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Stifterverband fordert engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen

Geschrieben am 08.05.2007 - [Nächster Artikel]

Essen/Berlin (ots) - Bericht "Innovationsfaktor Kooperation"
liefert erstmals für Deutschland Gesamtschau über Stand, Hürden und
Perspektiven des Austausches zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Unternehmen und Hochschulen forschen verstärkt gemeinsam. An die
Stelle punktueller Kooperationen treten längerfristige strategische
Partnerschaften. Zu diesem Schluss kommt die Studie
"Innovationsfaktor Kooperation - Bericht des Stifterverbandes zur
Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen". Die
Untersuchung liefert erstmals für Deutschland eine Gesamtschau über
Stand, Hürden und Perspektiven des Austausches zwischen Wirtschaft
und Wissenschaft. Der Schlüssel zur Verbesserung der deutschen
Innovationsfähigkeit liegt laut Bericht in einer engeren
Zusammenarbeit von Unternehmen mit Hochschulen und
Forschungsinstituten.

"Wirtschaft und Wissenschaft müssen verstärkt strategische
Partnerschaften entwickeln", sagte der Generalsekretär des
Stifterverbandes, Andreas Schlüter, am 8. Mai anlässlich der
Vorstellung des Berichtes in Berlin. Dabei müssten die Hochschulen
dauerhafte Strukturen für den Wissenstransfer schaffen, so Schlüter.
Bund und Länder forderte Schlüter auf, den unübersichtlichen
Förderdschungel zu lichten und öffentliche Förderprogramme besser
aufeinander abzustimmen. "Insbesondere kleine und mittlere
Unternehmen müssen besseren Zugang zu den Förderprogrammen erhalten",
betonte Schlüter.

Stiftungsprofessuren als wichtiges Element in der Kooperation
zwischen Hochschulen und Unternehmen sollten in Zukunft nach
angelsächsischem Vorbild möglichst als "endowed chairs" eingerichtet
werden. Diese ermöglichen die dauerhafte Finanzierung der Professur
aus einem Stiftungskapital statt aus laufenden Zahlungen von
Unternehmen, die zudem meist zeitlich begrenzt seien. Die große
Mehrheit der Hochschulen sei auf Kooperation und Erkenntnistransfer
noch nicht gut eingerichtet, sagte Matthias Kleiner, Präsident der
Deutschen Forschungsgemeinschaft. Verantwortlich dafür seien die
"mageren Handlungsspielräume, die der Staat den Hochschulen lässt".
So genüge es nicht, den Wissenstransfer auf dem Papier zur Aufgabe
der einzelnen Mitglieder der Hochschule zu machen. Die
Hochschullehrer müssten auch in die Lage versetzt werden, dieser
Aufgabe im Hauptamt neben Forschung und Lehre nachzugehen.

Der Bericht hat Belege für vielseitiges Engagement der Unternehmen
in Studium und Lehre gesammelt. "Bei der Diskussion über die
Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen wird die Kooperation
in der Lehre bislang unterschätzt", sagte Joachim Milberg, Präsident
des Konvents für Technikwissenschaften acatech. Der Bologna-Prozesse
böte nun die Chance, der Zusammenarbeit bei Aus- und Weiterbildung
mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verschaffen. Milberg warnte
die Fachhochschulen davor, ihre Vorteile in der Praxisorientierung
gegenüber den Universitäten im Zuge des Bologna-Prozesses und der
Verkürzung des Studiums auf sechs Semester "leichtfertig" aufzugeben.

Die Basis des Berichts bildet eine breit angelegte
Fragebogenaktion im Sommer und Herbst 2006. Insgesamt 232
Institutionen beteiligten sich an der Befragung, darunter 100
Unternehmen, 73 Hochschulen, 34 Forschungseinrichtungen sowie 25
Verbände und Ministerien. Hinzu kamen 57 Interviews mit
Mei-nungsführern aus dem In- und Ausland.

Der Bericht im Web: www.stifterverband.de/innovationsfaktor

Originaltext: Stifterverband für die Dt. Wissenschaft
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=18931
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_18931.rss2

Pressekontakt:

Frank Stäudner
Telefon: 0177 8401 158
E-Mail: frank.staeudner@stifterverband.de
 
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