jahr für ihre alltäglichen Bankdienstleistungen / World Retail Banking Report: Trend zu globalen Geschäftsmodellen

Geschrieben am 09.05.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin/Amsterdam (ots) - Die durchschnittlichen jährlichen Kosten
für alltägliche Bankdienstleistungen eines aktiven Kunden in der
Euro-Zone sind im Jahresverlauf um 1,8 Prozent auf nun 72 Euro
gesunken. Rechnet man hingegen massive Preissenkungen in Spanien
(minus 31 Prozent) heraus, wäre ein Anstieg um 1,9 Prozent zu
verzeichnen gewesen. Im weltweiten Mittel zahlen die Kunden 77 Euro,
wobei die Preise in Asien um 2,9 Prozent stiegen (44 Euro), in der
Nicht-Euro-Zone um 1,3 Prozent höher als im Vorjahr lagen (84 Euro)
und in Nordamerika gleich blieben (72 Euro). So lautet das Ergebnis
des vierten World Retail Banking Reports der Unternehmensberatung
Capgemini gemeinsam mit der ING Bank und EFMA (European Management
and Marketing Association).

Teurere Schalterdienste, billigeres Online-Banking

Preistreiber in der Euro-Zone waren in erster Linie höhere
Gebühren für Schaltertransaktionen, so beispielsweise sieben Prozent
mehr Kosten für Bareinzahlungen oder acht Prozent mehr für
Barabhebungen am Schalter. "Immer deutlicher versuchen die Banken das
Kundenverhalten über Preise zu steuern. Die Kontoinhaber sollen
verstärkt das Selbstbedienungsterminal oder Online-Banking nutzen und
die persönliche Beratung in der Filiale nur für höherwertige
Dienstleistungen in Anspruch nehmen", so Dr. Hubertus von Poser,
Principal bei Capgemini Consulting. Der Löwenanteil der Kosten mit
rund 60 Prozent besteht für deutsche Bankkunden insgesamt aus den
Kontoführungsgebühren. Nur in Italien ist dieser Anteil höher. Dafür
nimmt der reine Zahlungsverkehr hierzulande im internationalen
Vergleich eine kleine Position ein.

Single Euro Payments Area wirft Schatten voraus

Bereits im Vorfeld des einheitlichen Zahlungsverkehrsraums (Single
Euro Payments Area - SEPA) hat die voranschreitende europäische
Integration zu einer Preisreduktion für elektronische
Zahlungsverkehrsprodukte geführt. Im Jahr 2007 zahlen die Einwohner
der Euro-Zone, die identisch ist mit der SEPA-Zone, im Durchschnitt
45 Euro für die Inanspruchnahme von bargeldlosen Zahlungsmitteln wie
Kreditkarte, Debitkarte oder Überweisung. Im vergangenen Jahr betrug
dieser Anteil noch 47 Euro. Auch wenn hier das massiv gesunkene
Preisniveau in Spanien erneut leicht statistisch verzerrt: "Die SEPA
wirft ihren Schatten voraus und die Banken versuchen ihre Kunden
durch geeignete Preisangebote vom teuren Bargeld abzubringen", so von
Poser.

Banken wollen globale Geschäftsmodelle einführen

Insgesamt möchten die Retail Banken nach Ergebnissen des World
Retail Banking Reports ihre Geschäftsmodelle immer internationaler
aufstellen. Während derzeit weniger als zehn Prozent der
Privatkundeninstitute auf globaler Ebene arbeiten, planen dies für
die nächsten fünf Jahre bereits ein Drittel. Hinzu kommen noch 42
Prozent, die eine Teillösung anstreben (heute 54 Prozent). Letztere
könnte darin bestehen, dass organisatorische Aufgaben und Funktionen
wie Management, Marketing, Backoffice-Tätigkeiten, IT sowie sonstige
Unterstützungsfunktionen grenzüberschreitend betrieben werden. In
einem vollständig globalen Modell wären alle Abteilungen betroffen.

Für die Einführung von globalen Geschäftsmodellen sprechen dabei
nicht in erster Linie niedrigere Kosten - diese folgen erst auf Rang
drei. Stattdessen versprechen sich Retail Banken von dieser Strategie
viel mehr ein höheres Umsatzwachstum und einen verbesserten
Kundenservice. Dabei bilden nach dem World Retail Banking Report fünf
Erfolgsfaktoren das Grundgerüst für ein global funktionierendes
Geschäftsmodell: Eine internationale Führungs-Struktur, konsistente
Markt- und Produktstrategien, Vorabinvestitionen in die
IT-Transformation, eine überzeugende Mitarbeiter-Vision und Fokus auf
die Durchführungsqualität.

Studie World Retail Banking Report 2007 als PDF unter:
http://www.de.capgemini.com/presse

Originaltext: Capgemini
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=16952
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_16952.rss2

Pressekontakt:
Capgemini
Achim Schreiber
Neues Kranzler Eck     
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin   

Tel.: 030/88703-731
Fax: 069/9515-2534
E-Mail: achim.schreiber@capgemini.com
 
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