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WAZ: Spargelstecher: Wettbewerb um Polen - Kommentar von Thomas Wels
Geschrieben am 12.04.2007 - [Nächster Artikel] |
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Essen (ots) - Es gibt Nachrichten, die entpuppen sich erst auf den zweiten Blick als gute Nachricht: Polnische Saisonarbeiter gehen nicht mehr in Deutschland Spargel stechen, sondern in England oder den Niederlanden, wo sie mehr verdienen. Die Landwirte mag das grämen. Sie sind bisher so gut mit den Saisonarbeitern gefahren, dass sie diese den wenigen deutschen Saisonkräften, die bereit waren, sich auf die Plackerei einzulassen, vorgezogen haben. Und nun müssen sie mehr bezahlen, wenn Spargelstechen in Deutschland für Polen attraktiv bleiben soll. Die gute Nachricht: Dank der Globalisierung verdienen Polen und andere Osteuropäer deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. Die Bau-Industrie beklagt ebenfalls das Ausbleiben der günstigen Bau-Trupps aus dem Osten, was wiederum den gestiegenen Löhnen in Polen und dem Bau-Boom in Warschau zu verdanken ist. Das ist eine bislang wenig beachtete Seite der sonst als Bedrohung empfundenen Internationalisierung: der wachsende Wohlstand unserer Nachbarn, der letztlich Deutschland zugute kommt, wo Polen und andere Osteuropäer gerne ihr Geld ausgeben.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55903 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55903.rss2
Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: (0201) 804-8975 zentralredaktion@waz.de
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