Berlin (ots) - Der Anstieg des Euro-Wechselkurses bringt den deutschen Aufschwung nach Ansicht der Wirtschaft nicht in Gefahr. "Natürlich hinterlässt das Spuren bei den Unternehmen. Aber zum Glück ist die Weltkonjunktur extrem stark", sagte Axel Nitschke, Chefökonom des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Der Euro werde zudem als Weltwährung immer bedeutsamer, daher spielten Kursschwankungen beim Handel mit Investitionsgütern oder Großanlagen eine geringere Rolle als früher, sagte er. Die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft müssen laut Nitschke derzeit nicht gesenkt werden. "Die 2,3 Prozent, die Wirtschaftsminister Michael Glos veranschlagt, halte ich für gut erreichbar." Schwierig werde es, wenn zur Aufwertung in den kommenden Monaten hohe Tarifabschlüsse hinzukämen. "Dann gibt es einen Doppelschock wie 1995 - und wir verspielen die Chance auf neue Arbeitsplätze."
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