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4SC AG zeigt Proof of Concept für Medikamentenkandidaten SC75741 bei der Behandlung Influenza A Virus infizierter Mäuse

Geschrieben am 08.05.2007 - [Nächster Artikel]

Planegg-Martinsried (ots) - Das Martinsrieder Biotech-Unternehmen
4SC AG (Frankfurt, Prime Standard: VSC) gab heute gemeinsam mit dem
Institut für Molekulare Virologie der Universität Münster das
Erreichen eines wichtigen Meilensteins bei der Entwicklung eines
neuen Medikaments zur Behandlung von Influenza-Virusinfektionen
bekannt.

Im Rahmen der bereits im April letzten Jahres begonnenen
Kooperation gelang es nun den Forschern der 4SC AG und
Wissenschaftlern unter der Leitung der Universität Münster zu zeigen,
dass Mäuse, die mit hochpathogenen Vogelgrippe-Viren infiziert
wurden, durch die Behandlung mit 4SC's Medikamentenkandidaten SC75741
wirksam geheilt werden können.

Im weiteren Verlauf der Kooperation sollen nun SC75741 sowie
verwandte Substanzen weiterentwickelt werden, um einen geeigneten
Medikamentenkandidaten für die klinische Entwicklung bereitzustellen.
Ziel ist es ein entsprechendes Medikament als hochwirksames
Notfallpräparat zur Behandlung hochpathogener
Influenza-Virusinfektionen auf den Markt zu bringen.

"Wir freuen uns, dass wir diesen wichtigen Meilenstein erreicht
haben. Er eröffnet uns die Möglichkeit für ein völlig neues
Therapieprinzip zur Behandlung lebensbedrohlicher
Influenza-Virusinfektionen," kommentierte Daniel Vitt, CSO der 4SC
AG.

Nach dem erfolgreichen präklinischen Proof of Concept führt die
4SC AG nun erste Gespräche mit möglichen Entwicklungspartnern aus der
Pharmaindustrie. Aufgrund des hohen öffentlichen Interesses an einer
Pandemievorsorge ist die 4SC AG auch im Dialog mit verschiedenen
Regierungsorganisationen in Europa und den USA.

Über SC75741

Der Medikamentenkandidat SC75741 wurde von der 4SC AG im Rahmen
ihres NFkB-Projektes entwickelt. Aufgrund des Wirkmechanismus
verhindert die Substanz die Vermehrung von Influenza-Viren, wie z.B.
die hochgradig pathogenen H5N1- und H7N7-Viren, und damit die
Infektion neuer Zellen. Darüber hinaus wird durch die Anwendung von
SC75741 auch die Ausschüttung von Zytokinen drastisch reduziert.
Dieses kombinierte Wirkprinzip gegen die Vermehrung von Viren auf der
einen und die gefährliche Ausschüttung großer Mengen an Zytokinen
(auch "Zytokin-Sturm" genannt) auf der anderen Seite ermöglicht einen
doppelten Effekt bei der Bekämpfung hochpathogener
Influenza-Virusinfektionen.

Über das Institut für Molekulare Virologie der Universität Münster

Die Forschungsarbeiten am Institut für Molekulare Virologie
konzentrieren sich auf intrazelluläre Signaltransduktionsvorgänge und
ihre Bedeutung für Infektions- und Entzündungsprozesse. Bei den
virologischen Arbeiten liegt der Fokus hauptsächlich bei den
Influenza Viren, welche nach wie vor weltweit ein großes Problem
darstellen. Ziel der Arbeiten ist es, über die Kenntnisse der
zellulären Vorgänge, welche die Virusreplikation steuern, mehr über
die viralen Vermehrungsstrategien zu lernen und eventuell neue
Angriffspunkte für die antivirale Therapie zu finden. Ein weiterer
Fokus der Arbeiten sind Signalwege bei Entzündungsreaktionen. Hierzu
gehört nicht nur die molekulare Analyse der Expressionsregulation
proinflammatorischer Zytokine und Signalmechanismen während der
Akutphase-Antwort, sondern vor allem auch die Untersuchung von
Signalwegen in der inflammatorischen Aktivierung des Endothels, einem
essentiellen Schritt in der Initiation von Entzündungsprozessen.

Über die 4SC AG

Die 4SC AG (ISIN DE0005753818) notiert seit dem 15. Dezember 2005
im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit derzeit 59
Mitarbeitern entwickelt das 1997 gegründete Unternehmen neuartige
Wirkstoffe gegen Entzündungserkrankungen und Krebs mit Hilfe einer
auf Chemieinformatik gestützten Technologieplattform. Dabei wird das
traditionelle Hochdurchsatzscreening von Wirkstoffkandidaten vom
Labor auf den Computer verlagert. Auf diese Weise kann das
Unternehmen deutliche Kosten- und Zeitvorteile sowie erhöhte
Erfolgsquoten in der Medikamentenentwicklung erzielen. Die 4SC AG
nutzt ihre patentgeschützte Technologieplattform, um eine nachhaltige
Projektpipeline an Wirkstoffen aufzubauen, die bis in frühe klinische
Phasen ("Proof of Concept") entwickelt und anschließend gegen Vorab-
und Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen an die
Pharmaindustrie auslizenziert werden sollen. Aktuell besteht die
Pipeline aus sechs Projekten. Das erste Projekt zur Behandlung von
Rheumatoider Arthritis durchläuft derzeit die klinische Phase IIa.
Vier weitere Produktkandidaten befinden sich in präklinischer
Entwicklung sowie ein weiteres Projekt im Forschungsstadium. Darüber
hinaus setzt das Unternehmen seine Technologieplattform in
Kooperationen mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen ein und
erzielt damit auch bereits erste Umsätze.

Rechtlicher Hinweis

Dieses Dokument kann Prognosen, Schätzungen und Annahmen im
Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder
Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrundeliegende
oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft
gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht
vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der 4SC AG
liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen
zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind.

Originaltext: 4SC AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=29378
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_29378.rss2
ISIN: DE0005753818

Pressekontakt:
4SC AG
Bettina von Klitzing
Manager Public Relations & Investor Relations
Tel.: +49 (0) 89 70 07 63 - 0
eMail: Bettina.von.klitzing@4sc.com

Institut für Molekulare Virologie
Prof. Dr. Stephan Ludwig
Tel.: +49 (0)251 83 - 57791
eMail: ludwigs@uni-muenster.de
 
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