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Private Equity bietet Wachstumspotential für deutschen Mittelstand

Geschrieben am 16.04.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

- Initiative Finanzplatz Deutschland (IFD) veröffentlicht
Broschüre zum Thema "Private Equity und Mittelstand" als
praxisorientierten Leitfaden
- Dr. Günther Bräunig, Vorstandsmitgliedder KfW Bankengruppe:
"Broschüre informiert über Chancen und soll Vorbehalte abbauen
helfen"
- Wolfgang Hartmann, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG:
"Seit 40 Jahren unterstützen Kapitalbeteiligungsgesellschaften
den technologischen und strukturellen Wandel der deutschen
Volkswirtschaft; sie sichern bestehende Arbeitsplätze und
schaffen langfristig neue."
- 2006 hielten die in Deutschland erfassten PE-Gesellschaften
Beteiligungen an rund 6000 kleinen und mittleren Unternehmen;
Volumen von rund 23 Mrd. Euro

Die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) hat heute in
Frankfurt erstmalig eine Broschüre zum Thema "Private Equity und
Mittelstand" veröffentlicht. Die Broschüre zeigt die Chancen auf, die
dem Mittelstand durch die Finanzierung mit Hilfe von außerbörslichem
Eigenkapital, dem sogenannten "Private Equity", eröffnet werden.
Zugleich wird dem interessierten mittelständischen Unternehmer ein
Kriterienkatalog und praxisorientierter Leitfaden zur Aufnahme von
Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt.

Die Broschüre wurde im IFD-Arbeitskreis "Ausbau der
Mittelstandsfinanzierung" unter der Leitung von Herrn Dr. Günther
Bräunig, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe und Herrn Wolfgang
Hartmann, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, mit
Unterstützung und Mitarbeit aller Kreditinstitutsgruppen entwickelt.
Zusätzlich hat die IFD Vertreter aus dem "Private Equity" Umfeld und
unabhängige Beratungsexperten eingeladen, an der Broschüre
mitzuarbeiten.

"Gerade für den Mittelstand bietet "Private Equity" vielfältige
Möglichkeiten, brachliegende unternehmerische Potentiale freizusetzen
und Unternehmenswachstum zu finanzieren" sagte Bräunig. "Die IFD will
mit dieser Broschüre über diese Möglichkeiten informieren und
Vorbehalte gegenüber "Private Equity" beim Mittelstand abbauen."

"Seit 40 Jahren unterstützen Kapitalbeteiligungsgesellschaften den
technologischen und strukturellen Wandel der deutschen
Volkswirtschaft; sie sichern bestehende Arbeitsplätze und schaffen
langfristig neue", so Wolfgang Hartmann. "Dennoch liegt der Anteil
von Private Equity-Investitionen am nationalen Brutto-Inlandsprodukt
in Deutschland gerade bei 0,12 %, wogegen Großbritannien und die USA
eine zehnmal so hohe Rate aufweisen. Deutschland hat somit noch
riesiges Wachstumspotential."

Die Broschüre unterstützt den mittelständischen Unternehmer bei
der Beantwortung von Fragen wie "Wann ist Beteiligungskapital
sinnvoll und wie funktioniert es? Wie unterscheiden sich die Anbieter
von Beteiligungskapital? Wie findet sich der richtige
Private-Equity-Investor?". Dafür hat die IFD ihr Markt-Know-How
gebündelt und zusätzlich Vertreter aus dem "Private Equity" Umfeld
und unabhängige Beratungsexperten eingeladen, an der Broschüre
mitzuarbeiten.

Der Generationswechsel im deutschen Mittelstand ist in vollem
Gange. Unabhängig von der Nachfolgefrage sind die gestiegenen
Anforderungen an das Management oft Ursache für einen Wechsel in der
Eigentümerstruktur. Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive können
Finanzierungsprobleme im Zusammenhang mit Nachfolgeregelungen eine
Gefahr für die deutsche Wirtschaftsstruktur darstellen. "Denn wenn es
uns gelingt, Lösungen für eine familienexterne Übergabe zu finden,
könnten Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden", so Wolfgang
Hartmann, Sherpa der IFD.

Zum Jahresende 2006 hielten die in Deutschland erfassten Private
Equity-Gesellschaften Beteiligungen an rund 6000 kleinen und
mittleren Unternehmen; in Summe ergaben diese Beteiligungen ein
Umsatzvolumen von rund 23 Mrd. Euro.

