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Tengelmann-Gruppe stoppt Pestizide in Obst und Gemüse / Fünfte Supermarktkette reagiert auf Greenpeace-Kampagne gegen Gift im Essen

Geschrieben am 08.05.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Die Tengelmann-Gruppe will nach Informationen von
Greenpeace als fünfte deutsche Supermarktkette die Pestizidbelastung
ihres Obst- und Gemüseangebotes begrenzen. Dafür hat der Konzern ein
Pestizidreduktionsprogramm eingeführt, nach dem zukünftig nur noch
maximal 70 Prozent der gesetzlich zulässigen Pestizidbelastung in den
verkauften Lebensmitteln geduldet werden. Gleichzeitig soll auch die
sogenannte "Akute Referenzdosis" nicht überschritten werden. Bei
Überschreitung dieser Dosis ist eine unmittelbare
Gesundheitsgefährdung vor allem bei Kindern möglich.

"Die Belastung von Obst und Gemüse mit giftigen Pestiziden ist
seit Jahren viel zu hoch. Doch jetzt ist Bewegung in die
Lebensmittelbranche geraten", freut sich Greenpeace Chemie-Experte
Manfred Krautter. "Fünf der sechs Supermarktketten, deren Angebot wir
in den letzten Jahren auf Pestizide untersucht haben, treten jetzt
auf die Pestizidbremse. Lediglich Marktführer Edeka drückt sich noch
um eindeutige Ziele und Maßnahmen."

Auch Tengelmann ist damit der sogenannten "70 Prozent-Initiative"
beigetreten, die in den letzten Monaten von Rewe und dem
Metro-Konzern gestartet wurde. Auch Tengelmann hat jetzt seine
Lieferanten aufgefordert, die neuen Standards einzuhalten. Bei
Verstößen droht die Auslistung. Damit ist die Tengelmann-Gruppe der
fünfte Lebensmitteleinzelhandels-Konzern, der als Reaktion auf eine
mehrjährige Greenpeace-Kampagne gegen Gift im Essen verschärfte
Standards einführt. Schon 2006 hatten die Discounterketten Lidl und
Aldi ähnliche Programme mit zum Teil noch schärferen Grenzen für die
Pestizidgehalte in Kraft gesetzt.

Greenpeace fordert Tengelmann und die anderen Handelsketten auf,
die neuen Standards nicht nur in Deutschland, sondern auch
international anzuwenden und den Verbrauchern in Zukunft möglichst
pestizidfreie Lebensmittel anzubieten. In einer repräsentativen
Umfrage, die Greenpeace im April veröffentlicht hatte, sprachen sich
71 Prozent der befragten Bundesbürger dafür aus, dass Obst und Gemüse
vollkommen frei von Pestizidrückständen sein sollten.

Greenpeace hatte zuletzt im Februar 2007 einen
Supermarkt-Vergleich für Pestizide in Obst und Gemüse vorgelegt, bei
dem Kaiser's/Tengelmann auf dem letzten Platz landete. Zur
Tengelmann-Gruppe gehören die Supermarktketten Kaiser's, Tengelmann,
Plus und A&P. Sie ist mit sechs Prozent Marktanteil der fünftgrößte
Lebensmitteleinzelhandels-Konzern in Deutschland.
Informationen über die Pestizidbelastung von Obst und Gemüse sowie
Einkaufstipps für Verbraucher gibt es im kostenlosen
Greenpeace-Ratgeber "Essen ohne Pestizide". Er kann bestellt werden
unter Tel.: 040 - 30618120 oder www.greenpeace.de/pestizide.

Achtung Redaktionen:
Für Rückfragen erreichen Sie Manfred Krautter unter Tel.:
040-30618358 oder die Greenpeace-Pressestelle unter 040-30618-340.
Internet: www.greenpeace.de

Originaltext: Greenpeace e.V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6343
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6343.rss2
 
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