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FRK: Kein neues Netzmonopol, wie vom Deutschen Kabelverband gefordert / Neues Gutachten ist Bankrotterklärung für die Internetversorgung der NE 3-Kabelregionalmonopolisten

Geschrieben am 17.04.2007 - [Nächster Artikel]

Lauchhammer (ots) - "Das ist ein neues Dokument der eigenen
Unfähigkeit, marktgerechte Angebote zu entwickeln und der fast schon
skurrilen Absicht, erneut ein Monopol im bundesdeutschen Kabelmarkt
herzustellen," kommentiert Heinz-Peter Labonte, Vorstandssprecher des
FRK - Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen, die jüngste
Auftragsstudie des Deutschen Kabelverbandes "Kabelinternet in
Deutschland". Die Verbandsmitglieder Kabel Deutschland, Kabel Baden
Württemberg und Unity Media wollten die überholte frühere
Marktstruktur zu Zeiten der Deutschen Telekom wiederbeleben, um in
Zukunft nur noch mit den DSL-Anbietern konkurrieren zu müssen. Das
Ziel sei offensichtlich: Es solle ein Angebotsduopol von Kabel TV-
und DSL-Netzen, allen voran die Deutsche Telekom, aufgebaut werden,
um den Wettbewerb von Internetdienstleistern auszuschalten. "Damit
wollen die Mitglieder des Deutschen Kabelverbandes die eigene
TriplePlay-Situation schön reden und lediglich davon ablenken, dass
ihre Investitionen in der gegenwärtigen Marktstruktur wegen der
höheren Markteffizienz ihrer unabhängigen Konkurrenz ohne Schaffung
eines neuen Kabelmonopols in den Sand gesetzt wurden", erklärte
Labonte.

Die gerade veröffentlichte Studie des Kabelverbandes belege, wie
erfolgreich die unabhängigen mittelständischen Kabelnetzbetreiber
neben TV und Radio die neuen Dienste Telefon und Internet anbieten,
unterstreicht Labonte und betont: "Wer den Wettbewerb ausschalten
will, zeigt, dass sein eigenes Angebot nicht wettbewerbsfähig ist."
Die unabhängigen mittelständischen Netzbetreiber übernehmen von den
bedrängten Telekom-Nachfolgern zusehends erfolgreich Aufgaben der
bisherigen Netzebene 3.

Die vom Deutschen Kabelverband beklagte zu geringe
Internetpenetration sei ein Zeugnis der eigenen Unfähigkeit,
marktgerechte Produkte anzubieten, so Labonte. Unabhängige
Netzbetreiber wie Primacom und die vielen kleinen und mittleren
unabhängigen mittelständischen Kabelnetzbetreiber mit ihren rund 16
Millionen Kunden betreuten fast dreiviertel aller Kabelhaushalte und
damit zusammengerechnet weit mehr Kabelhaushalte als die
Kabelverband-Mitglieder KDG, KDB und Unity Media. Diese unabhängigen
Netzbetreiber böten vielfältige Telefonie- und Internetdienste an.
Wohnungswirtschaft, Städte und Gemeinden setzten auch bei Telefonie
und Internet auf die Partnerschaft mit diesen Netzbetreibern. Labonte
weiter: "Es geht also sehr erfolgreich auch anders herum. Lokale und
regionale multimediale Netzbetreiber übernehmen Aufgaben der Telcos
und der NE-3 Betreiber wie Kabel Deutschland oder Unity Media. Wir
brauchen die Telekom-Nachfolger im Kabelfernsehen nicht, um
erfolgreich Internet und Telefoniedienste anzubieten."

Für den FRK-Sprecher verweise die Kabelverband-Studie noch auf ein
weiteres Ziel. Die drei großen Netzbetreiber würden mit den gleichen
Argumenten auch Programmplattformen wie KabelKiosk oder Premiere aus
dem Netz drängen. Die Programmvielfalt sowie die günstigen
Preisangebote für Telefonie und Internet würden eingeschränkt, wenn
nur noch Kabel Deutschland mit Kabel Digital Home sowie Unity Media
mit dem Bundesliga-Paket Arena und dem Tividi-Programmpaket ihre
eigene Programmpakete anböten. Das könne weder den
öffentlich-rechtlichen noch privaten Programmanbietern als auch
kleinen unabhängigen Sendern nicht egal sein. Labonte: "Also Absicht
der Studie erkannt: Die großen Drei wollen ein wettbewerbsschädliches
Netz- und Programmangebotsoligopol mit dem führenden DSL-Anbieter
Deutsche Telekom schaffen."

Originaltext: FRK Fachverband Rundfunkempfangs- u. Kabelanlagen
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=59715
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_59715.rss2

Pressekontakt:
FRK Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen
Heinz Peter Labonte
Tel.: 06136-996910
Fax : 06136-85708
www.kabelverband-frk.de

Medienbüro
Dr. Wolfgang Posewang
Tel: 04192-201172
Fax. 04192-201173
e-mail: medienbuero@gmx.com
 
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