"Zahlreiche empirische Studien zeigen, dass sich
Private-Equity-finanzierte Unternehmen überdurchschnittlich gut
entwickeln: Das gilt im Hinblick auf die Zahl ihrer Beschäftigten,
aber auch für die operationalen und finanziellen Kennzahlen", heißt
es in der Broschüre. Und weiter: "Zurückzuführen ist dies darauf,
dass sich Kapitalbeteiligungsgesellschaften (KGB) in der Regel an
Unternehmen mit überdurchschnittlichen Wachstums- und
Erfolgsaussichten beteiligen. Der positive Einfluss von
Beteiligungskapital ist nicht nur auf die Unternehmen beschränkt, in
die investiert wird. Multiplikatoreneffekte ermöglichen, dass eine
ganze Branche durch den Zufluss von Private-Equity-Kapital
strukturell erneuert werden kann: Kapitalgestärkte Spieler im Markt
erhöhen den Wettbewerbsdruck und können eine überfällige
Konsolidierung beschleunigen. Indirekt steigt in diesem Fall die
Produktivität und auf lange Sicht der Konsumenten-Mehrwert. Führende
Unternehmer, die Erfahrungen mit Beteiligungskapital gesammelt haben,
zeigen sich von diesem Zusammenhang überzeugt: Eine Befragung des
Bundesverbands deutscher KGBs ergab, dass über 90 Prozent der
befragten Geschäftsführer von Portfoliounternehmen die Beteiligung
einer Private-Equity-Gesellschaft für wichtig oder sehr wichtig im
Hinblick auf das Wachstum ihres Unternehmens hielten. Mehr als 70
Prozent der Befragten waren davon überzeugt, dass der Einstieg der
KBG sich in ihrem Fall positiv auf Umsatz und Beschäftigung
ausgewirkt hatte."

Finanzinstitute aus dem Kreis der IFD unterstützen "Private
Equity", da die Eigenkapitalausstattung vieler kleiner und
mittelständischer Unternehmen im internationalen Vergleich trotz
Verbesserungen weiterhin zu niedrig ist. Durch die Aufnahme von
Beteiligungskapital können diese Unternehmen ihre
Finanzierungsstruktur optimieren, Wachstum finanzieren oder die
Unternehmensnachfolge regeln. Auf diese Weise wird die
Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands gestärkt und die
wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands insgesamt gefestigt.
Letztlich ist außer bei Venture Capital keine Private Equity
Transaktion ohne erheblichen Einsatz von Fremdmitteln von
Finanzinstituten möglich - praktisch kein Private Equity Investor
finanziert eine Unternehmensübernahme ausschließlich mit
Eigenkapital. Beteiligungsunternehmen, Banken und Sparkassen,
Intermediäre und Unternehmer ergänzen sich hier gegenseitig optimal,
um erfolgreich zu sein - dies macht die Attraktivität und Dynamik des
Finanzplatzes Deutschland aus.

Über die Initiative Finanzstandort Deutschland Die IFD ist im Mai
2003 als Zusammenschluss von Instituten aus allen Bereichen der
deutschen Kreditwirtschaft, der Versicherungen, der Deutschen Börse,
der Deutschen Bundesbank, des Bundesministeriums der Finanzen sowie
der Spitzenverbände der deutschen Finanzwirtschaft gegründet worden.
Ihr Ziel ist es, mit konkreten Produkten und Maßnahmen Nutzen für
Privatkunden und Unternehmen zu stiften. Weiter leistet die IFD einen
Beitrag zur politischen Diskussion mit Entscheidungsträgern auf
verschiedenen Ebenen. Die Initiative wird getragen von
Marktpraktikern aus allen Bereichen der Finanzbranche sowie
Fachleuten aus vier großen Verbänden der Finanzbranche, sowie aus der
Bundesbank und dem Bundesfinanzministerium. Über alle
Wettbewerbsgrenzen hinweg arbeiten in den IFD-Arbeitsgruppen Experten
aus den teilnehmenden Häusern an pragmatischen und umsetzbaren
Lösungen.

Die Mitglieder der IFD:

Allianz Group Dresdner Bank, BayernLB, Bundesministerium der
Finanzen, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Börse,
Deutsche Bundesbank, DZ BANK, HypoVereinsbank, KfW Bankengruppe,
Morgan Stanley, Münchener-Rück-Gruppe, Postbank, Bundesverband der
Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Bundesverband deutscher
Banken, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Gesamtverband der
Deutschen Versicherungswirtschaft

Assoziierte Mitglieder der IFD:

Citigroup, Goldman Sachs, JP Morgan, Merrill Lynch, UBS, Lehman
Brothers

Originaltext: IFD
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55919
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55919.rss2

Pressekontakt:
Für die IFD: Die PR-Steuerungsgruppe:
Christian Achilles, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, (030) 20
225 5100
Torsten Albig, Bundesministerium der Finanzen, (030) 2242 3227
Walter Allwicher, Deutsche Börse, (069) 211-15371
Christian Becker-Hussong, HypoVereinsbank, (089) 378-25801
Christian Burckhardt, Deutsche Bundesbank, (069) 9566 2157
Martin Halusa, Dresdner Bank, (069) 263-50750
Dr. Michael Helbig, KfW Bankengruppe, (069) 7431-9631
Heiner Herkenhoff, Bundesverband deutscher Banken, (030) 1663 1200
Dr. Rolf Kiefer, DekaBank, (069) 7147 7918
Roland Klein, CNC, (089) 599 458 122 oder (0044) 777 616 2997
Peter Kulmburg, BayernLB, (089) 2171 21300
Dr. Christian Lawrence, Münchener Rück Gruppe, (089) 3891 2504
Peter Pietsch, Commerzbank, (069) 13622379
Dr. Detlev Rahmsdorf, Deutsche Bank, (069) 91036424
Martin Roth, DZ BANK, (069) 7447 42750
Melanie Schmergal, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken, (030) 2021 1320
 
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