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Institute sehen baldigen Preisschub / Experten prognostizieren spürbaren Anstieg der Hauspreise überwiegend ab 2008 - Im Jahre 2007 droht Rekordtief mit 200.000 Baugenehmigungen

Geschrieben am 16.04.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) -

- Querverweis: Grafik wird über obs versandt und ist unter
http://www.presseportal.de/grafiken abrufbar -

- Immer noch Unsicherheit über Trendwende bei Bautätigkeit

Da die Baugenehmigungen in Deutschland in diesem Jahr auf einen
absoluten Tiefstand (mit rund 200.000 Einheiten) zusteuern, wird die
wachsende Wohnungsnachfrage die Hauspreise bald generell in die Höhe
treiben. Diesen Schluss zieht LBS Research aus einer aktuellen
Umfrage, an der sich elf unabhängige
Wohnungsmarkt-Forschungsinstitute beteiligt haben. Die meisten
Experten, nämlich sechs, rechnen für 2008 mit spürbaren
Preissteigerungen, drei weitere sogar schon im laufenden Jahr. Nur
eine Minderheit von zwei Instituten geht frühestens für 2009 von
einer neuen Teuerungswelle im Wohnungssektor aus (vgl. Grafik).

Die LBS-Immobilienexperten weisen darauf hin, dass der Neubau
bereits im Verlauf des Jahres 2006 extrem schwach geworden ist. Dass
insgesamt mit 248.000 genehmigten Wohneinheiten gegenüber dem Vorjahr
noch einmal ein leichtes Plus von 3 Prozent zu registrieren war, sei
ausschließlich auf die Vorzieheffekte angesichts der Abschaffung der
Eigenheimzulage zum Jahreswechsel 2005/2006 zurückzuführen. Deshalb
habe es von Januar bis Mai des letzten Jahres noch einen Anstieg der
Genehmigungen um knapp 25 Prozent gegeben. In den folgenden drei
Monaten (bis einschließlich August) habe das Niveau der
Baugenehmigungen 2006 das des Vorjahres gehalten, um dann von
September bis Dezember - wie zuvor von vielen befürchtet - um über 20
Prozent einzubrechen.

Wie LBS Research ergänzend mitteilt, ist dieser relativ hohe
Rückgang keineswegs nur mit Basiseffekten aufgrund eines überhöhten
Vorjahresergebnisses zu erklären. Vielmehr seien in den letzten vier
Monaten 2006 nur noch 67.000 Wohnungen genehmigt worden. Ändere sich
an diesem Niveau für 2007 nichts, so lasse sich daraus exakt ein
Jahresergebnis von 200.000 Genehmigungen hochrechnen. Dies bleibe um
rund ein Drittel hinter dem Neubaubedarf zurück, den Experten in der
Größenordnung von 300.000 Wohneinheiten ansiedeln. Wegen der noch
über viele Jahre weiter steigenden Haushaltszahlen und vor allem der
steigenden Wohnflächenansprüche der Bevölkerung ist das
Forschungsinstitut empirica zuletzt sogar von einem Neubaubedarf in
der Größenordnung von 330.000 Wohneinheiten pro Jahr ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund liegt es für die LBS-Experten nahe, dass
die Institute bei den Hauspreisen alsbald im Bundesdurchschnitt eine
deutliche Korrektur nach oben vorhersagen. In manchen Regionen, vor
allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen des Südens und des
Westens, sei dieser Trend bereits jetzt klar festzustellen. Dies
werde aber nach und nach auch andernorts zu beobachten sein, sobald
sich die Beschäftigungsperspektiven in der Breite grundlegend
verbessern. Auch die Erfahrung mit den Entwicklungen in vielen
anderen Ländern zeige, dass es einen eindeutigen Zusammenhang
zwischen Wiederbelebung der Wirtschaftstätigkeit und steigenden
Immobilienpreisen gibt.

Deutlich unsicherer sind sich die Forscher laut LBS Research bei
der Frage, wann die Bautätigkeit auf die veränderten Marktsignale
reagiert. Während vier Institute von einem Aufschwung im Jahre 2008
ausgehen, prognostizieren ihn drei weitere Institute erst für 2009.
Immerhin drei Experten meinen dagegen, dass die Genehmigungszahlen
sogar bis 2010 nicht nennenswert steigen.

Je länger die Schere zwischen Neubaubedarf und tatsächlicher
Bautätigkeit auseinanderklafft, desto größer ist nach Einschätzung
der LBS-Experten die Gefahr, dass die Preissteigerungen auf dem
Wohnungsmarkt sehr deutlich ausfallen. Wenn anziehende
Immobilienpreise nämlich vielleicht auch noch mit einem wachsenden
Zinsniveau einhergingen, könne es ganz schnell vorbei sein mit der
Gelassenheit, die Kaufinteressenten heute noch an den Tag legen. Dann
aber, so LBS Research, hätten nach vielen Jahren erstmals wieder
Hausanbieter eindeutig das Sagen.

An der Umfrage beteiligten sich die folgenden Institute: empirica,
Berlin; F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt,
Hamburg; ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München; IfS Institut
für Stadtforschung und Strukturpolitik, Berlin; TNS Infratest,
München; Institut der deutschen Wirtschaft, Köln; Institut für
Siedlungs- und Wohnungswesen, Münster; InWIS Forschung & Beratung,
Bochum; IWG Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn; GEWOS
Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung, Hamburg; Institut
Wohnen und Umwelt, Darmstadt.

Originaltext: Landesbausparkassen
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=35604
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_35604.rss2

Pressekontakt:
Ivonn Kappel
Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen
Referat Presse
Tel.: 030-20225-5398
Fax: 030-20225-5395
E-Mail: ivonn.kappel@dsgv.de
 
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