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Jede dritte Berufskrankheit geht unter die Haut - TK bietet Hotline und Online-Sprechstunde
Geschrieben am 02.05.2007 - [Nächster Artikel] |
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Hamburg (ots) - Reinigungskräfte, Krankenschwestern, Friseure, Lackierer - überall dort, wo viel mit Wasser und Chemikalien gearbeitet wird, ist die Haut besonderen Belastungen ausgesetzt. So verwundert es kaum, dass mehr als ein Drittel der anerkannten Berufskrankheiten mittlerweile Hauterkrankungen sind und es bei jedem fünften der über 130.000 Arbeitsunfälle im Jahr um eine Hautverletzung geht. Eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zum Thema Hauterkrankungen überrascht jedoch damit, dass es vor allem die Beschäftigten in Verwaltungs-, Medien- und sozialwissenschaftlichen Berufen - also die so genannten Büromenschen - sind, die überdurchschnittlich oft Hautärzte konsultieren.
Nach Angaben der TK war 2005 jeder fünfte Arbeitnehmer mindestens einmal beim Hautarzt, zwei Drittel von ihnen hatten sogar mehrere Termine. Jeder Achte erhielt ein Rezept für ein Haut-Medikament. Doch gerade Arbeitnehmer in Berufen, in denen die Haut besonderen Belastungen ausgesetzt ist, wie im Gartenbau, in der Landwirtschaft oder der Baubranche, gingen deutlich seltener zum Arzt. Hier lag der Anteil derer, die einen Dermatologen konsultierten, nur bei knapp 15 Prozent.
Gudrun Ahlers, Projektleiterin für die Gesundheitsberichterstattung bei der TK: "Für viele Beschäftigte in Agrar- und Metallberufen oder in der chemischen Industrie gehören Hautprobleme schon so sehr zum Arbeitsalltag, dass sie als normale Begleiterscheinung angesehen werden. Deshalb suchen sie mit ihren Beschwerden nur selten einen Arzt auf. Wir gehen davon aus, dass deutlich mehr Beschäftigte betroffen sind, als es die ausgewerteten Zahlen bisher zeigen. Viele wissen gar nicht, dass es gute Möglichkeiten gibt, die Haut im Beruf zu schützen oder bereits bestehende Hautkrankheiten zu behandeln."
Unterschiede gibt es nicht nur zwischen den einzelnen Berufszweigen, sondern auch zwischen den Geschlechtern. Frauen gehen deutlich häufiger zum Hautarzt als Männer. Während 2005 fast jede vierte Frau zwischen 15 und 65 Jahren mindestens einmal einen Dermatologen aufsuchte, ging nur jeder siebte Mann in die Sprechstunde. Gudrun Ahlers dazu: "Das muss nicht heißen, dass Frauen häufiger Hautkrankheiten haben als Männer. Es hängt vermutlich vielmehr damit zusammen, dass sie Hautprobleme eher als belastend empfinden und entsprechend früher etwas dagegen unternehmen."
Nur selten schränken Hautkrankheiten die Arbeitsfähigkeit soweit ein, dass Beschäftigte krankgeschrieben werden. In den Krankenstandsdaten spielen sie daher nur eine untergeordnete Rolle: Nicht einmal zwei Prozent aller Krankschreibungen gehen auf Hauterkrankungen zurück. Für die Berufsgenossenschaften sind Hautkrankheiten jedoch ein großer Kostenfaktor. Auf über 132 Millionen Euro beliefen sich die direkten Kosten infolge von Hautkrankheiten im Jahr 2000. Experten schätzen den volkswirtschaftlichen Aufwand auf 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro.
Am Mittwoch, den 9. Mai 2007, bietet die TK unter der Nummer 01802/ 85 00 85 eine Hotline zum Thema Haut an. Von acht bis 20 Uhr informieren die Experten des TK-Ärztezentrums kostenlos über Ursachen, Symptome und Behandlungsoptionen von Hauterkrankungen. Auch Fragen zum Sonnenschutz oder zur Hautpflege beantworten die Fachärzte. Parallel dazu steht in einer Internetsprechstunde die Hautärztin Dr. Inga Kreiselmaier für Fragen zur Verfügung. Die speziell als Trainerin für Neurodermitis und Schuppenflechte ausgebildete Ärztin der Uni-Hautklinik Kiel ist von 19 bis 20.30 Uhr unter www.tk-online.de erreichbar. Beide Angebote stehen auch nicht TK-Versicherten offen.
Hinweis für die Redaktionen:
Weitere Presse-Informationen rund um das Thema Haut enthält der aktuelle TK-Medienservice "Unsere Haut - Schutzhülle und Schaltzentrale", der mit Illustrationsvorschlägen unter www.presse.tk-online.de heruntergeladen werden kann.
Originaltext: TK Techniker Krankenkasse Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6910 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6910.rss2
Pressekontakt: Für Rückfragen: Inga Lund, TK-Pressestelle Tel.: 040 - 6909 - 1357 Fax: 040 - 6909 - 1353 E-Mail: inga.lund@tk-online.de
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