Hagen (ots) - Telekom bleibt auf schwierigem Kurs Von Martin Korte Die Telekom muss ihre Kosten senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das ist eine Tatsache. Sicher: Für die Schieflage des Unternehmens sind auch Management-Fehler verantwortlich. Doch es ist sinnlos, nun die Versäumnisse der Vergangenheit zu beklagen. Dringender Handlungsbedarf besteht jetzt. Ein Konzern, der den Gesetzen des globalisierten Marktes nicht gehorcht, kann nicht überleben. Nachvollziehbar sind allerdings auch die Argumente der Beschäftigten, die in eine Service-Gesellschaft ausgelagert werden sollen. Mehr Arbeit, weniger Lohn - wer wollte ihrem Protest nicht zustimmen? Ein Streik - und auf den deutet nun alles hin - wird die Position der Telekom weiter schwächen. In der Auseinandersetzung mangelt es an konstruktiven Vorschlägen, an Kompromissbereitschaft, an Fantasie. Auf beiden Seiten. Auch Vorstandschef René Obermann hat es versäumt, während der Hauptversammlung glaubhaft Perspektiven aufzuzeigen. Den Aktionären nicht und den Mitarbeitern auch nicht.
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